Taschenlampen-Tests.de






         

18. August 2010

Hosts für P60-Drop-ins

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 11:34

Hosts_001
Keine Frage – Hosts sind derzeit „in“. Gerade im Zuge ständig neuer LED-Generationen gehören viele Lampen ohne austauschbare LED-Einheit, die heute noch den aktuellen Standard markieren, bereits morgen zum vielzitierten „alten Eisen“. Einige Hosts für P60-Drop-ins in verschiedenen Preissegmenten kommen heute auf den Prüfstand. Von links nach rechts: Ultrafire WF-501 B (15 Euro), Ultrafire WF-502 B (19 Euro), Ultrafire WF-503 B (23 Euro), Solarforce L2 (30 Euro), Solarforce L2P (35 Euro) sowie die altehrwürdige Surefire 6P (40 Euro).


Gewicht:
Ultrafire WF-501 B: 70 g
Ultrafire WF-502 B: 95 g
Ultrafire WF-503 B: 100 g
Solarforce L2: 93 g
Solarforce L2P: 98 g
Surefire 6P: 103 g

Länge:
Ultrafire WF-501 B: 133 mm
Ultrafire WF-502 B: 136 mm
Ultrafire WF-503 B: 137 mm
Solarforce L2: 145 mm
Solarforce L2P: 141 mm
Surefire 6P: 131 mm

Hosts_002
Die Bodys der Testkandidaten. Von links: Ultrafire WF-501 B, Ultrafire WF-502 B, Ultrafire WF-503 B, Solarforce L2, Solarforce L2P, Surefire 6P. Die größte Wandstärke weist neben dem Surefire-Gehäuse der WF-503-B-Host von Ultrafire auf. Was die Anodisierung betrifft, ist die Solarforce L2P der einzige Host, der tatsächlich dem HA III-Standard genügt. Bei den Hosts, die preislich darunter liegen, darf das auch nicht unbedingt erwartet werden. Dass jedoch auch die viel gelobte Surefire 6P allenfalls über eine bessere HA II-Anodisierung verfügt, enttäuscht ein wenig.

 

Hosts_003
Tailcap-Ansicht. Von links: Ultrafire WF-501 B, Ultrafire WF-502 B, Ultrafire WF-503 B, Solarforce L2, Solarforce L2P, Surefire 6P. Schon auf den ersten Blick machen die Schalter der beiden günstigsten Lampen nicht den hochwertigsten Eindruck. Der „Akustik-Test“ bestätigt das. Die Schalter der WF-501 B und der WF-502 B hören sich ziemlich „billig“ an.

 

Hosts_004
Die Tailcaps von innen. Von links: Ultrafire WF-501 B, Ultrafire WF-502 B, Ultrafire WF-503 B, Solarforce L2, Solarforce L2P, Surefire 6P. Der erste Eindruck täuscht nicht. Doch bereits ab der Ultrafire WF-503 B (3. von links) wird deutlich bessere Qualität geboten.

 

Hosts_005
Die Köpfe der Hosts. Von links nach rechts: Ultrafire WF-501 B, Ultrafire WF-502 B, Ultrafire WF-503 B, Solarforce L2, Solarforce L2P, Surefire 6P. Bereits das günstigste Modell im Test verfügt über eine Glaslinse.

 

Hosts_006
Und auf das Mäulchen! Von links: Ultrafire WF-501 B, Ultrafire WF-502 B, Ultrafire WF-503 B, Solarforce L2, Solarforce L2P, Surefire 6P. Durch die Druckfeder der P60-Drop-ins, die gleichzeitig den Minus-Kontakt herstellt, lassen sich die Ultrafire WF-502 B, die Solarforce L2P und die Surefire nicht komplett zuschrauben. Da heißt es: Aus der Not eine Tugend machen. Durch Entfernen der Feder und umwickeln des Drop-ins mit Alufolie lässt sich nicht nur der Kopf komplett auf den Body, auch die Wärmeableitung funktioniert besser.

 

Die Testkandidaten in der Kritik:

Hosts_007

Ultrafire WF-501 B
Der mit 15 Euro billigste Host im Test macht auch den billigsten Eindruck. Man hat aufgrund der geringen Materialstärke das Gefühl, „nichts“ in der Hand zu haben, und der Clicky hört sich beim Drücken ebenfalls „billig“ an. Zwar darf man für 15 Euro nicht wirklich viel erwarten, und für diesen Kurs ist der Host prinzipiell auch in Ordnung, aber bereits für acht Euro mehr bekommt man eine Lampe, die in einer anderen Liga spielt. Daher: keine Empfehlung.

