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10. Februar 2011

Ledwave XP-100 Turbo Led

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Bei der XP-100 Turbo Led von Ledwave ist nicht nur die Verarbeitung in der obersten Etage angesiedelt.


Verpackung/Lieferumfang:
Die XP-100 Turbo Led wird in einem Kunststoffkoffer ausgeliefert, in dem neben der Lampe zwei Ladegeräte (220 Volt; 12 Volt) für die festinstallierten Akkus enthalten sind sowie eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen.

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In diesem Koffer wird die Lampe geliefert.

 

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Der Inhalt des Koffers.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 226 mm
Durchmesser Kopf: 56 mm
Durchmesser Tail: 29 mm
Gewicht: 322 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Drei Single-LEDs sind für die Ausleuchtung zuständig. Die Lampe verfügt über ein Akkupack, das mit einem eigenen Ladegerät geladen wird.

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Lampenkopf von innen.

 

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Die Ladegeräte für Steckdose und Auto.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Zwei 18650-Akkus, die zu einem Akkupack zusammengefasst sind, sorgen für den nötigen Strom. Die Lampe ist von Ledwave mit 370 Lumen bei einer Laufzeit von einer Stunde angegeben. Zur Kühlung wurde während des Tests ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 26.100 Lux
nach 10 Minuten: 25.300 Lux
nach 15 Minuten: 24.800 Lux
nach 20 Minuten: 24.400 Lux
nach 30 Minuten: 23.800 Lux
nach 40 Minuten: 23.400 Lux
nach 45 Minuten: 23.200 Lux
nach 50 Minuten: 23.100 Lux
nach 60 Minuten: 22.900 Lux
nach 75 Minuten: 22.700 Lux
nach 80 Minuten: 22.600 Lux
nach 90 Minuten: 21.800 Lux
Nach 95 Minuten wurden noch 19.400 Lux gemessen. Eine halbe Minute später schaltete die Lampe ab.
Fazit: Die Regelung ist zwar nicht „State of the art“, aber durchaus in Ordnung. Legt man den Wert zugrunde, bei der die LED ihre Betriebstemperatur erreicht hat, liegt der Verlust gegenüber diesem Wert nach einer Stunde bei zehn, wenige Minuten, bevor die Lampe abschaltet, bei unter 15 Prozent. Mit bloßem Auge sind diese Einbußen bis zum Ende der Laufzeit nicht wahrnehmbar. Weniger gut ist die Tatsache, dass das Abschalten ohne jede Vorwarnung geschieht. Denn während bei anderen Lampen, die ebenfalls direkt abschalten, zumindest noch ein Akkuwechsel im Dunkeln möglich ist, bleibt man mit der XP-100 durch das fest installierte Akkupack im Dunkeln, da ein Wechseln nicht mal eben möglich ist.
Ohne Kühlung wird die XP-100 deutlich über Körpertemperatur warm. Im Freien reichen allerdings bereits der Blutkreislauf und die Umgebungsluft für eine ausreichende Kühlung.

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Zum Laden wird die Kappe unterhalb des Lampenkopfs losgedreht.

 

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Das Akkupack wird von oben eingesetzt.

 

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Der Ausbau geht mit Werkzeug zwar schnell vonstatten, aber dazu müssen der Lampenkopf abgeschraubt und die Kappe, die die Ladebuchse abdeckt, losgeschraubt werden. Im Dunkeln kann man das getrost vergessen, es sei denn, man heißt Whodini.

 

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Das Akkupack ist ein gutes Stück länger als zwei einzelne Akkus gleicher Baugröße. Wenn das Akkupack das Zeitliche segnet, kann die XP-100 auch mit zwei Einzelakkus betrieben werden. Allerdings ist dafür ein Spacer notwendig, ansonsten gibt es Kontaktprobleme.


Leuchteinheit:
Hinter einer speziell gehärteten Glaslinse sitzen drei Einzel-LEDs in einem dreigeteilten Reflektor mit leichter Texturierung. Über die verwendeten LEDs macht Ledwave keine Angaben. Augenscheinlich handelt es sich dabei um Cree 7090 XR-E-LEDs.

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Der Lampenkopf.

 

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Gute Verarbeitung.

 

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Der Reflektor besteht aus Kunststoff.

 

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Zerlegter Lampenkopf.


Bedienung:
Die XP-100 Turbo Led verfügt über eine Leuchtstufe. Der Schalter ist taktischer Natur. Ein kurzer Druck sorgt für Momentlicht, durch mehrmaliges Drücken ist Morsen möglich. Dauerlicht wird durch Festdrehen der Endkappe erreicht. Die Lampe liegt gut in der Hand; ein Gummiring am Mittelstück erleichtert die Haltung im Zigarrengriff.

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Ein echter taktischer Schalter: Drücken gibt Momentlicht, Festdrehen Dauerlicht.

 

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Durch den Gummiring am Mittelstück kann die Lampe bequem im Zigarrengriff gehalten werden.


Beam:
Auf kürzeste Distanzen wirkt der Beam der drei einzelnen LEDs „eierig“; der Hotspot, der von den LEDs gemeinsam erzeugt wird, setzt sich dabei mit einigen Ringen vom Sidespill ab. Auf mittlere und weite Entfernungen ist die Gesamtausleuchtung homogener, ohne dass die XP-100 ihren Thrower-Charakter verliert. Die Lampe erzielt eine gute Reichweite, gleichzeitig wird auch der Nahbereich ausreichend beleuchtet.

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„White-wall-beamshot“ der XP-100 aus kürzester Entfernung.


Resümee:
Insgesamt bekommt man mit der Ledwave XP-100 Turbo Led eine solide Lampe, die ein Leben lang halten dürfte. Die Tatsache, dass man ein „Alles-Inklusive-Paket“ bekommt, kann als Vorteil und Nachteil angesehen werden. Vorteil: Durch das mitgelieferte Ladegerät kann das Akkupack während des Ladens in der Lampe verbleiben. Nachteil: Man hat keine Kontrolle über die Kapazität der beiden Akkus. Der gravierendste Nachteil ist die Tatsache, dass die XP-100 ohne Warnung abschaltet und man im Dunkeln stehen bleibt. Verarbeitung hin, Vor- und Nachteile her – woran sich jede Lampe messen muss, ist ihr Preis. Der liegt bei der XP-100 jenseits der 300 Euro (Stand: Februar 2011) und ist in meinen Augen zu hoch angesetzt.
Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von der Outdoor Marketing International GmbH www.outdoor-mi.com Weitere Infos finden sich auf den Seiten www.led-and-xenon.com bzw. www.ledwave.eu

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Größenvergleich. Von oben: Solarforce L2, EagleTac P20A2 MarkII, Fenix TK45, Ledwave XP-100 Turbo Led.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Fenix TK45 high (angegeben mit 312 Lumen) als Fluter mit ebenfalls drei Einzel-LEDs, und aus der Thrower-Fraktion: Eastward XPR 5, Lumapower Signature GX, Solarforce Skyline1, Thrunite Catapult V2.

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Ledwave XP-100 Turbo Led

 

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Fenix TK45 high (nicht Turbo!)

 

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Eastward XPR 5

 

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Lumapower Signature GX

 

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Solarforce Skyline1

 

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ThruNite Catapult V2

 

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