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5. Dezember 2010

Lupine Wilma X

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Lupine Wilma X 001
Power satt – mit der Wilma X bietet Lupine eine Stirnlampe, mit der man nie unterbelichtet sein dürfte.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Transporttasche wird die Lampe mit Stirn- und Überkopfband, Akkupack, Ladegerät, Verlängerungskabel, Aluhalter und einer deutschsprachigen Bedienungsanleitung ausgeliefert.

Lupine Wilma X 002
Wilma kommt mit viel Zubehör.

 

Lupine Wilma X 003
Wilmas Zuhause von außen.


Beschreibung der Lampe:
Durchmesser Kopf: 49 mm
Gewicht: 192 g
Gewicht mit Akku: 427 g
wasserdicht: Originalzitat Lupine: „Alle Komponenten der Wilma sind wasserfest und können selbstverständlich auch unter den widrigsten Umständen eingesetzt werden. Dieser Scheinwerfer ist jedoch keine Tauchlampe und für die Benutzung unter Wasser nicht geeignet.“ Einem Regenguss oder einer Pfütze sollte die Wilma X also problemlos trotzen.
Besonderheiten: Das Akkupack kann alternativ am Gürtel oder am Fahrradrahmen befestigt werden. Für den Lampenkopf selbst ist eine separate Halterung für die Montage an einem Fahrradhelm erhältlich. Genial gelöst ist die Verstellmöglichkeit des Neigungswinkels: Der Lampenkopf verfügt über eine Aussparung, die in ein rundes Gegenstück an der Halterung passt. Die Verbindung erfolgt über ein dickes Gummiband, das an Kopf und Halter befestigt wird. Der Lampenkopf sitzt dadurch stramm in der Halterung und kann stufenlos in der Neigung verstellt werden. Sollte das Gummiband irgendwann ausleiern, kann es mit einem Handgriff ersetzt werden.

Lupine Wilma X 004
Die Akkupack-Tasche bietet viele Befestigungsoptionen.

 

Lupine Wilma X 005
Die Verstellmöglichkeit des Neigungswinkels wurde pfiffig gelöst.

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Die Aussparung am Lampenkopf…

Lupine Wilma X 007
…und das Gegenstück am Halter.

Lupine Wilma X 008
Die Verbindung erfolgt über ein strapazierfähiges Gummi. Der Neigungswinkel lässt sich dadurch stufenlos verstellen, wobei der Lampenkopf so straff sitzt, dass ein ungewolltes Verstellen ausgeschlossen ist.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein eigenes 5Ah-Akkupack, das mit dem mitgelieferten Lader geladen wird, versorgt die Wilma mit Strom. Angegeben ist die Lampe im hellsten Modus mit 1.100 Lumen bei einer Laufzeit von drei Stunden. Je nach Programmierung stehen mehrere, von Lupine als „Dimmstufen“ bezeichnete, Helligkeitsstufen zur Verfügung, die mit 100, 210, 440 und 650 Lumen angegeben sind. Zum Test trat die Lampe mit maximaler Power an. Zur Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Laufzeitmessung:
Direkt nach dem Einschalten zeigte das Luxmeter einen Wert von 7.200. Innerhalb der ersten zwei Minuten fiel der Wert auf 7.000 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 30 Minuten: 7.000 Lux
nach 60 Minuten: 7.000 Lux
nach 90 Minuten: 7.000 Lux
nach 120 Minuten: 7.000 Lux
nach 150 Minuten: 7.000 Lux
nach 180 Minuten: 7.000 Lux
nach 210 Minuten: 7.000 Lux
nach 240 Minuten: 7.000 Lux
nach 270 Minuten: 6.800 Lux
Zehn Minuten später begann die Lampe kurz zu blinken. Weitere zehn Minuten später schaltete die Lampe nach mehreren Blinkintervallen ab. Durch Doppelklicken das Schalters wurde die Restlicht-Funktion aktiviert. Bei anfänglichen 3.000 Lux, die bis auf 2.000 Lux fielen, lieferte die Lampe noch für neun Minuten Licht, bevor sie endgültig abschaltete.
Der zugeschaltete Ventilator hatte richtig zu ackern, um die Wärmeentwicklung der Lampe in Schach zu halten. Was allerdings bei derart viel Leistung, die mangels Lampengehäuse nicht abgeführt werden kann, nicht verwundert. Hiezu sei abermals ein Herstellerzitat bemüht: „Unsere Wilma ist keine Taschenlampe. Das Gehäuse kann heiß werden, achten Sie deshalb immer auf ausreichenden Abstand zu brennbaren Materialien. Der ruhende Betrieb (also ohne Kühlung durch z.B. Fahrtwind) ist jederzeit möglich, er schadet dem Scheinwerfer nicht. Achtung! Beim Betrieb im Stillstand wird das Licht nach einigen Minuten gedrosselt. Die ist normal und reduziert die Temperatur der Lampe. Der dauerhafte Betrieb mit 17 W ist nur bei Luftbewegung möglich.“
Fazit: Unter optimalen Bedingungen, sprich bei ausreichender Kühlung, ist die Lampe, von einem minimalen „Einknicken“ unmittelbar nach dem Einschalten abgesehen, über die gesamte Laufzeit perfekt geregelt. Optimale Bedingungen sind beim Einsatz als Fahrradlampe auf jeden Fall gegeben, aber auch beim Laufen reicht die Luft, die die Lampe umströmt, je nach Außentemperatur, zur Kühlung aus. Erstaunlich beim Test war die lange Laufzeit von viereinhalb Stunden statt der herstellerseitig angegebenen drei. Das Ergebnis wurde durch eine Wiederholung des Tests bestätigt.

