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28. Mai 2011

Fenix TK35

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 13:09

Fenix TK35 001
Die TK35 von Fenix hat sich innerhalb kürzester Zeit zum Verkaufsschlager entwickelt. Ist sie wirklich so gut?


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Pappverpackung mit Plastikinnenleben sind die Lampe, ein Ersatz-O-Ring, ein Holster, ein Lanyard, eine englischsprachige Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte enthalten.

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Lieferumfang der TK35.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 165 mm
Reflektoröffnung: 36 mm
Durchmesser Kopf: 49 mm
Durchmesser Tail: 44 mm
Gewicht: 258 g
Gewicht mit Akkus: 350 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, im Tail.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Fenix TK35 003
Im mitgelieferten Holster ist die Lampe sicher aufgehoben. Das Wiederverstauen im Dunkeln allerdings kann mitunter ein wenig fummelig werden.


Leuchteinheit:
Eine Cree XM-L-T6-LED sitzt in einem SMO-Reflektor hinter einer ultraklaren, antireflex-beschichteten Glaslinse.

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Der tiefe SMO-Reflektor sorgt in Verbindung mit der XM-L-LED sowohl für breit gestreutes Licht als auch für Reichweite.

 

Fenix TK35 005
Die LED der Testlampe ist nicht ganz exakt zentriert. Aufs Lichtbild wirkt sich dies allerdings nicht nachteilig aus.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Für den nötigen Saft sorgen wahlweise vier CR123-Batterien oder zwei 18650-Akkus, die in ein Batteriemagazin eingelegt werden. Die Lampe verfügt über vier Helligkeitsstufen und zwei Blinkmodi. Die hellste Stufe ist von Fenix mit 820 ANSI-Lumen für 1 Stunde und 33 Minuten angegeben. Der Test erfolgte in dieser Stufe. Verwendet wurden AW-18650-Akkus mit einer Kapazität von 2.600mAh. Da die Lampe laut Hersteller automatisch nach 25 Minuten in die nächst dunklere Stufe wechselt, wurde sie unmittelbar danach wieder auf volle Pulle geschaltet. Zur Kühlung lief ein Ventilator mit.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 24.400 Lux
nach 5 Minuten: 23.500 Lux
nach 15 Minuten: 23.400 Lux
nach 30 Minuten: 23.400 Lux
nach 45 Minuten: 23.400 Lux
nach 60 Minuten: 23.400 Lux
nach 75 Minuten: 23.400 Lux
nach 90 Minuten: 23.400 Lux
Nach 98 Minuten schaltete die Lampe ab. Die Akkus wurden unmittelbar nach Entnahme mit 3,13 und 3,10 Volt gemessen.
Fazit: Ganz ehrlich? Ich hatte nichts anderes erwartet. Die Regelung ist exzellent. Worüber man bei anderen Herstellern manchmal geradezu entzückt ist, ist bei Fenix längst Standard. So und nicht anders hat eine Regelung auszusehen! Punkt! Eins mit drei Sternchen!
Auch beim Herunterschalten in die nächst dunklere Stufe (10.100 Lux) konnte man nach den Herstellerangaben die Uhr stellen. Nach jeweils exakt 25 Minuten (okay, und ein paar Sekündchen…) schaltete die Lampe herunter.
Bereits nach wenigen Minuten Laufzeit war eine deutliche Erwärmung am Lampengehäuse feststellbar. In der Praxis sorgen Blutkühlung und die Umgebungsluft für eine ausreichende Kühlung, sodass die Lampe auch im Betrieb in der hellsten Stufe dauerbetriebsfest ist. Ein wenig zwiespältig ist die automatische Abschaltung, deren Freund ich keiner bin. Denn man steht von einer Sekunde auf die andere komplett im Dunkeln. Zwar besteht die Möglichkeit, ein bis zwei Minuten zu warten, bis die Akkuspannung wieder leicht angestiegen ist, um die Lampe dann noch für einige Zeit im dunklen Modus zu betreiben – empfehlenswert ist das nicht unbedingt, da die Akkus bereits ziemlich leer sind. Wer länger etwas von seinen Akkus haben möchte, sollte jedoch ohnehin nicht bis an die Schmerzgrenze gehen und nach jeder Nutzung nachladen.

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Das Magazin für die Akkus/Batterien ist aus Kunststoff gefertigt, aber dennoch ausreichend stabil.

 

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Die Kontakte am Magazin…

Fenix TK35 008
…und im Lampenkopf.


