Taschenlampen-Tests.de






         

13. August 2010

MTE SSC P7

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 17:38

MTE SSC P7 001
Mit der SSC P7 bietet MTE eine günstige Lampe für eine helle Ausleuchtung des erweiterten Nahbereichs.

 

 

 

Verpackung/Lieferumfang:
Die MTE SSC P7 wird ohne jegliches Zubehör in einer dünnen Pappschachtel ausgeliefert.

Beschreibung der Lampe:
Länge: 143 mm
Durchmesser Kopf: 37 mm
Durchmesser Tail: 26,5 mm
Gewicht: 123 g
Gewicht mit Akku: 169 g
Anodisierung: HA II, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Beim Testmodell saß der Lampenkopf nur locker auf dem Body. Beim Festdrehen drückte sich das Dichtungsgummi der Linse heraus. Dadurch kann der Kopf beim Testmodell nicht komplett festgedreht werden. Den Unterwassertest bestand die Lampe allerdings auch mit nicht ganz angezogenem Kopf.

Stromversorgung:
Die Lampe wird mit einem 18650-Akku betrieben. Laut Hersteller läuft sie im High-Modus 70 Minuten (mit 2800 mAh-Akku), im Low-Modus bis zu 10 Stunden. Beim Praxistest wurde die Lampe im hellen Modus betrieben, als Akku kam ein Kandidat mit 2400mAh zum Einsatz.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten wurden 4.400 Lux gemessen. Nach fünf Minuten lag der Wert bei 4.200 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 4.200 Lux
nach 20 Minuten: 4.100 Lux
nach 30 Minuten: 3.700 Lux
nach 40 Minuten: 3.600 Lux
nach 50 Minuten: 3.500 Lux
nach 60 Minuten: 3.500 Lux
nach 70 Minuten: 3.200 Lux
nach 80 Minuten: 2.700 Lux
Nach 90 Minuten wurden noch 2.100 Lux gemessen – bis hierhin hat die Lampe die Hälfte ihrer ursprünglichen Leistung eingebüßt – Testabbruch. Während des Dauerbetriebs wurde die Lampe spürbar warm. Nach zehn Minuten lag die Temparatur deutlich über Körperwärme, sodass als Kühlung bis zum Ende des Tests ein Modellbau-Ventilator zugeschaltet wurde.
Fazit: Die Regelung der Lampe funktioniert über die gesamte Laufzeit zwar nicht überragend, geht für eine Lampe dieser Preisklasse aber absolut in Ordnung. Allerdings hat die Lampe ein Wärmeproblem. Mangels geringer Masse kann sie die Abwärme der LED nicht vernünftig ableiten. Ein Dauerbetrieb in der hellen Stufe über einen längeren Zeitraum ist nicht empfehlenswert, da über kurz oder lang die LED dadurch Schaden nehmen wird.

Leuchteinheit:
Verbaut wurden eine SSC P7-LED sowie ein Plastik-Reflektor und eine Plastiklinse.

MTE SSC P7 002
Als Leuchtmittel kommt eine Multichip-LED von SSC zum Einsatz.


Bedienung:

Ein Reverse-Clicky schaltet die Lampe ein. Obwohl der Clicky einen weichen Druckpunkt hat, besteht die Gefahr des versehentlichen Einschaltens nicht. Morsen ist mit der Lampe möglich, indem im eingeschalteten Zustand der Clickky angetippt wird. Die Schaltreihenfolge ist dunkel-aus-hell-aus. Eine Memory-Funktion hat die Lampe nicht. Beim jedem Einschalten startet sie im nächsten Modus. Alternativ ist die Lampe auch als P7C und P7D mit fünf bzw. acht Leuchtmodi erhältlich. Die vom Hersteller angegebenen 900 Lumen sind nicht nur dezent, sondern richtig übertrieben. Teilt man diese Zahl durch zwei, kommt das schon eher hin.

MTE SSC P7 003
Der Clicky hat einen weichen Druckpunkt.

 

MTE SSC P7 004
Wer bislang noch nichts von „China-Lumen“ gehört hat, weiß spätestens hier Bescheid. Die Angabe ist maßlos übertrieben.


Beam:

Die SSC P7 liefert eine außergewöhnlich gleichmäßige Ausleuchtung im Bereich bis zu 30 Metern. Der Hotspot ist nur geringfügig ausgeprägt und „verschwimmt“ bereits nach wenigen Metern mit dem Spill.

Resümee:
Wer keine Top-Qualität, aber eine durchaus brauchbare Lampe für den erweiterten Nahbereich für kleines Geld sucht, ist mit der MTE SSC P7 gut bedient. Die Gesamtausleuchtung ist für eine Lampe mit Reflektor ungewöhnlich homogen, was die MTE zu einem idealen Lauflicht macht. Sie hat beim Dauerbetrieb in der hellen Stufe definitiv ein thermisches Problem, was allerdings für eine Lampe dieser Größe mit Multichip-LED nicht ungewöhnlich ist, sondern eher die Regel. In der Praxis sollte bereits die dunklere Stufe für die meisten Situationen ausreichen. Bei einem Preis von 40 bis 45 Euro (Stand: August 2010) geht es auch in Ordnung, dass die Regelung nicht das Nonplusultra ist und Reflektor und Linse lediglich aus Plastik gefertigt sind.

Die Beamhots wurden mit Blende 4 bei 2 Sekunden Belichtungszeit und 800 ASA aufgenommen. Als Vergleichslampen dienen die Eastward XGR2 als Thrower und die Olight M30, die als Fluter konzipiert ist. Im Vergleich ist sehr schön zu sehen, dass die Ausleuchtung mit der MTE SSC P7 deutlich gleichmäßiger ist als mit der M30.

MTE SSC P7 005
Eastward XGR2

 

MTE SSC P7 006
MTE SSC P7

 

MTE SSC P7 007
Olight M30

 

nach oben



Keine Kommentare

Noch keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Diese Kommentarfunktion ist zurzeit nicht zugelassen.

Powered by WordPress MU.