Lupine Wilma X 009
Ein Akkupack versorgt die Wilma X mit Strom.

 

Lupine Wilma X 010
Die Anschlüsse wurden sauber verlötet.

 

Lupine Wilma X 011
Das Ladezubehör.


Leuchteinheit:
Vier Cree 7090 XP-G-R5-LEDs in vier separaten Reflektoren, die hinter einer Glaslinse sitzen, sorgen für Licht.

Lupine Wilma X 012
Die Lichtquellen von Wilma.


Bedienung:
Auf Touren gebracht wird Wilma mit einem Schalter oben an Lampenkopf. Der Schalter hat einen mittelharten Druckpunkt und macht einen hochwertigen Eindruck. In der Werkseinstellung startet die Lampe beim ersten Druck mit voller Leistung, ein weiterer Druck aktiviert das „Abblendlicht“, das von Lupine mit 210 Lumen angegeben ist. Drückt man den Schalter länger als zwei Sekunden, schaltet die Lampe ab. Durch verschiedene Kombinationen von Gedrückt-Halten und Loslassen des Schalters kann die Lampe, je nach persönlicher Vorliebe, individualisiert werden. Unter anderem stehen ein Drei-Stufen-Modus, verschiedene Helligkeiten des Abblendlichts, stufenlose Dimmung oder eine SOS-Funktion zur Verfügung. Mehrere verschiedenfarbige LEDs informieren über die Akkukapazität. Neigt diese sich dem Ende zu, blinken abwechselnd eine rote und eine gelbe LED, und die Lampe schaltet nach mehrmaligem Blinken ab. Nach erneutem Anschalten durch Doppelklick steht für wenige Minuten Restlicht zur Verfügung.

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Auch am Schalter wurde nicht gespart. Mehrere LEDs darüber zeigen die Akkukapazität an oder helfen beim Programmieren.


Beam:
Die vier Einzel-LEDs liefern einen großen Hotspot, der ohne Ringe in den Spill übergeht. Auf größere Entfernungen ergibt sich eine homogene, flächige Ausleuchtung eines großen Areals.

Lupine Wilma X 014
Wilma und die weiße Wand.


Resümee:
Die Lupine Wilma X ist eine leistungsfähige Stirnlampe mit einer Power, die die meisten Handlampen alt aussehen lässt. Die Regelung ist über die gesamte Laufzeit absolut konstant, und die Verarbeitung bewegt sich auf höchstem Niveau. Der Preis von 500 Euro (Stand: Dezember 2010) allerdings auch. Erste Zielgruppe dürften Biker und Outdoor-Aktivisten sein, die sich mit nicht weniger als dem Optimum zufrieden geben. Fürs Geocachen oder die Anwendung bei Haus und Hof ist die Wilma dagegen fast schon ein wenig „überdimensioniert.“ Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe zum Test freundlicherweise von Lupine; weitere Infos finden sich im Netz unter www.lupine.de

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Die Fenix TK 45 mit drei Cree XP-G-R5-LEDs, die herstellerseitig mit 760 Lumen angegeben ist, die Ferei BL 09 mit angegebenen 480 Lumen und die LED Lenser X21 in halbfokussierter Einstellung, die 950 Lumen liefern soll.

Lupine Wilma X 015
Lupine Wilma X

Lupine Wilma X 016
Fenix TK45

Lupine Wilma X 017
Ferei BL 09

Lupine Wilma X 018
LED Lenser X21 halbfokussiert

 

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