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9. August 2010

Farb-Mod mit der Spraydose

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Beim Vergleich einiger Hosts für P60-Drop-ins kam mir mit der WF-503 B ein durchaus brauchbares Examplar, das unter Ultrafire gelabelt ist, in die Finger. Die Materialstärke ist in Ordnung, die Frontlinse aus Glas, und auch der Clicky macht einen vernünftigen Eindruck. Lediglich die Anodisierung war nicht erste Sahne, was man von einem Host, der in Deutschland knapp über 20 Euro kostet, allerdings auch nicht unbedingt erwarten muss.

Ziel war also, der Ultrafire WF-503 B ein neues Äußeres zu spendieren. Zwar war ich zunächst ein wenig skeptisch, da meine Maler- und Lackierkünste sich zumeist darauf beschränken, alle Objekte möglichst dick mit Farbe einzujauchen. Mit dem festen Vorsatz, mir diesmal Mühe zu geben und angesichts der Tatsache, dass 20 Euro ja nun auch nicht die Welt sind, ging ich das Unterfangen an.

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Der Original-Host. Da die Bilder dieses Projekts erst später entstanden sind, habe ich die Lampe aus einem anderen Bild ausgeschnitten und in den roten Hintergrund kopiert, was die zum Teil unsauberen Ränder erklärt.

 

Zunächst galt es, eine passende Fabe zu finden. Bei einem Besuch im Baumarkt meines Vertrauens sprang mich aus dem Regal eine Spraydose in Glitzergrün förmlich an.

Zurück im trauten Heim, wurde die Lampe als erstes in ihre Einzelteile zerlegt. Anschließend habe ich die Anodisierung entfernt. Mit Drano-Power-Gel ging das problemlos, ebenfalls funktionieren dürfte es auch mit anderen Abfussreinigern oder Laugen. Leider gibt es von diesen und den folgenden Arbeitsgängen keine Bilder, da die Idee, diesen „Lackier-Mod“ hier zu präsentieren, erst später kam.

Von noch leicht anhaftender Farbe wurden Kopf, Body und Tailcap mit Politur sowie 1000er Schleifpapier befreit, bevor es ans Lackieren ging. Die leicht angerauhten Teile wurden zusammengeschraubt und mit Feuerzeugbenzin von etwaigen Verschmutzungen befreit.

Die erste Lackschicht wurde durch Sprühen aus etwa 30 Zentimetern Entfernung dünn aufgebracht. Anschließend kam das Objekt der Begierde für eine Stunde bei 150 Grad in den Backofen. Nach dem Aushärten der Farbe folgte ein kurzer Nass-Zwischenschliff mit dem 1000er Schleifpapier und wieder die Reinigung mit Feuerzeugbenzin.

Nach dem selben Verfahren wurden insgesamt zwölf Lackschichten aufgetragen. Als problematisch erwiesen sich die Kanten des Sechskantrings am Lampenkopf, bei denen das Aluminium nach dem Zwischenschleifen immer wieder durchkam. Bei den letzten sechs Schichten habe ich daher auf den Zwischenschliff verzichtet.

Da durch die Ent-Anodisierung auch die Innenseiten und Gewinde von Kopf, Lampenkörper und Tailcap Kampfspuren erlitten hatten, habe ich sie mit Silberbronze, die mit einem dünnen Pinsel aufgetragen wurde, wieder ansehnlich gemacht.

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Fertig lackierter Kopf.

 

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Die Gewinde und Innenseiten der einzelnen Teile wurden mit Silberbronze wieder auf Vordermann gebracht.

 

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Die Tailcap nach dem Lackieren.

 

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Alle Einzelteile vor dem Zusammenbau.

 

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Lampenkopf nach dem Zusammenbau. Ein schöner Edelstahlbezel wird sich sicher auch noch finden.

 

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Dichtringe nicht vergessen!

 

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Tailcap zusammengebaut.

 

Das Ergebnis ist optisch durchaus ansprechend geworden – kratzfest ist es indes nicht! Beim normalen Handling der Taschenlampe ist das kein Problem, auch festem Kratzen mit den Fingernägeln hält die Lichtinsdunkel-Lackierung stand; mit harten Gegenständen sollte man dem Lampi jedoch nicht zusetzen.

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