Bedienung:
Die Lampe hat zwei Schalter, die am Ende der Lampe angebracht sind und über einen mittelharten Druckpunkt verfügen. Der größere von beiden schaltet die Lampe beim Durchdrücken ein und aus. Durch Antippen sind Momentlicht und Morsen in allen Stufen möglich. Der kleinere Schalter ist fürs Durchschalten der Modi zuständig. Die Lampe hat deren vier, die in der Reihenfolge low (12 Lumen für 170 Stunden), mid (109 Lumen für 16 Stunden), high (346 Lumen für 5 Stunden und 6 Minuten) und Turbo (830 Lumen für 1 Stunde und 33 Minuten) geschaltet werden. Bei den Lumen handelt es sich um Herstellerangaben. Die Lampe verfügt über eine Memory-Funktion und startet immer in der Stufe, die beim letzten Ausschalten aktiviert war.
Durch Gedrückthalten des kleinen Schalters bei eingeschalteter Lampe werden die Blinkmodi aktiviert, was wie folgt funktioniert: Bei eingeschalteter Lampe einmal lang drücken = SOS (109 Lumen), anschließend wechselt die Lampe durch einen kurzen Druck auf den Schalter in den Strobe-Modus (820 Lumen). Bei erneutem Drücken geht es zurück auf SOS usw. Durch abermaliges Gedrückthalten gelangt man zurück in den regulären Modus, und zwar in die Stufe, die vor dem Wechsel in die Blinkmodi aktiviert war. Schaltet man die Lampe direkt aus einem der Blinkmodi aus, startet sie beim nächsten Einschalten im regulären Modus, ebenfalls in der Stufe, die vor dem Wechsel in die Blinkmodi aktiviert war. “Lampenintern” werden auch die Blinkmodi memorisiert. War der letzte aktivierte Blinkmodus Strobe, startet die Lampe beim Schalten in die Blinkmodi dort erneut.

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Mit dem großen Schalter wird die Lampe ein- und ausgeschaltet; der kleine dient zum Wechseln der Modi.

 

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Innenansicht des Lampengehäuses.

 

Fenix TK35 011
Die eigentlichen Schalter sitzen am Magazin.


Beam:
Auf kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot deutlich vom Sidespill ab. Auf mittlere und größere Distanzen wirkt das Lichtbild recht homogen, wobei die Lampe gleichzeitig eine ordentliche Reichweite erzielt.

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“White-wall-beamshot” der TK35. Beim Testmodell geht der Tint leicht ins grünliche/gelbliche.


Resümee:
Um die Eingangfrage zu beantworten: Ja. Die Lampe ist wirklich so gut. Sie ist gleichermaßen zur Wegausleuchtung im Nahbereich und für die Ausleuchtung weiter entfernter Bereiche geeignet. Die Verarbeitung ist auf gewohnt hohem Fenix-Niveau angesiedelt und die Regelung ausgezeichnet. Dadurch ist die TK35 für viele Einsatzzwecke prädestiniert. Leute, die die Lampe beruflich nutzen, dürften an ihr ebenso ihre Freude haben wie Hunde-Gassi-Geher und andere Privatnutzer. Auch beim Geocachen macht die Lampe eine ausgezeichnete Figur. Für die meisten Einsatzzwecke reichen bereits die beiden dunkleren Stufen aus; wenn’s ein bisschen mehr sein darf, verfügt die Lampe noch über ausreichend Reserven. Was mich persönlich ein wenig gestört hat, ist die Tatsache, dass ich im Dunkeln die beiden Schalter – trotz unterschiedlicher Größe und der Tatsache, dass der größere Schalter erhabener ist – doch des Öfteren verwechselt habe und die Lampe aus- statt heller geschaltet habe und umgekehrt. Wer also über ähnlich unsensible Finger verfügt wie meine Wenigkeit, sollte sich auf jeden Fall angewöhnen, die Lampe so zu umgreifen, dass immer der selbe Knopf oben ist. Dann sollten solche Probleme nicht auftreten. Ein Manko ist, dass die Lampe bei nachlassender Akkuleistung ohne jegliche Vorwarnung abschaltet und man von einer Sekunde auf die andere im Dunkeln steht, was sicherlich die unschönste aller Lösungen ist. Erhältlich ist die Lampe laut Liste für 109 Euro (Stand: Mai 2011), verschiedene Händler bieten sie auch unter 100 Euro an. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.fenixlight.com Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

Fenix TK35 013
Größenvergleich. Vorne: Maglite 3-D-Cell. Hinten (von links nach rechts): Fenix TK35, Led Lenser M14, Solarforce L2, Quark Mini 123.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Fenix TK35 014
Kontrollshot

 

Fenix TK35 015
Fenix TK35 low

 

Fenix TK35 016
Fenix TK35 medium

 

Fenix TK35 017
Fenix TK35 high

 

Fenix TK35 018
Fenix TK35 Turbo

 

Fenix TK35 019
Solarforce L2m mit Ultrafire XM-L-Drop-in

 

Fenix TK35 020
Ledwave XP-55 mit SST-50-Drop-in

 

Fenix TK35 021
Fenix TK45 Turbo

 

Fenix TK35 022
MTE SSC P7

 

Fenix TK35 023
Taclights Patriot

 

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