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16. Mai 2011

Lumintop L1C

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Lumintop L1C 001
Die L1C von Lumintop ist ein guter Allrounder im Mini-Format, der in jede Hosentasche passt.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung sind die Lampe, ein Ersatzgummi für die Tailcap, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Holster, ein Lanyard und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

Lumintop L1C 002
Lieferumfang der L1C. Das Holster fehlt auf dem Bild.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 90 mm
Reflektoröffnung: 21,5 mm
Durchmesser Kopf: 26,5 mm
Durchmesser Tail: 19 mm
Gewicht: 55 g
Gewicht mit Akku: 75 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein
Rollschutz: ja, mit montiertem Trageclip.
Löcher für Lanyard: ja, Öse im Trageclip
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Die Lampe kann Bezel-up und Bezel-down getragen werden.

Lumintop L1C 003
L1C auseinandergebaut.

 

Lumintop L1C 004
Tailcap mit montiertem Trageclip. Um den Clip zu demontieren, muss zuerst der O-Ring entfernt werden.

 

Lumintop L1C 005
Die Lampe kann Bezel-up…

Lumintop L1C 006
…und Bezel-down getragen werden.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die L1C kann wahlweise mit einer CR123-Batterie, einem RCR123-Akku mit 3 Volt oder einem LiIon-16340-Akku betrieben werden. Angegeben ist sie mit 230 Lumen für eine Stunde im hellsten Modus, mit 70 Lumen für 6,5 Stunden in der mittleren Stufe und mit 5 Lumen für 68 Stunden in der dunkelsten Stufe. Getestet wurde in der hellsten Stufe mit zugeschaltetem Ventilator zur Kühlung. Als Stromversorger kam ein LiIon-16340-Akku zum Einsatz.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 3.700 Lux
nach 5 Minuten: 3.700 Lux
nach 10 Minuten: 3.700 Lux
nach 15 Minuten: 3.700 Lux
nach 20 Minuten: 3.700 Lux
nach 30 Minuten: 3.700 Lux
nach 40 Minuten: 3.600 Lux
Nach 44 Minuten wurde die Lampe rasch dunkler und schaltete nach wenigen Sekunden ab. Gemessene Leerlaufspannung des Akkus: 3,32 Volt.
Fazit: Die Regelung funktioniert über die gesamte Laufzeit ausgezeichnet. Die Lampe wird auch beim Dauerbetrieb auf high nicht über Gebühr warm. In der Praxis reicht bereits die Kühlung durch den Blutkreislauf bei der in der Hand gehaltenen Lampe aus.

Lumintop L1C 007
Die Treiberelektronik.


Leuchteinheit:
Hinter einer beschichteten Glaslinse sitzt eine Cree XP-G-R5-LED in einem SMO-Reflektor.

Lumintop L1C 008
Vorderansicht.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe durch einen Forward-Clicky mit weichem Druckpunkt. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken Dauerlicht. Die Lampe verfügt über drei Modi, die durch leichtes Lösen und Anziehen des Lampenkopfs durchgeschaltet werden. Zumindest hätte ich das gerne geschrieben. Wäre aber eine Lüge. Denn in Wirklichkeit verfügt sie über fünf Modi, die durch leichtes Lösen und Anziehen des Lampenkopfs durchgeschaltet werden. Denn neben den drei Helligkeitsstufen hat der Hersteller der Lampe auch Strobe und SOS spendiert. Die Schaltreihenfolge ist low-medium-high-Strobe-SOS.
Es gibt Menschen, die auf Strobe und SOS Wert legen. Es gibt auch Menschen, die von Brücken springen. Eines haben beide gemeinsam: Sie bilden eine verschwindend geringe Minderheit. Strobe und SOS stören mich persönlich nicht, wenn sie gut im UI versteckt sind. Mit Strobe und SOS bei der L1C hat Lumintop gleich zwei Todsünden begangen. Erstens: Die Blinkmodi sind ins reguläre UI integriert. Zweitens: Die Lampe verfügt über eine Memory-Funktion, startet also immer in dem Modus, der beim letzten Ausschalten aktiviert war. Ob das sinnvoll ist, mag jeder für sich entscheiden. In der Kombination mit dem ins UI integrierten Geblinke ist es allerdings einfach nur nervig. Denn so muss man unweigerlich immer über die Blinkmodi gehen, wenn man von medium oder high auf low wechseln will. Die Bedienung selbst ist ohne Fehl und Tadel. Das Testmodell reagierte präzise auf alle Schaltbefehle.

Lumintop L1C 009
Der Schalter arbeitet leichtgängig und zuverlässig.


Beam:
Auf kürzeste Entfernungen setzt sich der Hotspot weich vom Sidespill ab. Auf die Distanz liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild.

Lumintop L1C 010
„White-wall-beamshot“ der L1C.


Resümee:
Die Lumintop L1C macht viel Licht für ihre Größe. Die Verarbeitung stimmt, der Preis auch. Für 49 Euro (Stand: Mai 2011) ist die Lampe ein zuverlässiger Begleiter für Hosentasche und Schlüsselbund. Auch als Backup-Lampe macht sie eine gute Figur. Unverständlich ist, dass Strobe und SOS ins reguläre UI integriert wurden, weil es nervt, immer über die Blinkmodi gehen zu müssen. Wer damit leben kann, sollte sich diese Lampe näher anschauen. Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier

Lumintop L1C 011
Größenvergleich. Von oben nach unten: Quark 123Turbo, Led Lenser M14, Lumintop L1C, EagleTac P20A2 MKII; rechts: Fenix TK11.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Der Hotspot in der linken Bildhälfte stammt vom Mond.

Lumintop L1C 012
Lumintop L1C

 

Lumintop L1C 013
EagleTac P20A2 MKII

 

Lumintop L1C 014
Fenix TK11

 

Lumintop L1C 015
Led Lenser M14 halb fokussiert

 

Lumintop L1C 016
4Sevens Quark 123Turbo

 

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