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7. Mai 2011

Spark SL6-740NW

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Mit der SL6 stellt Spark die erste Handlampe vor. Kann sie genau so überzeugen wie die Stirnlampen des Herstellers?


Verpackung/Lieferumfang:
Zunächst war ich beim Auspacken etwas verblüfft ob der Größe der Pappschachtel, in der die Lampe geliefert wurde. Sollte sich Spark etwa vertan und eine Kopflampe geschickt haben? Nach dem Öffnen kam die nächste Überraschung. Tatsächlich eine Handlampe – aber so klein? Süß!
Doch als knallharter Lampentester bin ich es gewohnt, Gefühlsduseleien von Fakten zu trennen und war sofort wieder bei der Sache. Neben der Lampe sind im Karton Ersatz-O-Ringe, eine zusätzliche Linse mit „Frosted“-Optik, ein Holster, ein Trageclip und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache enthalten.

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Lieferumfang der SL6.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 124,5 mm
Reflektoröffnung: 26 mm
Durchmesser Kopf: 31 mm
Durchmesser Tail: 25 mm
Gewicht: 76 g
Gewicht mit Akku: 122 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit montiertem Trageclip.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Die Lampe verfügt über einen seitlichen Schalter am Lampenkopf und einen Schalter in der Tailcap. Beide Schalter sind mit identischen Funktionen belegt.

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Für jeden etwas: Zwei identisch belegte Schalter ermöglichen den Einhandbetrieb in jeder Lampenhaltung.

 

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Lampe mit werksseitig montiertem Trageclip.

 

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Lampe im Holster.

 

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Kopf, Lampenkörper und Endkappe.

 

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Das Design der Kühlrippen wurde von den Spark-Stirnlampen übernommen.

 

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Spark-Stirnlampen beim Liebesspiel…äähm…da habe ich doch tatsächlich das Geschehen im Hintergrund beschrieben… Natürlich zeigt das Bild die Materialstärke des Lampenkörpers (vorne im Bild).

 

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Die kleine Spark-Familie wächst stetig (übrigens nicht das Ergebnis des Liebesspiels). Links: ST5-150CW, Mitte: SL6-740NW, rechts: ST6-360CW.


Leuchteinheit:
Das Testmodell SL6-740NW ist mit einer Cree XM-L-T5-LED in Neutralweiß bestückt. Alternativ ist die Lampe auch mit einer Cree XM-L-T6-LED in Kaltweiß erhältlich. Die Frontlinse besteht aus ultraklarem Glas, als Reflektor kommt ein OP zum Einsatz.

