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12. November 2010

Wolf-Eyes Krait

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Mit der Krait bietet Wolf-Eyes eine handliche fokussierbare Lampe, die mit zwei AA-Zellen betrieben wird.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton wird die Lampe mit zwei Batterien zum Betrieb und einem Lanyard ausgeliefert.

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Lieferumfang der Krait.


Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 154 mm
Länge fokussiert: 163 mm
Reflektoröffnung: 23 mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 30 mm
Durchmesser Tail: 22 mm
Gewicht: 90 g
Gewicht mit Akkus: 142 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja, allerdings nur mit montiertem Clip zur Lanyardbefestigung.
Löcher für Lanyard: Das Lanyard kann an dem mitgelieferten und vormontierten Clip befestigt werden.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Durch stufenloses Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs kann der Lichtkegel von Streu- auf Punktlicht verändert werden.

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Das Lanyard kann am vormontierten Ring befestigt werden. Wer lieber ohne Lanyard unterwegs ist, kann den Ring nach dem Entfernen der Tailcap auch abnehmen. Allerdings hat die Lampe ohne Ring keinen Rollschutz mehr.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Angetrieben wird die Krait von zwei AA-Zellen in einem Spannungsbereich von 0,8 bis 4,2 Volt. Laut Hersteller liefert die Lampe in der hellsten Einstellung 220 Lumen für 70 Minuten. Zum Test trat sie mit zwei LSD-Akkus (Eneloop, 2000mAh) komplett fokussiert in der hellsten Einstellung an.
Praxistest Laufzeitmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten betrug der gemessene Wert 11.200 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 10.800 Lux
nach 20 Minuten: 10.700 Lux
nach 30 Minuten: 10.700 Lux
nach 40 Minuten: 10.700 Lux
nach 50 Minuten: 10.700 Lux
nach 60 Minuten: 10.500 Lux
Innerhalb der nächsten Minuten fiel der Wert kontinuierlich. Nach 65 Minuten lag er bei 2.200 Lux, Tendenz: weiter fallend. Nach 70 Minuten und gemessenen 800 Lux wurde der Test beendet. Die Akkus wurden unmittelbar nach Entnahme noch mit 0,86 Volt gemessen, es ist also an der Zeit, sie schleunigst zu wechseln; besser bereits dann, wenn das Licht sichtbar dunkler wird. Während des Tests wurde die Lampe prophylaktisch durch einen Ventilator gekühlt. Allzu warm wird sie allerdings selbst ohne Kühlung nicht; in der Praxis reichen bereits „Blutkühlung“ und die Zugluft beim Laufen für eine ausreichende Kühlung. Bei komplett defokussierter Lampe wurden beim Einschalten 700 Lux gemessen.
Fazit: Die Regelung funktioniert über fast die gesamte Laufzeit hervorragend. Da man die Lampe im Praxisbetrieb nicht kontinuierlich in der hellsten Stufe benutzen dürfte, ist eine Nachtwanderung mit einem Satz Akkus problemlos möglich.

Leuchteinheit:
Hinter einer asphärischen Plastiklinse sitzt eine Cree XR-E-R2-LED in einem Aluminium-Reflektor.

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Die LED sitzt zentriert…

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…und versenkt im Reflektor.


Bedienung:
Ein Reverse-Clicky schaltet die Lampe ein. Der Clicky hat einen mittelharten Druckpunkt und ist gut zu erreichen. Morsen und Momentlicht sind mit der Lampe nicht möglich. Durch Antippen des Clickys werden die verschiedenen Leuchtstufen in der Reihenfolge high-medium-low-Turbo-Blinken durchgeschaltet. Die Lampe verfügt über eine Memory-Funktion und startet immer auf high (werksseitig angegeben mit 150 Lumen). Durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs kann die Lampe fokussiert werden.

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Der Clicky von außen.

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Der Clicky von innen.

 

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Durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs wird die Krait fokussiert.


Beam:
In allen Einstellungen sind die für fokussierbare Lampen typischen Ringe im Beam zu sehen. Komplett fokussiert ist das Abbild der LED sichtbar.

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Die Wolf-Eyes Krait in halbfokussierter Einstellung. Die „Donuts“ im Lichtbild sind ein typisches Merkmal für fokussierbare Lampen.


Resümee:
Die Wolf-Eyes Krait ist eine insgesamt solide verarbeitete Lampe mit stufenloser Fokussierung, die jedoch in allen Einstellungen durch zahlreiche Ringe im Lichtbild erkauft wird. Für Lampen-Ästheten ist die Lampe sicher nichts. Wer hingegen auf ein sauberes Lichtbild nicht sonderlich viel Wert legt und eine Lampe sucht, die sowohl für den Nahbereich als auch für die Ferne geeignet ist, findet mit der Wolf-Eyes Krait einen zuverlässigen Partner, wobei die verbaute LED nicht mehr wirklich zeitgemäß ist. Die primäre Zielgruppe dürften Geocacher sein, die nur mit einer einzigen Lampe unterwegs sind. Aber auch beim Gassi-Gehen mit dem Hund dürfte die Krait aufgrund ihres geringen Gewichts und der nahezu konstanten Regelung sicherlich Freunde finden. Der Preis von 59 Euro (Stand: November 2010) geht in Ordnung. Weitere Informationen finden sich auf der Herstellerseite www.wolf-eyes.com.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Als Vergleichslampen: Die LED Lenser P7 aus der Fraktion der fokussierbaren Lampen und die Eagle Tac P20A2 mit festem Fokus, die wie die Krait ebenfalls mit 2 AA-Zellen betrieben wird.

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Wolf-Eyes Krait defokussiert

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Wolf-Eyes Krait fokussiert

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LED Lenser P7 defokussiert

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LED Lenser P7 fokussiert

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Eagle Tac P20 A2

 

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