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27. August 2010

Ferei W150

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Mit der W150 bietet Ferei eine Tauchlampe, die gut verarbeitet ist und auch außerhalb des Wassers keine schlechte Figur macht.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Karton sind Lampe, Holster, Lanyard und Bedienungsanleitung (englisch) enthalten.

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Lieferumfang der W150.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 147,5 mm
Reflektoröffnung: 23,5 mm
Durchmesser Kopf: 36 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht: 181 g
Gewicht mit Akku: 228 g
Anodisierung: HA III, sauber und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja, durch den Magnetschalter-Ring.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: laut Hersteller bis 150 Meter Wassertiefe.
Besonderheiten: Statt eines Clickys wurde ein Magnetschalter verbaut, der zwischen Lampenkörper und -kopf sitzt.

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Die Bedienung erfolgt über einen Magnetdrehschalter.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die W150 kann mit einem 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien betrieben werden. Laut Hersteller ist sie mit 180 Lumen für drei Stunden angegeben. Der Praxistest erfolgte mit einem 18650-Akku mit einer Kapazität von 2.400mAh. Zur prophylaktischen Kühlung kam ein Ventilator zum Einsatz.
Praxistest Laufzeitmessung: Beim Einschalten wurden 6.700 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 6.300 Lux
nach 20 Minuten: 6.000 Lux
nach 40 Minuten: 5.400 Lux
nach 60 Minuten: 5.100 Lux
nach 80 Minuten: 4.800 Lux
nach 100 Minuten: 4.600 Lux
nach 120 Minuten: 4.500 Lux
nach 140 Minuten: 4.300 Lux
nach 160 Minuten: 4.000 Lux
nach 180 Minuten: 3.800 Lux
Fazit: Die von Ferei angegebenen drei Stunden Laufzeit werden erreicht und sogar übertroffen, allerdings zu Lasten langsam abnehmender Leuchtkraft. Die W150 hat nach 20 Minuten zehn Prozent ihrer Ausgangshelligkeit eingebüßt, nach einer Stunde 20 Prozent und nach drei Stunden 40 Prozent. Die Regelung ist alles andere als optimal, liegt aber durchaus noch im akzeptablen Bereich. Die W150 garantiert somit eine lange, wenn auch in der Helligkeit abnehmende, Leuchtdauer. Ein Wärmeproblem hat die Lampe definitiv nicht. Obwohl sie beim Test auf einem Stativ fixiert war und somit ohne jegliche Kühlung, war auch beim Abschalten des Ventilators über einen längeren Zeitraum keine merkliche Erwärmung feststellbar.

Leuchteinheit:
Für Licht sorgt eine Cree XR-E-Q5-LED. Als Reflektor kommt ein stark texturierter OP zum Einsatz; die Frontlinse besteht aus Glas.

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Als LED wurde eine Cree 7090 XR-E-Q5 verbaut.

 

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Die Frontlinse wurde tief im Bezel versenkt. Bei einer eventuellen Hai-Attacke überlebt zumindest die Lampe.


Bedienung:
Die W150 verfügt über eine Leuchtstufe, die durch einen Magnetdrehschalter aktiviert wird. Die Bedienung mit einer Hand ist möglich, wenn auch in einer taktischen Haltung ein wenig umständlich zu bewerkstelligen.

Beam:
Nur auf kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot deutlich vom Spill ab. Bereits ab einer Entfernung von wenigen Metern ist der Übergang fließend. Das Gesamtleuchtbild wirkt durch den stark texturierten Reflektor recht homogen.

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„White-wall-beamshot“ der W150.


Resümee:
Obwohl der Magnetschalter hauptsächlich für die Bedienung unter Wasser konzipiert wurde, hat man sich auch an Land schnell an den vielleicht ungewöhnlichen, aber gut funktionierenden „Clicky-Ersatz“ gewöhnt. Nicht nur als Tauchlampe, auch als Lauflicht, macht die Ferei W150 eine gute Figur. Dass die Regelung nicht die allerbeste ist, kann man verschmerzen, zumal der sichtbare Lichtverlust sich über einen längeren Zeitraum in Grenzen hält. Eine zusätzliche dunklere Leuchtstufe würde die Lampe zu einem guten Allrounder machen; was unter Wasser allerdings wenig sinnvoll sein dürfte. Eine weitere Zielgruppe neben Tauchern sind Geocacher, die lediglich eine Leuchtstufe bevorzugen. Der Preis von 49 Euro (Stand: August 2010) ist angesichts der guten Verarbeitung als absolut fair zu bezeichnen. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Ferei www.ferei.com, in Deutschland kann die Lampe beim Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de bezogen werden.

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Tailcap von innen.

 

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An der Materialstärke gibt es nichts zu bemängeln.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Als Vergleich: Fenix LD20 mit XR-E-Q5-LED, angegeben mit 180 Lumen und LD20 mit XP-G-R4-LED, angegeben mit 205 Lumen.

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Ferei W150

 

Ferei W 150 010
Fenix LD20 Q5

 

Ferei W 150 011
Fenix LD20 R4

 

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