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Die Leuchteinheit der SL6.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe wird mit einem 18650-Akku betrieben. Laut Hersteller liefert die Lampe 740 Lumen im hellsten Modus für 0,7 Stunden. Als Schutz vor Überhitzung schaltet sie nach fünf Minuten in den nächst dunkleren Modus, der mit 460 Lumen angegeben ist. Obwohl vom Hersteller auch der Betrieb mit zwei CR123-Batterien zugelassen ist, kann davon nur abgeraten werden, da die Batterien die hohen Ströme, die im hellsten Modus gefordert werden, nicht dauerhaft liefern können. Abgesehen davon ist der Betrieb mit zwei CR123-Batterien absolut unwirtschaftlich.
Auch bei Akkus ist die Lampe wählerisch. Billig-Akkus mag sie nicht; die Akkus sollten hochstromfähig sein und von guter Qualität. Vergleichbar ist das in etwa mit einem Auto. Meine alte Rostlaube (und jeder popelige Neuwagen auch) fährt problemlos und kein bisschen schlechter und kürzer mit Billig-Öl. Bei einem hochgezüchteten Rennwagen hingegen sollte hochwertiges Öl verwendet werden. Und genau das fordert der kleine Spark-Rennwagen ebenfalls.
Ein Geheimnis, das ich dem Testmodell nicht entlocken konnte, war die Tatsache, dass ein halber Millimeter bei der Länge der Akkus dafür ausschlaggebend war, ob der Tailcap-Schalter funktionierte oder nicht. Während der Sideswitch ausnahmslos mit allen Akkus funktionierte, zeigte sich der hintere Schalter widerborstig. Bei rund der Hälfte aller AW-Akkus und ebenfalls der Hälfte aller „geflammten“ Trustfires ging nichts – die andere Hälfte funktionierte problemlos. Und jedes Mal spielten Fertigungstoleranzen eine Rolle. Etwas längere Akkus sorgten zwar (logischerweise) ebenfalls für Kontakt; der Schalter schaltete aber weder ein noch durch die Modi – er war schlicht und einfach „tot“. Geringfügig kürzere Akkus innerhalb der jeweiligen Serien sorgten für Erleuchtung. Gemeinhin ist dies ein Zeichen dafür, dass der Treiber/die Elektronik bei Verwendung längerer Akkus gestaucht wird und die Lampe deshalb den Dienst verweigert. Da jedoch der vordere Schalter mit sämtlichen Akkus problemlos funktionierte, ist diese Möglichkeit auszuschließen. Wer von der Materie mehr Ahnung hat als ich, möge mich bitte kontaktieren und mir dieses Phänomen erklären, damit ich es dem geneigten Leser erklären kann und nicht doof sterben muss.
Sei es, wie es sei – beim Test wurde ein „funktionierender“ AW 18650-Akku mit einer Kapazität von 2.600mAh verwendet. Die Lampe wurde im hellsten Modus betrieben und durch einen Ventilator gekühlt. Unmittelbar nach jedem Herunterschalten wurde sie wieder im hellsten Modus eingeschaltet.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 7.600 Lux
nach 5 Minuten: 7.200 Lux
nach 10 Minuten: 7.200 Lux
nach 15 Minuten: 7.200 Lux
nach 20 Minuten: 7.200 Lux
nach 25 Minuten: 7.200 Lux
nach 30 Minuten: 7.100 Lux
nach 35 Minuten: 7.100 Lux
Nach 40 Minuten tat die Lampe durch Blinken kund, dass sie neues Futter braucht. Die gemessene Leerlaufspannung des Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 3,61 Volt. Durch Herunterschalten in den High-Modus lieferte die Lampe noch für weitere 10 Minuten konstante 4.600 Lux und schaltete dann ab. Gemessene Leerlaufspannung des Akkus: 3,43 Volt.
Fazit: Die Regelung funktioniert über den gesamten Laufzeitraum ausgezeichnet. Dabei ist das automatische Herunterregeln auf High (4.600 Lux) nicht nur eine Schutzmaßnahme, sondern notwendig, denn ein Dauerbetrieb in der hellsten Stufe ohne Kühlung würde vermutlich zur Überhitzung führen, denn die Lampe wird im Dauerbetrieb extrem warm. Doch auch auf High sollte die Helligkeit für nahezu alle Situationen ausreichen. Die Abschaltung/Akkuwechselwarnung greift zu einem vernünftigen Zeitpunkt und lutscht den Akku dadurch nicht aus.

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In dieses Röhrchen wird der Akku eingesetzt. Lässt man es weg, funktioniert nur der vordere Schalter, da das Röhrchen den Stromkreis für die Endkappe schließt.

 

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Endkappe von innen.

 

