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4. November 2010

Lupine Piko X

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Lupine Piko X 001
Mit der Piko X wird heute eine der „dunkleren“ Lampen von Lupine vorgestellt.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Transporttasche sind neben der Lampe mit Stirn- und Überkopfband ein Akkupack mit Akkutasche, ein Ladegerät, ein Verlängerungskabel für den Transport des Akkupacks am Gürtel und zwei Steckdosen-Adapter (England, USA) enthalten.

Lupine Piko X 002
Lieferumfang der Piko X. Das Verlängerungskabel für den Akkupack war beim Testmodell nicht enthalten.


Beschreibung der Lampe:
Gewicht Lampenkopf mit Stirnband: 89 g
Gewicht mit Akku: 219 g
wasserdicht: ja
Besonderheiten: Die Lampe verfügt über eine elektronische Kapazitätsanzeige, Kapazitätswarnung und eine Restlicht-Funktion für wenige Minuten, wenn sich die Akkukapazität dem Ende zuneigt. Die Neigung des Lampenkopfs erfolgt stufenlos. Das Akkupack kann sowohl am Stirnband als auch alternativ am Gürtel befestigt werden. Mit wenigen Handgriffen ist auch die Lampen- und Akkupack- Montage an diversen Fahrradhelmen möglich. Das Akkupack kann am Rahmen befestigt werden, für die Rahmenmontage des Lampenkopfs ist eine separate Halterung erhältlich.

Lupine Piko X 003
Das Akkupack kann wahlweise am Stirnband/Überkopfband, Gürtel oder Fahrradrahmen befestigt werden.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Piko X mit zwei 18650-Akkus, die zu einem Akkupack zusammengefügt sind und mit einem separaten Ladegerät geladen werden. In der hellsten Leuchtstufe liefert die Lampe den Herstellerangaben zufolge 550 Lumen. Der Test erfolgte in dieser Leuchtstufe.
Praxistest Laufzeitmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter einen Wert von 5.400 Lux. Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 5.200 Lux
nach 30 Minuten: 5.200 Lux
nach 45 Minuten: 5.200 Lux
nach 60 Minuten: 5.200 Lux
nach 75 Minuten: 5.200 Lux
nach 90 Minuten: 5.200 Lux
nach 105 Minuten: 5.200 Lux
nach 120 Minuten: 5.100 Lux
Nach 133 Minuten blinkte die Lampe kurz auf, und der Wert fiel auf 4.900 Lux. Vier Minuten später wechselte die Lampe zwischen hellem und dunklem Blinken. Durch Betätigen des Schalters wird die „Restlicht-Funktion“ aktiviert, wobei die Lampe in einen dunkleren Modus wechselt. Nach sieben Minuten schaltete die Lampe ab. Während der gesamten Laufzeit hatte der Ventilator auf höchster Stufe richtig zu ackern, um die Lampe zu kühlen, was angesichts der Tatsache, dass die entstehende Abwärme der LEDs allein über den kleinen Lampenkopf nicht abgführt werden kann, allerdings nicht verwundert. Ohne jegliche Kühlung wird die Piko X extrem warm und schaltet zum Schutz vor Überhitzung nach einigen Minuten selbstständig in eine dunklere Leuchtstufe.
Fazit: Besser geregelt kann eine Lampe kaum sein. Lediglich kurz nach dem Einschalten büßt die Piko X einen Bruchteil ihrer maximalen Helligkeit ein, was zwar am Luxmeter messbar, aber nicht fürs Auge sichtbar ist. Einer Überhitzung wird durch eine eingebaute Schutzschaltung vorgebeugt.

Lupine Piko X 004
Zwei 18650-Akkus, die als Akkupack zusammengefasst sind, sorgen für den nötigen Strom.

 

Lupine Piko X 005
Auch bei den Details wurde nicht geschlampt: So müssen Lötstellen aussehen.


Leuchteinheit:
Hinter einer Glaslinse sitzen zwei 4-Watt-LEDs in zwei SMO-Reflektoren. Über den verwendeten LED-Typ macht Lupine keine Angaben. EDIT: Es handelt sich um die Cree XP-G R5.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Piko X mit einem Schalter oben am Lampenkopf. Der Schalter hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt und wirkt gut verarbeitet. Die Lampe startet beim Einschalten im hellsten Modus, der von Lupine mit 550 Lumen für 150 Minuten angegeben wird. Beim nächsten Druck auf den Schalter wird die erste Dimmstufe mit angegebenen 230 Lumen für 7 Stunden, bei einem erneuten Druck die zweite Dimmstufe mit 50 Lumen für 50 Stunden angewählt. Gedrückthalten des Schalters schaltet die Lampe aus. Wahlweise kann eine Umprogrammierung auf 2-Stufen-Betrieb (550 und 50 Lumen) und 2-Stufen-Betrieb plus Blinken erfolgen. Die Programmierung ist denkbar einfach: Schalter gedrückt halten bis zum ersten Blinken, dann loslassen = 2-Stufen-Betrieb; Schalter gedrückt halten bis zum zweiten Blinken, dann loslassen = 3-Stufen-Betrieb; Schalter gedrückt halten bis zum dritten Blinken, dann loslassen = 2-Stufen-Betrieb plus Blinken.

Lupine Piko X 006
Die Neigung des Lampenkopfs erfolgt stufenlos. Auch hier ist die Verarbeitung hochwertig und garantiert eine lange Lebensdauer.


Beam:
Bedingt durch die zwei LEDs mit Doppelreflektor erzeugt die Lampe einen großen Hotspot, der ohne Ringe in den Spill übergeht. Lediglich am Rand des Lichtkegels sind einige Ringe zu sehen, die im Praxisbetrieb nicht weiter stören.

Lupine Piko X 007
„White-wall-beamshot“ der Piko X.


Resümee:
Auch die kleinste Lampe von Lupine macht schon beachtlich viel Licht. Die Verarbeitung ist auf hohem Niveau angesiedelt, und mit einem Gewicht von 89 Gramm ist die Lampe auch über längere Zeit bequem am Kopf zu tragen, ohne dass das Gewicht störend wirkt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man das 130 Gramm schwere Akkupack am Gürtel befestigt oder in eine Jacken- oder Hosentasche steckt. Ohne Kühlung wird die Lampe schnell heiß und schaltet zum Schutz der LEDs vor Überhitzung in die nächst niedrigere Stufe. Die Zielgruppe sind professionelle Anwender, Biker oder auch ambitionierte Geocacher, die eine Stirnlampe als Hauptlampe nutzen. In diesem Fall reicht bereits die erste Dimmstufe für die meisten Situationen völlig aus. 280 Euro (Stand: November 2010) sind sicherlich ein stolzer Preis, für den man allerdings eine rundum gelungene Stirnlampe bekommt. Zur Verfügung wurde die Lampe freundlicherweise von Lupine; weitere Infos finden sich im Netz unter www.lupine.de.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: die derzeit hellste Stirnlampe von Fenix, die HP20, mit angegebenen 230 Lumen.

Lupine Piko X 008
Lupine Piko X

Lupine Piko X 009
Fenix HP20

 

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