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20. April 2011

SecuriLed RC4 R-III

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SecuriLed RC4 R-III 001
Mit der RC4 R-III schickt der luxemburgische Hersteller SecuriLed die zweistufige Variante der RC4 ins Rennen.


Verpackung/Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe in einem stabilen Pappkarton. Enthalten sind neben der Lampe ein 18650-Akku zum Betrieb, eine flache Tailcap, zwei Ladegeräte für Steckdose und Zigarettenanzünder, ein Holster, ein Lanyard, Ersatz-O-Ringe und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung.

SecuriLed RC4 R-III 002
Lieferumfang der RC4 R-III.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 130 mm
Reflektoröffnung: 23 mm
Durchmesser Kopf: 31 mm
Durchmesser Tail: 26,5 mm
Gewicht: 122 g
Gewicht mit Akku: 170 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, am Combat-Ring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Die Lampe verfügt über ein Ventil, über das etwaig entstehender Überdruck über das Schaltergummi entweichen kann. Ein Verpolungsschutz sorgt dafür, dass auch bei einem falsch herum eingelegten Akku nichts passieren kann.

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Durch die Aussparungen am Schalter kann ein möglicher Überdruck über die Schalterkappe entweichen.

 

SecuriLed RC4 R-III 004
Die Anzahl der Ersatz-O-Ringe ist mehr als ausreichend. Zu jedem Ring gibt es eine Beschreibung, wo er hingehört.

 

SecuriLed RC4 R-III 005
Größenvergleich zur Surefire 6P.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein 18650-Akku oder wahlweise zwei CR123-Batterien/Akkus versorgen die LED mit Strom. Die Lampe verfügt über zwei Leuchtstufen, von denen die helle mit 190 Lumen und die dunkle mit 50 Lumen angegeben ist. Der Test erfolgte mit dem mitgelieferten Akku mit einer angegebenen Kapazität von 2.600mAh. Die Lampe wurde dabei in der hellen Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 4.300 Lux
mach 5 Minuten: 4.300 Lux
nach 15 Minuten: 4.300 Lux
nach 30 Minuten: 4.300 Lux
nach 45 Minuten: 4.300 Lux
nach 60 Minuten: 4.200 Lux
nach 75 Minuten: 4.000 Lux
nach 90 Minuten: 3.900 Lux
nach 105 Minuten: 3.900 Lux
nach 120 Minuten: 3.800 Lux
nach 135 Minuten: 3.700 Lux
nach 150 Minuten: 3.600 Lux
nach 165 Minuten: 2.600 Lux
nach 175 Minuten schaltete die Lampe auf „Notbeleuchtung“ (150 Lux) und begann, alle fünf Sekunden zu blinken. Die gemessene Leerlaufspannung des Akkus unmittelbar nach Entnahme betrug 2,86 Volt. Um den Akku nicht über Gebühr zu quälen, habe ich darauf verzichtet, den Test bis zum endgültigen Abschalten fortzusetzen. Im Praxisbetrieb sollte man den Akku bereits wechseln, wenn die Lichtausbeute fürs Auge sichtbar abnimmt.
Fazit: Die Regelung der RC4 R-III funktioniert ausgezeichnet. Fast eine Stunde lang ist die Lampe konstant hell und baut danach leicht ab. Nach 90 Minuten beträgt der Verlust gegenüber der Ausgangsleistung zehn Prozent. Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden durchgängiger Laufzeit in der hellen Stufe wird der Lichtverlust fürs Auge wahrnehmbar. Da man die Lampe in der Praxis selten durchgängig in der hellen Stufe betreiben wird, kommt man mit einer Akkuladung auf eine lange Standzeit.
Die leicht abweichenden Werte im Vergleich zum Test der RC4 R-II erklären sich durch die Serienstreuung der LED, den Treiber sowie dem verwendeten Akku und die unterschiedlichen Akkukapazitäten (Test RC4 R-II: 2.400mAh; RC4 R-III: 2.600mAh).

