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26. Februar 2011

Spark ST6-360CW

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Die Spark ST6-360CW bietet viel Licht und eine hervorragende Qualität, die sich vor renommierten Herstellern keineswegs zu verstecken braucht. Ganz im Gegenteil.

Die ST6 ist die erste Serie des chinesischen Herstellers Spark. Wo andere Lampen noch an Kinderkrankheiten leiden, bietet Spark ausgewachsene Qualität. Was nicht von ungefähr kommt, denn ein Großteil des Spark-Teams hat schon in der Vergangenheit qualitativ hochwertige Stirnlampen gebaut.

Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe wird in einem stabilen Karton ausgeliefert. Weiterhin sind ein Stirnband mit Überkopfband und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

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Lieferumfang der ST6-360CW.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 79 mm
Reflektoröffnung: 20 mm
Durchmesser Kopf: 29 mm
Gewicht: 74 g
Gewicht mit Akku und Stirnband: 168 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

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Die Materialstärke ist solide. Das Gewinde wurde bereits von Werk ausreichend gefettet.

 

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Nicht nur bei den Kühlrippen merkt man die Liebe zum Detail.

 

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Exakte Fräsarbeiten. Das Team von Spark versteht sein Handwerk in allen Belangen.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein 18650-Akku sorgt für die nötige Power. Und von der hat die Lampe reichlich. Angegeben ist sie mit 360 Lumen für 1,8 Stunden in der hellsten Stufe. In der mittleren Stufe liefert sie laut Hersteller 60 Lumen für 20 Stunden, in der dunkelsten Stufe 12 Lumen für sechs Tage. Als „Special Feature“ verfügt die Lampe über einen Verpolungsschutz der besonderen Art: Egal, wie man den Akku einlegt – die Lampe leuchtet immer. Getestet wurde die Laufzeit auf der höchsten Stufe mit einem AW-Akku mit einer Kapazität von 2.600mAh. Zur Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 4.500 Lux
nach 10 Minuten: 4.500 Lux
nach 20 Minuten: 4.500 Lux
nach 30 Minuten: 4.500 Lux
nach 40 Minuten: 4.500 Lux
nach 50 Minuten: 4.500 Lux
nach 60 Minuten: 4.500 Lux
nach 70 Minuten: 4.500 Lux
nach 80 Minuten: 4.500 Lux
nach 90 Minuten: 4.500 Lux
Wenig später begann die Lampe, dunkler zu werden. Nach 96 Minuten schaltete sie ab. Die gemessene Leerlaufspannung des Akkus betrug 3,45 Volt.
Fazit: Besser kann eine Regelung nicht funktionieren. Vom Einschalten an bis kurz vor Ende der Laufzeit hält die Lampe die Ausgangsleistung absolut konstant. Zum Ende der Laufzeit kündigt sie durch Dunklerwerden den nötigen Akkuwechsel an. Ohne Kühlung wird die Lampe schnell warm, nach 20 Minuten deutlich über Körpertemperatur mit Tendenz nach oben. Im Standbetrieb sollte sie deshalb nicht über einen längeren Zeitraum auf höchster Stufe laufen. Die Umgebungsluft beim Laufen reicht jedoch bereits für eine ausreichende Kühlung aus.

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Verpolungsschutz der besonderen Art. Der Akku kann sowohl mit dem Plus- als auch mit dem Minuspol voran eingelegt werden.

 

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Die Verschlusskappe.


Leuchteinheit:
Hinter einer ultraklaren Glaslinse arbeitet eine Cree XP-G-CW-R5-LED in einem Orange-Peel-Reflektor.

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Blick in die Frontlinse.


