Taschenlampen-Tests.de






         

26. August 2010

Romisen RC-A8

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 02:29

Romisen_RC_A8_001
Leuchten kann man mit ihr selbstverständlich auch, aber in erster Linie ist die Romisen RC-A8 eine „Designerlampe“.


Verpackung/Lieferumfang:
In Luftpolsterfolie verpackt kommt die Lampe mit Lanyard in einem dünnen Pappkarton.

Romisen_RC_A8_002
Lieferumfang der RC-A8.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 122 mm
Reflektoröffnung: 20 mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 27,5 mm
Durchmesser Tail breiteste Stelle: 21,5 mm
Gewicht: 63 g
Gewicht mit Akku: 81 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Unterwassertest bestätigt.
Besonderheiten: Die Lampe wurde quasi „naturbelassen“, sprich: nicht anodisiert und kommt in blankem Aluminium daher. Ungewöhnlich ist die Form der Lampe, die sich mit einigen Rundungen optisch vom Gros der Taschenlampen abhebt.

Romisen_RC_A8_003
Lampenkopf, Body und Tailcap, wobei die Tailcap fast die Hälfte der gesamten Lampe ausmacht.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Betrieben werden kann die Lampe in einem Spannungsbereich von 1,3 bis 4 Volt. Angegeben ist sie mit vom Hersteller mit 200 Lumen bei einer Laufzeit von 1,5 bis 2 Stunden bei Verwendung einer CR123-Batterie.
Praxistest Laufzeitmessung:
Beim Einschalten wurden 2.900 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 2.900 Lux
nach 20 Minuten: 2.900 Lux
nach 30 Minuten: 2.900 Lux
nach 40 Minuten: 2.800 Lux
nach 50 Minuten: 2.700 Lux
nach 60 Minuten: 2.600 Lux
nach 70 Minuten: 2.400 Lux
nach 80 Minuten: 2.600 Lux
nach 90 Minuten: 2.000 Lux
nach 100 Minuten: 1.300 Lux
Innerhalb der nächsten Minuten sank der Wert bis auf 900 Lux, und die Lampe tat durch Blinkzeichen kund, das bald Ende im Gelände ist. Nach 102 Minuten schaltete sie ab.
Beim Test mit einem 16340-Akku mit 3,7 Volt und einer Kapazität von 880mAh wurden folgende Werte gemessen:
Beim Einschalten: 4.100 Lux.
nach 10 Minuten: 4.000 Lux
nach 20 Minuten: 3.900 Lux
nach 30 Minuten: 3.800 Lux
Nach 35 Minuten wurde die Lampe schnell dunkler; der Wert sank bis auf 2.800 Lux, bevor die Lampe kurz und schnelle Blinkzeichen von sich gab und nach 36 Minuten abschaltete. Der Akku wurde unmittelbar nach Entnahme mit 3,22 Volt gemessen.
Fazit: Was die Regelung betrifft, können sich andere, deutlich teurere Lampen, ein Stück von der RC-A8 abschneiden. Über einen langen Zeitraum bleibt die maximale Lichtausbeute sowohl beim Batterie-, als auch beim Akkubetrieb nahezu konstant. Mit dem Abschalten selbst ist das – zumindest beim Akkubetrieb – so eine Sache, da zwischen dem ersten merklichen Verlust an Helligkeit und dem Abschalten gerade mal eine Minute liegt. Ohne Ersatzakku ist man aufgeschmissen. Bezüglich der Wärmeentwicklung gibt es keine Probleme. Auch beim Akkubetrieb wird die Lampe nicht mehr als handwarm.

Romisen_RC_A8_004
Die Regelelektronik macht einen guten Job.


Leuchteinheit:

Zum Einsatz kommt eine Cree XR-E-LED. Um welchen Typ es sich dabei genau handelt, weiß ich nicht, da verschiedene Modelle verbaut wurden. Für die Lichtverteilung sorgt ein OP-Reflektor, der hinter einer Glaslinse sitzt.

Romisen_RC_A8_005
Lampenkopf mit Reflektor und Linse.

 

Romisen_RC_A8_006
Eine Cree-XR-E-LED sorgt fürs Licht.


Bedienung:

Eingeschaltet wird die RC-A8 mit einem Forward-Clicky, mir dem auch Momentlicht und Morsen möglich sind. Der Clicky hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt. Die Lampe verfügt über eine Leuchtstufe.

Romisen_RC_A8_007
Der Schalter.

 

Romisen_RC_A8_008
Innenansicht.


Beam:
Auf kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot deutlich vom Spill ab, dies allerdings nahezu ohne störende Ringe. Auch auf etwas weitere Entfernungen bleibt eine leichte Trennung von Spot und Spill erkennbar. Insgesamt ist das Lichtbild noch recht homogen.

Romisen_RC_A8_009
„White-wall-beamshot“ der RC-A8.


Resümee:
Mit einer Länge von 122 Millimetern ist die Romisen RC-A8 für eine einzellige CR123-Lampe eigentlich viel zu groß. Auch die angegebenen 200 Lumen sind dezent übertrieben. Da aufgrund der Größe (fast) auch der Einsatz als EDC-Lampe ausscheidet, stellt sich die Frage: Wozu ist dieses Lämpchen überhaupt gut, zumal auch die Verarbeitungsqualität nicht gerade überragend ist? Die Antwort findet sich, wenn man aufs Äußere der RC-A8 schaut. Sie lädt aufgrund ihrer ungewöhnlichen Form geradezu zum Sammeln ein, und wenn man sich den Preis anschaut, der gerade mal zwischen 14 und 20 US-Dollar liegt: Billiger kommt man nicht an ein Designerlämpchen, das zudem noch, sowohl mit Batterie, als auch mit Akku über eine gut funktionierende Regelung verfügt, die man für diesen Preis nicht erwarten darf. Somit eignet sich die RC-A8 auch hervorragend als Zweitlampe. Die Lampe wurde freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Romisen_RC_A8_010
Romisen RC-A8 mit CR123-Batterie

 

Romisen_RC_A8_011
Romisen RC-A8 mit 16340-Akku

 

Romisen_RC_A8_012
Fenix LD15

 

Romisen_RC_A8_013
Fenix LD20 mit XR-E-Q5-LED

 

nach oben



Keine Kommentare

Noch keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Diese Kommentarfunktion ist zurzeit nicht zugelassen.

Powered by WordPress MU.