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Die Kontaktfedern am Lampenkopf.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe an der Tailcap oder mit dem Sideswitch. Beide Schalter verfügen über einen weichen und konkreten Druckpunkt. Ein kurzer Druck schaltet die Lampe ein. Wird der Schalter gedrückt gehalten, wechselt die Lampe durch die Modi. Die einzelnen Helligkeitsstufen werden in der Reihenfolge Low (18 Lumen für 36 Stunden), Medium 1 (60 Lumen für 10 Stunden), Medium 2 (200 Lumen für 3,5 Stunden) und Max (460 Lumen für 1,4 Stunden) durchgeschaltet. Ein Doppelklick, egal aus welchem Modus, führt direkt in den hellsten Modus, von Spark als „Super-mode“ bezeichnet (740 Lumen für 0,7 Stunden). Wichtig ist beim Doppelklick das richtige Timing. Klickt man zu schnell oder zu langsam, schaltet die Lampe im ungünstigsten Fall nicht hoch, sondern aus. Doch mit ein wenig Fingerspitzengefühl hat man den Dreh schnell heraus. Der Start im hellsten Modus ist übrigens auch bei ausgeschalteter Lampe durch einen Doppelklick möglich.
Die Lampe verfügt über eine Memory-Funktion und schaltet in dem Modus wieder ein, der beim letzten Ausschalten aktiviert war. Ausnahme: Wenn die Lampe im „Super-mode“ ausgeschaltet wird, startet sie beim nächsten Einschalten auf High. Hält man den Schalter während des Betriebs auf Medium 1 oder Medium 2 gedrückt, rampt die Lampe nicht hoch, sondern beginnt wieder auf Low. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die Tailcap leicht gelöst werden.

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Der Endkappenschalter.


Beam:
Auf kürzeste Entfernungen setzt sich der Hotspot weich vom Sidespill ab. Auf weitere Distanzen wird ein großer Bereich sauber und gleichmäßig ausgeleuchtet. Mit der Diffuser-Linse bekommt man den bekannten „Zebralight-Effekt“, nur viel, viel heller. Aber auch ohne Diffuser ist die Lampe ein erstklassiger Fluter mit einer, wie ich finde, sehr angenehmen Lichtfarbe.

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Ein nützliches Utensil: Die Diffuserlinse.

 

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Zum Tausch wird der Bezelring abgeschraubt und die Linse anstelle der Originallinse eingesetzt. Alternativ kann die Diffuserlinse auch vor die Originalllinse gesetzt werden. Ob die Lampe dann noch wasserdicht ist, habe ich nicht ausprobiert.

 

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„White-wall-beamshot“ mit Diffuserlinse.

 

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„White-wall-beamshot“ mit Originallinse. Die Farben wirken kälter als sie im Original sind. Grund dafür ist die Kamera, die ein unfähiger Tester nicht auf die richtige Farbtemperatur gefriemelt bekam.


Resümee:
Auch die erste Taschenlampe von Spark enttäuscht nicht. Ganz im Gegenteil: Die Verarbeitung ist erstklassig, die Regelung ebenso. Das Bedienkonzept mit den zwei Schaltern lässt sowohl in einer taktischen als auch in der normalen Haltung eine Einhandbedienung zu. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Doppelklick, um direkt in den Super-Modus zu wechseln. Klickt man zu schnell oder zu langsam, geht die Lampe aus. Hier ist das richtige Timing gefragt, das man aber schnell heraus hat. Zwar ist die SL6 in der neutralweißen Version nicht ganz so hell wie das Pendant mit kaltweißer Lichtfarbe, dafür wird man mit einem warmen und immer noch sehr hellen Licht entschädigt. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 115 Euro (Stand: Mai 2011). Das Testmodell wurde freundlicherweise von Spark zur Verfügung gestellt. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.spark001.com

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Größenvergleich: v.l.n.r.: Lumintop TD-15, Solarforce L2m, Surefire 6P, Spark SL6, Fenix LD10.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Kontroll-Shot

 

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Spark SL6-740NW Diffuser low

 

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Spark SL6-740NW Diffuser Medium 1

 

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Spark SL6-740NW Diffuser Medium 2

 

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Spark SL6-740NW Diffuser High

 

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Spark SL6-740NW Diffuser Super

 

Spark SL6-740NW 026
Spark SL6-740NW low

 

Spark SL6-740NW 027
Spark SL6-740NW Medium 1

 

Spark SL6-740NW 028
Spark SL6-740NW Medium 2

 

Spark SL6-740NW 029
Spark SL6-740NW High

 

Spark SL6-740NW 030
Spark SL6-740NW Super

 

Spark SL6-740NW 031
Solarforce L2m mit Ultrafire XM-L-Drop-in

 

Spark SL6-740NW 032
Fenix TK35 Turbo

 

Spark SL6-740NW 033
Fenix TK45 Turbo

 

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