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26. September 2010

EagleTac T20C2 MarkII

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 06:23

EagleTac T20C2 MarkII 001
Mit der EagleTac T20C2 MarkII schaut heute der „große Bruder“ der P20A2 MarkII im Taschenlampen-Tests.de-Testlabor vorbei.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Plastik/Pappverpackung sind neben der Lampe mit montiertem Trageclip und montiertem Combat-Ring ein Diffuser, ein Holster, ein Lanyard, ein Batterierohr für den Betrieb mit zwei CR123-Batterien, ein nachleuchtendes Ersatz-Tailcap-Gummi, Ersatz-O-Ringe, eine Bedienungsanleitung (englisch) und eine Garantiekarte enthalten.

EagleTac T20C2 MarkII 002
Lieferumfang der T20C2 MarkII. Das Bild ist leicht geschummelt. Da die Testlampe ohne jegliches Zubehör geliefert wurde, wurden die entsprechenden Verpackungsinhalte von der P20A2 MarkII fotografiert. Das abgebildete Batterierohr stammt von der Olight M30.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 147 mm
Reflektoröffnung: 25 mm
Durchmesser Kopf: 33,5 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 114 g
Gewicht mit Akku: 160 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Der Trageclip ist abnehmbar; der vormontierte und ebenfalls abnehmbare Combat-Ring besteht aus Gummi. Die Lampe wurde komplett durchanodisiert, durch leichtes Drehen der Tailcap gegen den Uhrzeigersinn kann die Lampe somit gegen versehentliches Einschalten gesichert werden.

EagleTac T20C2 MarkII 003
Ungewöhnlich: Der Combat-Ring wurde aus Gummi gefertigt.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Als Stromversorger kommen wahlweise ein 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien zum Einsatz. In der hellsten Leuchtstufe gibt EagleTac die Lampe mit 300 OTF-Lumen bei einer Laufzeit von 1,7 Stunden an, medium ist mit 60 Lumen für 13 Stunden, low mit 5 Lumen für mehr als 100 Stunden angegeben. Beim Test wurde die T20C2 in der hellsten Stufe betrieben; als Stromquelle diente ein 18650-Akku mit einer Kapazität von 2.400mAh
Praxistest Laufzeitmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter 8.000 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 7.500 Lux
nach 20 Minuten: 7.200 Lux
nach 30 Minuten: 7.000 Lux
nach 40 Minuten: 6.800 Lux
nach 50 Minuten: 6.600 Lux
nach 60 Minuten: 6.400 Lux
nach 70 Minuten: 6.200 Lux
nach 80 Minuten: 6.100 Lux
nach 90 Minuten: 6.000 Lux
nach 100 Minuten: 5.900 Lux
nach 110 Minuten: 5.800 Lux
nach 120 Minuten: 5.800 Lux
Der Akku wurde nach Entnahme noch mit 3,6 Volt gemessen und liefert, wenn es darauf ankommt, noch für längere Zeit ausreichend Licht, um den Weg gut und hell auszuleuchten.
Fazit: Die Laufzeit der EagleTac T20C2 lässt keine Wünsche offen, allerdings geht diese zu Lasten der Regelung, die sicherlich besser sein könnte. Nach 20 Minuten hat die Lampe zehn, nach einer Stunde 20 Prozent ihrer Maximalhelligkeit verloren. Der anschließende Verlust an Helligkeit ist mit dem Auge nicht wahrnehmbar, lediglich messbar. Beim Test wurde die Lampe zwar warm, im „Live-Betrieb“ reichen allerdings die Umgebungsluft beim Laufen und die Kühlung durch den Blutkreislauf bereits für eine angemessene Kühlung aus.

Leuchteinheit:
Als Leuchtmittel kommt eine Cree 7090 XP-G-R5-LED zum Einsatz. Der Reflektor ist ein OP, die Frontlinse besteht aus Glas.

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XP-G-R5-LED und OP-Reflektor. Die Leuchteinheit ist wechselbar.

 

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Die Linse ist durch den Bezelring gut geschützt.

 

EagleTac T20C2 MarkII 006
Gefederter Kontakt zum Pluspol des Akkus.


Bedienung:
Ein leichter Druck auf den Forward-Clicky gibt Momentlicht, bei stärkerem Druck rastet der Clicky mit Dauerlicht ein. Morsen ist mit der Lampe möglich. Der Schalter ist gut zu erreichen und hat einen weichen, leicht schwammigen Druckpunkt. Bei festgedrehtem Lampenkopf startet die Lampe im High-Modus, bei gelöstem Lampenkopf im Medium-Modus, von EagleTac „General“ genannt. Dreht man den Lampenkopf fest und anschließend wieder los, wird der Low-Modus angewählt. Wenn man den Lampenkopf innerhalb von einer Sekunde abermals anzieht und wieder löst, werden nacheinander Strobe, Beacon und SOS aktiviert. Wartet man länger als eine Sekunde und löst den Lampenkopf, gelangt man wieder in den „General-Mode“. Zusätzlich verfügt die T20C2 über einen „Tactical Strobe“, der wie folgt aktiviert wird: Die Lampe muss 15 mal innerhalb von zehn Sekunden ein- und ausgeschaltet werden. Anschließend startet die Lampe bei zweimaligem Druck auf den Schalter im Strobe-Modus. Deaktiviert wird diese Funktion auf die gleiche Weise.

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Der Clicky für Moment- und Dauerlicht.

 

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Innenansicht.


Beam:
Der Hotspot setzt sich auf kurze Entfernungen deutlich vom Sidespill ab. Auch auf weitere Entfernungen bleibt der Hotspot definiert, ohne aufdringlich zu wirken. Mit dieser Leuchtcharakteristik ist die Lampe sowohl für die Wegausleuchtung als auch als leichter Thrower einsetzbar.

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„White-wall-beamshot“ der T20C2.


Resümee:
Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär’…wär‘ die EagleTac T20C2 MarkII eine nahezu perfekte Mittelklasse-Preis-Lampe. Qualität, Verarbeitung und Lichtbild sind ausgezeichnet, was man von der Regelung nicht behaupten kann. Die Lampe wird zwar langsam, aber kontinuierlich dunkler. Auch wenn das im Praxisbetrieb eher weniger ins Gewicht fällt, da man die Lampe kaum solange am Stück auf high betreibt und auch die mittlere Stufe schon ein für die meisten Situationen ausreichend helles Licht bietet, ist das nicht optimal für eine Lampe dieser Preisklasse (80 Euro, Stand: September 2010). Der Vorteil aus dem Nachteil ist die lange Laufzeit, denn auch nach zwei Stunden Dauerbetrieb auf high liefert die Lampe immer noch ein gutes helles Lauflicht. Das Gesamtpaket geht somit in Ordnung. Mit der EagleTac T20C2 MarkII bekommt man eine Lampe, an der man, auch aufgrund der Möglichkeit, die Leuchteinheit zu wechseln, lange viel Freude haben kann. Die Lampe wurde freundlicherweise von EagleTac zur Verfügung gestellt. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.eagletac.com. Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

EagleTac T20C2 MarkII 010
Größenvergleich. Von oben nach unten: Fenix TK11, EagleTac T20C2 MarkII, EagleTac P20A2 MarkII.


Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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EagleTac T20C2 MarkII

 

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EagleTac P20A2 MarkII

 

EagleTac T20C2 MarkII 013
Surefire 6P XP-G-R5-Drop-in

 

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