Bedienung:
Durch Drücken des Schalters an der Oberseite der Lampe wird selbige eingeschaltet. Wenn der Schalter gehalten wird (egal, ob bei ein- oder ausgeschalteter Lampe), rampt sie durch die drei Leuchtstufen in der Reihenfolge low-mid-high. Lässt man den Schalter los, wird die entsprechende Leuchtstufe als Dauerlicht aktiviert. Die Lampe verfügt über eine Memory-Funktion und schaltet in der Leuchtstufe wieder ein, die nach dem letzten Ausschalten aktiviert war. Drückt man den Schalter und hält ihn gedrückt, wenn die Lampe in der mittleren Stufe leuchtet, dimmt sie zunächst in die dunkelste Stufe, um dann über medium auf high zu gehen. Durch einen Doppelcklick wird SOS in der hellsten Stufe aktiviert. Diese Funktion ist direkt aus allen drei Modi sowie ebenfalls bei ausgeschalteter Lampe anwählbar.
Die Lampe kann in der Halterung gedreht werden, um den Neigungswinkel stufenlos zu verstellen. Mit Überkopfband sitzt die Lampe sicher und stramm auf dem Kopf; ein ungewolltes Verstellen ist nahezu unmöglich. Auch ohne Überkopfband kann sich die Lampe nicht von alleine im Winkel verstellen, allerdings schlackert sie bei schnellen Bewegungen auf und ab. Wer, wie meine Wenigkeit, nicht nur über einen Dickschädel, sondern auch noch über einen dicken Schädel verfügt, muss damit leben, da das Überkopfband keine XXL-Länge hat. Aber wenn man mit der Lampe nicht gerade headbangt, stellt das in der Praxis kein Problem dar. Gut gelöst ist die Befestigung des Überkopfbandes, da es nicht, wie bei vielen anderen Herstellern, vernäht ist und somit entfernt werden kann, ohne es zu zerstören.

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Der Schalter macht einen hochwertigen Eindruck.

 

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Die Lampe sitzt stramm in der Halterung. Durch Drehen kann sie leicht im Neigungswinkel verstellt werden. Ein ungewolltes Verstellen ist trotzdem nahezu ausgeschlossen.

 

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Das Überkopfband ist für Riesenschädel etwas zu kurz geraten.

 

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Auch hier wurde mitgedacht. Das Überkopfband ist nicht, wie bei vielen anderen, auch renommierten, Herstellern fest vernäht, sondern kann entfernt werden, ohne es zu zerstören.


Beam:
Der Hotspot ist auf kürzeste Entfernungen deutlich ausgeprägt, setzt sich aber dennoch weich vom Sidespill ab. Auf größere Entfernungen ist das Lichtbild homogen und gleichermaßen für den Nahbereich sowie für weitere Distanzen geeignet.

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„White-wall-beamshot“ der ST6-360CW.


Resümee:
Die Spark ST6-360CW ist erstklassig ver- und mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Die Lichtleistung ist überzeugend; die Regelung könnte kaum besser sein. Einziger Kritikpunkt ist das Überkopfband, das kein XXL-Format hat und somit für Leute mit großen Köpfen nicht nutzbar ist. Den Preis von 89 Euro (Stand: Februar 2011) ist die Lampe auf jeden Fall mehr als wert.
Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Spark Technology www.spark001.com

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Led Lenser H7R halb fokussiert (angegeben mit 170 Lumen), Fenix HP10 (angegeben mit 225 Lumen), Fenix HP20 (angegeben mit 230 Lumen), Lupine PikoX (angegeben mit 550 Lumen). Beim Bild der Spark auf high wirkt der Strahl am oberen Bildrand deutlich „schneidender“ als er tatsächlich ist, was daran liegt, dass es bei der Fotosession der Spark leicht neblig war.

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Spark ST6-360CW low

 

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Spark ST6-360CW medium

 

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Spark ST6-360CW high

 

Spark ST6-360CW 017
Led Lenser H7R

 

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Fenix HP10

 

Spark ST6-360CW 019
Fenix HP20

 

Spark ST6-360CW 020
Lupine Piko X

 

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