Taschenlampen-Tests.de






         

6. Januar 2011

MTE C3-907

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 22:35

MTE C3-907 001
MTE bietet mit der C3-907 eine günstige EDC-Lampe, die ganz nebenbei den Titel „Blinkweltmeister“ verdient hätte.


Verpackung/Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe mit Lanyard in einer dünnen Pappschachtel.

MTE C3-907 002
Lieferumfang der C3-907.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 100 mm
Reflektoröffnung: 17,5 mm
Durchmesser Kopf: 22,5 mm
Durchmesser Tail: 22 mm
Gewicht: 45 g
Gewicht mit Akku: 70 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Die Lampe verfügt über insgesamt fünf Blinkmodi, die im regulären UI untergebracht sind. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die Tailcap leicht gelöst werden.

MTE C3-907 003
Lampenkopf, -körper und Endkappe.

 

MTE C3-907 004
Größenvergleich. Links: MTE C3-907; rechts: Fenix LD10.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Für Strom sorgt eine AA-Zelle (Batterie oder Akku). Laut Hersteller soll die C3-907 damit 170 Lumen für drei Stunden liefern. Der Test wurde sowohl mit einer AA-Batterie als auch mit einem AA-Akku (Eneloop, 2.000mAh) durchgeführt. Zu Kühlung wurde jeweils ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Laufzeitmessung mit Batterie:
beim Einschalten: 5.400 Lux
nach 5 Minuten: 4.000 Lux
nach 10 Minuten: 3.500 Lux
nach 15 Minuten: 3.000 Lux
nach 20 Minuten: 2.400 Lux
nach 25 Minuten: 1.800 Lux
nach 30 Minuten: 1.000 Lux
nach 35 Minuten: 500 Lux
nach 40 Minuten: 400 Lux
nach 60 Minuten: 400 Lux
nach 90 Minuten: 400 Lux
nach 105 Minuten: 300 Lux
nach 120 Minuten: 300 Lux
nach 150 Minuten: 200 Lux
nach 180 Minuten: 100 Lux
Nach 270 Minuten und angezeigten 23 Lux hatte ich schlichtweg keinen Bock mehr, zu warten, wann die Lampe denn nun endgültig abschaltet. Ganz davon abgesehen ist es für den praktischen Nutzen ohnehin irrelevant, ob sie noch fünf Minuten, fünf Stunden oder bis zum jüngsten Tag dahinfunzelt.
Praxistest Laufzeitmessung mit Akku:
beim Einschalten: 5.400 Lux
nach 5 Minuten: 4.800 Lux
nach 10 Minuten: 4.700 Lux
nach 15 Minuten: 4.700 Lux
nach 20 Minuten: 4.600 Lux
nach 25 Minuten: 4.600 Lux
nach 30 Minuten: 4.500 Lux
nach 35 Minuten: 4.400 Lux
nach 40 Minuten: 4.200 Lux
nach 45 Minuten: 4.000 Lux
nach 50 Minuten: 3.100 Lux
nach 55 Minuten: 1.100 Lux
nach 60 Minuten: 600 Lux
An dieser Stelle wurde der Akku entnommen und mit 0,87 Volt gemessen. Zur Schonung des Akkus wurde der Test nicht weiter fortgesetzt.
Fazit: Die Regelung der Lampe ist enttäuschend weil nicht vorhanden. Beim Betrieb mit Akku sorgt lediglich der geringere und konstantere Innenwiderstand des Akkus für eine länger gleichbleibende Helligkeit als beim Batteriebetrieb. Ohne Kühlung wird die Lampe im Dauerbetrieb zwar etwas mehr als handwarm; eine Gefahr der Überhitzung der LED jedoch besteht nicht.

Leuchteinheit:
Als Leuchtmittel kommt eine Cree 7090 XR-E-R2-LED zum Einsatz. Ein Reflektor wurde nicht verbaut. Stattdessen verfügt die Lampe über eine Kunststofflinse mit spezieller Form, um das Licht zu bündeln.

MTE C3-907 005
Eine speziell geformte Kunststofflinse sorgt für mehr Reichweite.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Reverse-Clicky, der einen weichen bis mittelharten Druckpunkt hat. Momentlicht und Morsen sind nicht möglich. Die Lampe hat keine Memory-Funktion und startet immer auf high. Beim Testmodell stehen durch Antippen bzw. Durchdrücken des Clickys folgende Leuchtstufen zu Verfügung: 1. High; 2. Strobe; 3. Medium (laut Hersteller 80 Lumen); 4. Low (laut Hersteller 10 Lumen); 5. Signalblitz schnell; 6. Signalblitz langsam; 7. SOS; 8. Strobe mit Unterbrechung. Auf den Markt kam kam die Lampe zunächst lediglich mit einer Leuchtstufe, bevor sie durch die Version mit mehreren Modi abgelöst wurde.

MTE C3-907 006
Der Clicky von innen.


Beam:
Der Hotspot setzt sich deutlich mit einigen Ringen vom Sidespill ab. Auf die Entfernung ist diese Leuchtcharakteristik ebenfalls deutlich ausgeprägt. Die Lampe erzielt für ein Exemplar ihrer Größe eine erstaunliche Reichweite mit wenig seitlichem Streulicht.

MTE C3-907 007
„White-wall-beamshot“ der C3-907.


Resümee:
Die MTE C3-907 ist eine brauchbare EDC-Lampe für kleines Geld, die allerdings sehr speziell ist. Wären die drei Heligkeitsstufen high-mid-low in irgendeiner beliebigen Reihenfolge direkt hintereinander erreichbar, würde das den praktischen Nutzen erhöhen. Warum man allerdings direkt nach high eine Blinkstufe gewählt hat, bleibt ein Rätsel. Abgesehen davon, dass derartig viele unterschiedliche Blinkmodi nicht mal dem Funker auf der Titanic geholfen hätten, nerven sie beim normalen Betrieb nicht weiter, da sie – bis auf die Strobe-Funktion – am Ende des UIs liegen und die Lampe immer auf high startet. Ein Minuspunkt ist die fehlende Regelung. Was beim Betrieb mit Batterie nervig ist, macht sich beim Akkubetrieb zwar weniger bemerkbar, ist aber durchaus auch im niedrigen Preissegment vermeidbar, wie andere Hersteller unter Beweis stellen. Wen das nicht weiter stört, was bei einer EDC bei vielen Nutzern der Fall sein dürfte, bekommt für rund 32 Euro (Stand: Januar 2011) einen blinkfreudigen und zuverlässigen Begleiter. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von MTE. Weitere Informationen bietet die Herstellerseite www.mte-led.com

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Die Fenix LD20 (altes Modell mit Cree XR-E-Q5-LED mit angegebenen 180 Lumen).

MTE C3-907 008
MTE C3-907

MTE C3-907 009
Fenix LD20

 

nach oben



Keine Kommentare

Noch keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Diese Kommentarfunktion ist zurzeit nicht zugelassen.

Powered by WordPress MU.