 

 

Hosts_008

Uitrafire WF-502 B
Für 19 Euro bekommt man einen Einsteiger-Host, der über einen Clip verfügt und etwas wertiger anodisiert ist als der „kleine Bruder“. Aber auch hier macht der Clicky nicht unbedingt einen vertrauenerweckenden Eindruck. Die WF-502-B ist für das, was sie bietet, ebenfalls sicherlich nicht zu teuer, doch angesichts des preislichen Unterschieds von lediglich vier Euro zum nächsten Kandidaten gilt für diesen Host ebenfalls: keine Empfehlung.

 

 

Hosts_009

Ultrafire WF-503 B
Der Verkaufspreis von 23 Euro überrascht angesichts der Qualität, die geboten wird. Der Host kommt mit einer soliden Materialstärke daher, und auch der Clicky hinterlässt einen durchaus brauchbaren Eindruck. Die WF-503 B muss sich qualitativ nicht sehr hinter deutlich höherpreisigen Konkurrenten verstecken. Wie es so schön in vielen Kamera- und Computermagazinen heißt: Kauftipp Preis-Leistungsverhältnis.

 

 

Hosts_010

Solarforce L2
Über die Qualität der L2 zu berichten, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Die Gesamtverarbeitung ist gut, der Clicky verspricht eine lange Lebensdauer, lediglich die Anodisierung ist allenfalls eine bessere HA-II-Ausführung. Kurz und bündig: Das Geld ist gut angelegt.

 

 

Hosts_011

Solarforce L2P
Bezüglich der Anodisierung hat die L2P gegenüber der L2 deutlich die Nase vorn. Die Gesamtverarbeitung überzeugt. Qualitativ ist die L2P sicherlich in einem höheren Segment anzusiedeln, als der Preis erwarten lässt. Auch, wenn die Wandstärke geringer ist als bei der Surefire 6P, muss die L2P den direkten Vergleich nicht wirklich scheuen. Der Testsieger.

 

 

Hosts_012

Surefire 6P
Dieser Host legt die Messlatte für die anderen Kandidaten hoch. Die Gesamtverarbeitung lässt kaum zu wünschen übrig, lediglich die Anodisierung könnte höherwertig sein. Diesbezüglich wird die Qualität der L2P nicht erreicht. Im Gegensatz zu allen anderen Hosts verfügt die 6P nur über einen Momentary-on-Clicky, Dauerlicht wird durch Festdrehen der Tailcap erreicht. Für ein Modell mit vergleichbarem Clicky müssen noch mal rund 25 Euro zusätzlich eingeplant werden. Darüber hinaus ist die Verwendung von einem 18650-Akku beim in Deutschland erhältlichen Serienmodell nicht möglich. Betrieben werden kann die 6P mit zwei CR123-Batterien oder einem 17670-Akku. Testsieger, wenn es auf etwas mehr Geld nicht ankommt.

 


Fazit:
Auch für kleines Geld bekommt man einen Host, der qualitativ mehr als brauchbar ist und für lange Zeit Spaß an aktuellen P60-Drop-ins garantiert. Wer’s gerne noch sicherer hat: Die Solarforce-Lampen und die Surefire sind untereinander kompatibel. Der Ersatz einzelner Komponenten ist somit auch langfristig garantiert. Von den absoluten Billig-Produkten ist abzuraten; hier ist die Gesamtverarbeitung einfach nicht gut genug, um langfristig gegenüber den etwas teureren bis doppelt so teuren Hosts standzuhalten. Wer auf Qualität Wert legt, ist mit der Surefire 6P und der Solarforce L2P am besten beraten. Mit einem günstigen Drop-in erhält man mit der Ultrafire WF-503 B bereits für weniger als 50 Euro (beim Kauf in Deutschland) eine gute, aufrüstbare Lampe. Für die Surefire 6P mit Klickendschalter und einem Hochleistungs-Drop-in kann man allerdings auch problemlos das Zweieinhalbfache anlegen. Die Lampen wurden freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt.

 

nach oben



Keine Kommentare

Noch keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Diese Kommentarfunktion ist zurzeit nicht zugelassen.

Powered by WordPress MU.