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14. November 2010

Ledwave XP-55

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Ledwave XP-55 001
Die XP-55 von Ledwave ist eine solide, handliche Lampe, die durch die Verwendung eines P-60-Drop-ins auch längerfristig „Up-to-date“ sein wird.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Kunststoffverpackung sind die Lampe, zwei Batterien zum Betrieb, eine Bedienungsanleitung in vier Sprachen (Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch) und eine Karte mit Warnhinweisen, was man mit der Lampe besser nicht machen sollte, enthalten.

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Lieferumfang der XP-55.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 134 mm
Reflektoröffnung: 24 mm
Durchmesser Kopf: 32,5 mm
Durchmesser Tail: 24 mm
Gewicht: 88 g
Gewicht mit Batterien: 120 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja, mit montiertem Trageclip.
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Als Leuchteinheit kommt ein P-60-Modul zum Einsatz, das nach Aufschrauben des Lampenkopfs gewechselt oder gegen ein anderes Modul ausgetauscht werden kann.

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Die Leuchteinheit besteht aus einem P-60-Drop-in.

 

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Lampenkopf und -gehäuse.

 

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Obwohl die Materialstärke am Gewinde zur Tailcap relativ gering ist, macht die Lampe einen soliden und robusten Eindruck.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die XP-55 mit zwei CR123-Batterien. Alternativ ist auch der Betrieb mit zwei RCR123-Akkus mit jeweils 3 Volt und einem 17670-Akku (allerdings mit geringerer Lichtausbeute) möglich. Die Lampe verfügt über eine Leuchtstufe, die vom Hersteller mit 154 Lumen bei einer Laufzeit von 120 Minuten (60 Minuten bei voller Leistung) angegeben ist. Zum Test trat die XP-55 mit zwei CR123-Batterien an. Zur Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Laufzeitmessung:
Beim Einschalten wurden 8.200 Lux gemessen. Innerhalb von drei Minuten sank der Wert auf 6.900 Lux und in den nächsten Minuten weiter bis auf 6.400 Lux. Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 6.400 Lux
nach 30 Minuten: 6.400 Lux
nach 45 Minuten: 6.400 Lux
nach 60 Minuten: 6.400 Lux
nach 75 Minuten: 6.200 Lux
nach 90 Minuten: 5.800 Lux
nach 105 Minuten: 4.800 Lux
nach 120 Minuten: 3.000 Lux
Anschließend sank der Wert kontinuierlich weiter. Nach drei Stunden wurden noch 800 Lux gemessen, mit weiter fallender Tendenz.
Da die deutliche Helligkeitseinbuße zu Beginn der Laufzeit auf ein Wärmeproblem hindeutete, wurde ein zweiter Test durchgeführt, bei dem das Drop-in zur besseren Wärmeableitung ans Gehäuse zusätzlich mit Alufolie umwickelt wurde. Bei diesem Referenztest sank der Wert innerhalb der ersten drei Minuten nicht um 1.300, sondern lediglich um 1.000 Lux. Nach 15 Minuten wurden statt der zuvor gemessenen 6.400 Lux diesmal 7.000 Lux gemessen.
Fazit: Im Auslieferungszustand hat die Lampe zu Beginn der Laufzeit ein Wärmeproblem. Grund dafür ist die geringe Kontaktfläche der Feder, die den Minus-Kontakt herstellt, zum Lampengehäuse. Anschließend ist die Regelung für die vom Hersteller angegebenen 60 Minuten absolut konstant. Danach liefert die Lampe noch über mehrere Stunden dunkler werdendes Restlicht. Wenn der zur Kühlung zugeschaltete Ventilator ausgeschaltet wurde, war eine zunehmende Wärmeentwicklung feststellbar. In der Praxis allerdings genügen der Blutkreislauf und die Zugluft beim Laufen, um die Lampe ausreichend zu kühlen.

Leuchteinheit:
Für Licht sorgt eine Cree XR-E-LED, vermutlich mit Q5- oder R2-Helligkeitsbin. Diesbezüglich macht Ledwave keine Angaben. Die Linse ist aus gehärtetem Glas, als Reflektor kommt ein OP aus Aluminium zum Einsatz.

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Als LED wurde eine Cree 7090 XR-E verbaut.


Bedienung:
Ein taktischer Forward-Clicky, mit dem Momentlicht und Morsen möglich sind, schaltet die Lampe ein. Der Clicky hat einen mittelharten Druckpunkt und ist gut zu erreichen. Durch Antippen und Halten des Clickys gibt die Lampe Momentlicht, beim Durchdrücken Dauerlicht.

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Der Clicky macht einen soliden Eindruck wie überhaupt die gesamte Tailcap.

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Innenansicht des Clickys.


Beam:
Der Hotspot setzt sich ohne Ringe klar und definiert vom Sidespill ab. Auch auf die Entfernung hat das Lichtbild dadurch einen eher throwlastigen Charakter.

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„White-wall-beamshot“ der XP-55.


Resümee:
Die XP-55 ist eine hochwertig verarbeitete Lampe, die eine lange Lebensdauer verspricht. Jedoch könnte die Regelung zu Beginn der Laufzeit besser sein, was der geringen Kontaktfläche Feder/Lampengehäuse geschuldet ist. Eine Verbesserung der Wärmeableitung ist durch die Verwendung von Alufolie o.Ä. möglich. Durch die Tatsache, dass die Lampe lediglich über eine Leuchtstufe verfügt, dürfte der Einsatzbereich vorwiegend bei taktischen Anwendungen liegen. Aber auch Flashaholics werden an der Lampe sicherlich ihre Freude haben. Eine Erweiterung des Einsatzbereichs ist durch den Wechsel der Leuchteinheit möglich, da alle handelsüblichen P-60-Drop-ins passen. Auf diese Weise kann die XP-55 nach persönlicher Vorliebe „individualisiert“ werden. Durch die gute Gesamtverarbeitung passt das Ledwave-Motto „A law enforcement designed flashlight that will never let you down“ wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge, und das bei geringem Gewicht und handlichen Abmessungen. Allerdings lässt sich Ledwave die Qualität auch einiges kosten: Mit einem Verkaufspreis zwischen 92 und 129 Euro (Stand: November 2010) liegt die XP-55 am oberen Ende der Skala für eine Lampe dieser Größe. Die Lampe wurde freundlicherweise von der Outdoor Marketing International GmbH www.outdoor-mi.com zur Verfügung gestellt. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.led-and-xenon.com bzw. www.ledwave.eu.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Die Fenix TK11 R2, die vom Hersteller mit 240 Lumen angegeben ist.

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Ledwave XP-55

Ledwave XP-55 011
Fenix TK11 R2

 

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