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10. September 2010

MTE M3-2I

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MTE M3-2I 001
Mit ihrer ungewöhnlichen Linse liefert die MTE M3-2I jede Menge Licht im erweiterten Nahbereich.


Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe wird ohne Zubehör in Knisterfolie verpackt in einer Pappschachtel geliefert.

Beschreibung der Lampe:
Länge: 156 mm
Reflektoröffnung: 33 mm
Durchmesser Kopf: 40,5 mm
Durchmesser Tail: 27,5 mm
Gewicht: 150 g
Gewicht mit Akku: 196 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, am Combat-Ring der Endkappe.
wasserdicht: nein, durch die Dichtringe an Bezel und Linse dringt Wasser in die Lampe ein.
Besonderheiten: Statt eines Reflektors verwendet die M3-2I eine Linse, die das Licht auf eine breite Fläche streut. Der Combat-Ring ist fester Bestandteil der Tailcap. Beim Testmodell ließen sich bei Auslieferung die Modi durch Schütteln der Lampe wechseln. Erst nach Reinigen der Kontakte, Auseinandernehmen der Tailcap und Dehnen der Druckfeder funktionierte die Lampe verlässlich.

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Ungewöhnlich: Die Linse der M3-2I.

 

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Der Combat-Ring ist fester Bestandteil der Tailcap.

 

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Der Lampenkopf.

 

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Solide Materialstärke des Bodys.

 

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Die einzelnen Komponenten der Lampe.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit einem 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien. Für die hellste Leuchtstufe gibt MTE 740 Lumen an, die sicherlich übertrieben sind. Die mittlere Stufe ist mit 300 Lumen, die dunkle mit 10 Lumen angegeben. Zum Test ging die M3-2I mit einem 18650-Akku mit einer Kapazität von 2.400mAh an den Start. Ein Ventilator sorgte für die Kühlung der an einem Stativ befestigten Lampe.
Praxistest Laufzeitmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten zeigte das Luxmeter 9.400 Lux. Nach zwei Minuten war der Wert bis auf 6.700 Lux gesunken.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 6.700 Lux
nach 20 Minuten: 6.400 Lux
nach 30 Minuten: 6.200 Lux
nach 40 Minuten: 5.800 Lux
nach 50 Minuten: 5.100 Lux
Innerhalb der nächsten Minuten sank der Wert deutlich. Nach 60 Minuten wurden noch 2.700 Lux gemessen. Der Akku hatte unmittelbar nach Entnahme noch eine Leerlaufspannung von 3,37 Volt. Im Notfall kann man mit der Lampe bei kontinuierlich nachlassender Leuchtkraft also noch eine ganze Zeit durch die Dunkelheit tapern. Empfehlenswerter allerdings ist, den Akku spätestens dann zu wechseln, wenn der Helligkeitsverlust merklich sichtbar wird.
Um der drastisch nachlassenden Leuchtkraft zu Beginn der Messung auf den Grund zu gehen, kam die Lampe für 90 Minuten ins Gefrierfach. Anschließend wurde sie mit frischem Akku abermals dem Luxmeter vorstellig. Das Ergebnis war ein gänzlich anderes: Statt direkt von Beginn an, begann der Wert erst nach sechs Minuten zu sinken – ein offensichtliches Indiz dafür, dass die Lampe im ungefrorenen Normalzustand die entstehende Wärme der LED zu Beginn der Laufzeit nicht vernünftig ableiten kann. Von einem generellen Wärmeproblem über die gesamte Laufzeit indes kann nicht die Rede sein.
Fazit: Optimal ist die Regelung sicherlich nicht, geht aber durchaus noch in Ordnung. Legt man den Wert zugrunde, der zwei Minuten nach dem Einschalten gemessen wurde, hat die Lampe nach 35 Minuten zehn, nach 50 Minuten zwanzig Prozent ihrer ursprünglichen Leuchtkraft eingebüßt. Ohne Kühlung ist eine deutliche Erwärmung spürbar. Blutkühlung und Umgebungsluft reichen jedoch bereits aus, um die Lampe auch etwas länger auf high zu betreiben. Ständig die volle Lichtausbeute wird man ohnehin in den seltensten Fällen benötigen, zumal auch die Mid-Stufe schon ordentlich hell macht.

Leuchteinheit:
Statt eines Reflektors kommt eine Plastiklinse zum Einsatz, die in der Mitte einen „Kanal“ hat, durch den eine Cree MCE-LED ihr Licht nach außen bringt. Plastik statt Glas macht bei dieser Linse durchaus Sinn aufgrund einer deutlichen Gewichtsersparnis.

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Die Linse.


Bedienung:
Mit einem Reverse-Clicky wird die Lampe eingeschaltet. Der Schalter ist leichtgängig und gut zu erreichen. Durch Antippen des Clickys werden die weiteren Leuchtstufen in der Reihenfolge high-Strobe-medium-low-Blinking-SOS angewählt. Warum als zweite Leuchtstufe ausgerechnet der Strobe-Modus ins UI integriert wurde, wissen wohl nur die MTE-Ingenieure. Angesichts dieses Schaltkonzepts sehe ich die Tatsache, dass die Lampe über kein Memory verfügt und immer in der hellsten Stufe startet, als klaren Vorteil. Morsen und Momentlicht sind nicht möglich.

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Die Tailcap von innen.


Beam:
Das typische „MCE-Kreuz“ ist nur auf Distanzen von wenigen Zentimetern sichtbar. Bereits auf einen Meter Entfernung liefert die M3-2I ein gleichmäßiges Licht ohne klar erkennbaren Hotspot. Der gesamte Beam ist etwas kleiner als bei den meisten anderen MCE-Vertretern dieser Größe. Dafür liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild, das selbst für eine Multichip-Lampe außergewöhnlich ist.

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„White-wall-beamshot“ der M3-2I.


Resümee:
Die M3-2I ist ideal geeignet, den erweiterten Nahbereich gleichmäßig und hell auszuleuchten. Für Geocacher und Nachtwanderer, die viel Licht bei noch kompakten Lampen-Abmessungen suchen, ist dieser Fluter ein absoluter Kauftipp! Ganz „roadtauglich“ ist die Lampe allerdings nicht. Durch die Abdichtung zur und hinter der Linse dringt Wasser in den Lampenkopf ein. Auch die Tatsache, dass das Testmodell erst nach einer kleinen „Operation“ wirklich zuverlässig funktionierte, spricht nicht für einen durchgängig hohen Fertigungsstandard. Diese Kinderkrankheiten muss MTE künftig abstellen. Bezüglich des Leuchtkonzepts ist die Lampe ein Volltreffer. Wenn es MTE gelingt, „out of the Verpackung“ durchgängig eine einsatzfähige Lampe zu liefern, sind die rund 65 Euro (Stand: September 2010) dafür gut angelegt. Die Testlampe wurde freundlicherweise von MTE zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen finden sich auf der Herstellerseite http://www.mte-led.com.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

MTE M3-2I 010
MTE M3-2I

 

MTE M3-2I 011
MTE SSC P7

 

MTE M3-2I 012
Olight M30

 

MTE M3-2I 013
Solarforce L2 SST-50

 

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