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22. Januar 2011

Microfire K3500R Warrior III

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Microfire K3500R 001
Mit der K3500R Warrior hat Microfire eine Lampe abgeliefert, die einen normalen Autoscheinwerfer locker verbläst.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton sind die Lampe (Kopf mit Leuchteinheit, Griffstück mit Akkupack) und ein Ladekabel enthalten.

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Lieferumfang der K3500R Warrior III.

 

Microfire K3500R 003
Lampenkopf und Griffstück.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 252 mm
Reflektoröffnung: 65 mm
Durchmesser Kopf: 71 mm
Durchmesser Tail: 46,5 mm
Gewicht: 780 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein
Löcher für Lanyard: ja, im Ende des Griffstücks.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die K3500R ist durch Drehen des Lampenkopfs fokussierbar. Im Gegensatz zum „alten“ Akkupack (K3HB233), das zum Laden in eine Ladestation gestellt wurde, wird das aktuelle K3N-Akkupack mittels Netzstecker aufgeladen. Der Schalter muss zum Laden auch nicht mehr in „On“-Position geschaltet sein. Über den Ladezustand bzw. die Akkukapazität während des Betriebs informieren zwei kleine Dioden im Griffstück.

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Der neue K3N-Akku.

 

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Das Ladegerät pumpt den Akku in vier bis fünf Stunden voll.

 

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Die Ladestation ist passé. Die K3500R hängt nun direkt am Kabel.

 

Microfire K3500R 007
Mehrere Dioden zeigen den Ladestand sowie die Restkapazität des Akkupacks an – wobei die Möglichkeit, die Restkapazität während des laufenden Betriebs anzuzeigen, eher theoretischer Natur ist, da die Lampe dafür auseinandergeschraubt werden muss.

 

Microfire K3500R 008
Größenvergleich. Von links: Led Lenser X21, Microfire K3500R Warrior III, Fenix TK45, Fenix LD20.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein separater Akku mit einer Kapazität von 3.000mAh, der ins Griffstück integriert ist, sorgt für die nötige Power. Laut Hersteller liefert die K3500R einen Lichtstrom von 3500 Lumen für 55 Minuten. Beim Test wurde zur Kühlung ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Laufzeitmessung:
Nach etwa 1 Minute und 20 Sekunden war die Lampe komplett hochgefahren und hatte ihre maximale Leistung erreicht. Gemessen wurden 125.000 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 125.000 Lux
nach 20 Minuten: 102.000 Lux
nach 30 Minuten: 108.000 Lux
nach 40 Minuten: 107.000 Lux
nach 50 Minuten: 96.000 Lux
Nach 59 Minuten und gemessenen 50.000 Lux schaltete die Lampe ab.
Zur Erklärung: Da die Luxwerte bei einer HID ständig schwanken, wurde der jeweils höchste Wert zugrunde gelegt, der im Zehn-Minuten-Messturnus innerhalb einer Minute erreicht wurde. Ohne Kühlung wird die Lampe ordentlich heiß, was für eine HID allerdings völlig normal ist.

Leuchteinheit:
Hinter einer Glaslinse sitzt ein 35-Watt-Brenner in einem leicht texturierten Reflektor.

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Die Leuchteinheit der K3500R.

 

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Bezel und Reflektor.

 

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Der 35-Watt-Brenner.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Mikroschalter, der am Ende des Griffstücks sitzt und einen weichen Druckpunkt hat. Morsen und Momentlicht sind mit der Lampe möglich; gehen jedoch zu Lasten der Lebensdauer des Leuchtmittels, die mit 3.000 Stunden angegeben ist. Laut Hersteller soll die Lampe vor dem Ausschalten mindestens vier Minuten am Stück eingeschaltet bleiben und vor dem nächsten Einschalten ebenfalls mindestens vier Minuten aus bleiben, damit die maximale Lebensdauer auch erreicht wird. In der Praxis reichen jedoch bereits anderthalb bis zwei Minuten, ohne dass die Lebensdauer des Brenners drastisch verkürzt wird. Durch Drehen des Lampenkopfs ist die Lampe in einem Bereich zwischen 15 und 24 Grad fokussierbar. Auch wenn dieser Bereich relativ klein ist – wenn weit entfernte Objekte angeleuchtet werden, machen sich diese neun Grad Unterschied deutlich bemerkbar.

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Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe mit einem Mikroschalter.

 

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Durch Drehen des Lampenkopfs ist der Beam fokussierbar.

 

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Dazu muss die Lampe festgehalten und der Lampenkopf gedreht werden.


Beam:
Auf kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot mit einigen Ringen deutlich vom Sidespill ab. Auch auf größere Entfernungen bleibt der Hotspot deutlich vom Sidespill getrennt. Dabei liefert die K3500R durch ihre Leistung dennoch jede Menge Streulicht.

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„White-wall-beamshot“ der K3500R.


Resümee:
Die Microfire K3500R fängt da an, wo LED-Lampen aufhören. Wer damit leben kann, dass die Lampe nicht „mal eben“ ein- und ausgeschaltet werden kann (obwohl auch das möglich ist, langfristig aber die Lebensdauer des Brenners verkürzt), bekommt eine in allen Punkten solide verarbeitete HID-Lampe mit immer noch handlichen Abmessungen. Der Preis von rund 430 Euro (Stand: Januar 2011) erscheint auf den ersten Blick zwar nicht gerade günstig, geht aufgrund der Leistung und Gesamtverarbeitung der Lampe aber durchaus in Ordnung, zumal man für eine leistungsstarke HID-Lampe generell etwas tiefer in die Tasche greifen muss. Weitere Informationen finden sich auf der Herstellerseite www.microfire.cn bzw. beim deutschen Vertrieb www.microfire.de

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1 Sekunde bei Blende 5,6 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: ein paar „Klassiker“ und derzeit aktuelle Lampen, (in Klammern die jeweils herstellerseitig angegebene Lumenzahl).

Microfire K3500R 016
Fenix TK11 R2 (240 Lumen)

 

Microfire K3500R 017
Lumintop TD-15 (420 Lumen)

 

Microfire K3500R 018
Fenix TK45 (760 Lumen)

 

Microfire K3500R 019
Taclights Patriot (800 Lumen)

 

Microfire K3500R 020
Led Lenser X21 (1000 Lumen)

 

Microfire K3500R 021
Microfire K3500R Warrior III (3500 Lumen)

 

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