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24. März 2011

Walther MTL300

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Walther MTL300 001
Die Walther MTL300 ist eine solide Lampe, die allerdings nicht mit aller Konsequenz umgesetzt wurde.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Blisterverpackung sind die Lampe, zwei Batterien zum Betrieb und ein Gürtelclip enthalten.

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So wird die Lampe ausgeliefert.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 137 mm
Reflektoröffnung: 23 mm
Durchmesser Kopf: 33 mm
Durchmesser Tail: 25 mm
Gewicht: 122 g
Gewicht mit Batterien: 154 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, mit montiertem Griffring.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.

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Die MTL300 ohne Griffring. Letzterer ist aus Gummi und kann abgezogen werden.

 

Walther MTL300 004
Am Material wurde nicht gespart.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die MTL300 mit zwei CR123-Batterien (Akkus). Möglich ist auch die Stromversorgung mit einem 17670-Akku, allerdings ist die Lichtausbeute damit geringer. Die Lampe verfügt über zwei Leuchtstufen, von denen die hellere mit 130 Lumen angegeben ist. Zum Test wurde die Lampe mit zwei CR123-Batterien bestückt und in der hellen Stufe betrieben.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 5.100 Lux
nach 5 Minuten: 4.700 Lux
nach 15 Minuten: 4.600 Lux
nach 30 Minuten: 4.300 Lux
nach 45 Minuten: 4.200 Lux
nach 60 Minuten: 4.200 Lux
nach 75 Minuten: 4.200 Lux
nach 90 Minuten: 4.200 Lux
nach 105 Minuten: 4.000 Lux
nach 120 Minuten: 3.000 Lux
Die Helligkeit ließ anschließend merklich nach. Nach 135 Minuten schaltete die Lampe ab.
Fazit: Bezüglich der Regelung ist die Lampe sicherlich nicht Marktführer. Trotzdem arbeitet die Regelung zufriedenstellend. Ausgehend vom Wert, den die LED nach Erreichen ihrer Arbeitstemperatur hatte, büßt die Lampe in der ersten Dreiviertelstunde zehn Prozent ihrer maximalen Helligkeit ein. Dieser Wert wird kontinuierlich für mehr als 90 Minuten gehalten. Obwohl die Lampe ohne Kühlung im Dauerbetrieb deutlich über Körpertemperatur warm wird, besteht keinerlei Überhitzungsgefahr der LED.

Leuchteinheit:
Laut Walther sorgt eine 3-Watt Luxeon-LED für Licht. Offensichtlich handelt es sich beim Testmodell allerdings um eine aktualisierte Version mit einer Cree XR-E-LED. Als Reflektor kommt ein SMO zum Einsatz. Die komplette Leuchteinheit ist als Drop-in ausgelegt und kann mit einem Handgriff gegen ein beliebiges P60-Drop-in ausgetauscht werden. Die Frontlinse besteht aus Kunststoff und wurde in den Lampenkopf eingepresst.

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Leuchteinheit der MTL300.

 

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Das Drop-in ist mit einem Handgriff gewechselt.

 

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Handelsübliche P60-Drop-ins passen hier problemlos.

 

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Der Knackpunkt der Lampe: Die Linse. Sie besteht aus Plastik und wird ohne Abdichtung in den Kopf eingepresst. Folge: Die Linse ist anfällig gegen Kratzer, und die Lampe verliert ihre Wasserdichtigkeit.


Bedienung:
Ein Reverse-Clicky mit weichem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Dabei startet sie in der helleren der beiden Leuchtstufen. Nach einem weiteren Druck auf den Schalter wechselt die Lampe in die dunkle Stufe, beim nächsten Drücken geht sie aus. Hält man den Schalter etwa eine Sekunde gedrückt, egal ob die Lampe dabei ausgeschaltet ist oder in einer der beiden Leuchtstufen angeschaltet, wird der Strobe-Modus aktiviert. Morsen und Momentlicht sind nicht möglich.
Zur Befestigung am Gürtel ist ein Clip im Lieferumfang enthalten, in dem die Lampe gedreht werden kann. Allerdings sitzt sie sehr fest in der Halterung. Im Praxisbetrieb ist es mit einiger Mühe verbunden, die Lampe aus dem Clip zu ziehen.

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Der Clicky von außen…

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…und von innen.

 

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Der Gürtelclip ist drehbar.

 

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Die Lampe sitzt ziemlich stramm im Clip. Das Herausnehmen ist dadurch umständlich.


Beam:
Auf kurze Distanzen setzt sich der Hotspot deutlich und ohne Ringe vom Sidespill ab. Diese Charakteristik bleibt auch auf die Entfernung erhalten.

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„White-wall-beamshot“ der MTL300.


Resümee:
Die Walther MTL300 bietet Licht und Schatten, und das nicht nur im wörtlichen Sinn. Überzeugen kann vor allem das solide Gehäuse, das so schnell nicht klein zu kriegen sein dürfte. Die Helligkeit sollte für die meisten Situationen mehr als ausreichen, auch, wenn bei gleicher Lampengröße aktuell wesentlich mehr möglich ist. Die Strobe-Funktion ist pfiffig im UI untergebracht und kann nicht aus Versehen aktiviert werden. Die Nachrüstung einer anderen Leuchteinheit ist möglich, da handelsübliche P60-Drop-ins passen. Der Knackpunkt ist der Lampenkopf, respektive die Linse. Zunächst einmal sollte sie nicht aus Kunststoff gefertigt sein, da sie deutlich anfälliger für Kratzer ist als eine Glaslinse. Weiterhin fällt negativ auf, dass sie in den Kopf eingepresst und nicht abgedichtet wurde. An dieser Stelle trat beim Unterwassertest jede Menge Wasser in den Kopf ein. Da nützt auch der Dichtring am Lampengehäuse nichts. Dieses Manko sollte auf jeden Fall behoben werden. Erhältlich ist die Lampe für rund 70 Euro (Stand: März 2011). Zum Test zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von der Firma Umarex www.umarex.de Weitere Infos finden sich auf der Seite www.carl-walther.de

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Zwei bekannte Fenixe, die LD10, angegeben mit 120 Lumen und die LD20, angegeben mit 180 Lumen.

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Walther MTL300

 

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Fenix LD10

 

Walther MTL300 016
Fenix LD20

 

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