Reflektor/Linse:
Eine Cree XR-E-Q5-LED verteilt das Licht mittels eines OP-Reflektors aus Aluminium. Als Frontlinse wurde eine ultraklare, gehärtete Glaslinse verwendet.

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Frontansicht des Lampenkopfs.


Bedienung:
Die Lampe wird mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt eingeschaltet. Durchdrücken des Schalters gibt Dauerlicht, Antippen Momentlicht. Durch zweimaliges Antippen im ausgeschalteten Zustand der Lampe wechselt diese zwischen den beiden Modi. Ist die Lampe eingeschaltet, muss sie zwischendurch ausgeschaltet werden, um in den anderen Modus zu gelangen. Die Lampe verfügt über keine Memory-Funktion und schaltet nach jedem Antippen im anderen als dem zuletzt gewählten Modus ein, was keine gute Lösung ist – es sei denn, man merkt sich den zuletzt gewählten Modus, um beim nächsten Einschalten im anderen zu starten. Allerdings ist diese Lösung praxisfremd.
Alternativ zur vormontierten Endkappe, mit der der Tailstand möglich ist, kann auch eine flache Endkappe zur besseren Bedienung in einer taktischen Haltung montiert werden.

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Alternativ wird eine flache Endkappe mitgeliefert.

 

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Die Lampe mit flacher Endkappe.

 

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Die beiden möglichen Endkappen-Varianten der RC4 im Vergleich.


Beam:
Der Beam ist bereits auf kürzeste Entfernungen ausgewogen. Der Hotspot geht ohne störende Ringe fließend in den Spill über. Auf die Entfernung liefert die RC4 R-III eine homogene, großflächige Ausleuchtung.

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„White-wall-beamshot“ der RC4 R-III.


Zubehör:
Nicht im Lieferumfang enthalten, sondern als optionales Zubehör erhältlich ist das Charger module CM42, das zwischen Lampenkörper und Lampenkopf geschraubt werden kann. Das Modul, das permanent an der Lampe verbleiben kann, verfügt über eine Ladebuchse, über die der Akku geladen werden kann, ohne ihn zu entnehmen. Ein genauer Preis für das Modul steht noch nicht fest, da es aktuell noch nicht offiziell erhältlich ist.

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Das optional erhältliche Lademodul CM42 wird zwischen Lampenkopf und Lampenkörper geschraubt.

 

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RC4 R-III mit montiertem Modul.

 

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Bei dieser Variante kann der Akku zum Laden in der Lampe verbleiben.


Resümee:
Mit der zweistufigen Variante der SecuriLed RC4 werden die Möglichkeiten gegenüber der Single-Mode-Lampe erweitert. Wer bei der RC4 R-II eine dunklere Stufe vermisst hat, wird hier fündig. Nicht gut gelöst wurde das UI. Hier wäre eine Memory-Funktion die bessere Lösung gewesen. Ansonsten ist die Lampe baugleich mit ihrer einstufigen Schwester und kann somit ebenfalls mit einer hervorragenden Verarbeitung, einer überzeugenden Regelung und guter Griffigkeit punkten. Erhältlich ist die RC4 R-III zu einem Preis von 99 Euro (Stand: April 2011), der angesichts des mitgelieferten Zubehörs in Ordnung geht. Weitere Infos sind auf der Herstellerseite www.securiled.com zu finden. Die Lampe wurde freundlicherweise von SecuriLed zur Verfügung gestellt.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Als Vergleichslampen: EagleTac P20A2 MKII (angegeben mit 230 Lumen) und Fenix TK11 (angegeben mit 240 Lumen).

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SecuriLed RC4 R-III low

 

SecuriLed RC4 R-III 015
SecuriLed RC4 R-III high

 

SecuriLed RC4 R-III 016
EagleTac P20A2 MKII

 

SecuriLed RC4 R-III 017
Fenix TK11

 

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