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13. Juni 2011

Tiablo A9

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Tiablo A9 001
Mit der Tiablo A9 kommt heute ein „Oldie“ auf den Seziertisch. Doch diese Lampe ist alles andere als altersschwach.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton mit Magnetverschluss sind die Lampe, zwei CR123-Batterien zum Betrieb, Ersatz-O-Ringe, ein nachleuchtendes Ersatz-Tailcapgummi, ein Lanyard und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

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Die Verpackung der Lampe wurde mehrfach geändert. Die abgebildete stammt (zumindest meines Wissens) aus der zweiten Fertigungsserie.

 

Tiablo A9 003
Lieferumfang der A9. Die Testlampe ist eine „Limited Edition“. Die reguläre Gehäusefarbe ist Schwarz.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 158,5 mm
Reflektoröffnung: 39 mm
Durchmesser Kopf: 45 mm
Durchmesser Tail: 26,5 mm
Gewicht: 150 g
Gewicht mit Akku: 196 g
Gewicht mit Batterien: 182 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, Löcher in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Tiablo A9 004
Solide Materialstärke und sauber geschnittene Gewinde.

 

Tiablo A9 005
Der Dichtring zum Lampenkopf ist nachleuchtend.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Tiablo A9 kann in einem Spannungsbereich von 2,75 bis 10 Volt betrieben werden. Als mögliche Stromquellen kommen somit 1×18650-Akku, 2xCR123-Batterien, 2xRCR123-Akkus oder 2xLiIon16340 in Frage. Wird die Lampe lediglich mit einer Spannung von 4,2 Volt versorgt, ist die maximale Ausgangsleistung geringer als beim Betrieb mit zwei Zellen. Im Bereich zwischen 6 Volt und 8,4 Volt waren keine Unterschiede messbar. Zum Test trat die Lampe mit einem 18650-Akku mit einer Kapazität von 2.600mAh an sowie mit zwei LiIon-16340-Akkus mit einer Kapazität von 750mAh. Während der Testläufe wurde die Lampe durch einen Ventilator gekühlt.
Praxistest Laufzeitmessung 18650-Akku:
beim Einschalten: 17.700 Lux
nach 5 Minuten: 17.000 Lux
nach 15 Minuten: 16.400 Lux
nach 30 Minuten: 15.300 Lux
nach 45 Minuten: 14.500 Lux
nach 60 Minuten: 13.700 Lux
nach 75 Minuten: 13.100 Lux
nach 90 Minuten: 12.500 Lux
nach 105 Minuten: 12.100 Lux
nach 120 Minuten: 11.700 Lux
nach 150 Minuten: 11.100 Lux
nach 180 Minuten: 10.900 Lux
nach 210 Minuten: 10.700 Lux
nach 240 Minuten: 10.300 Lux
nach 270 Minuten: 9.500 Lux
nach 300 Minuten: 8.800 Lux
Nach 305 Minuten oder fünf Stunden und fünf Minuten wurden 8.500 Lux gemessen – 50 Prozent Verlust gegenüber des Wertes, der nach fünf Minuten gemessen wurde – Testende. Der Akku wurde nach Entnahme mit einer Leerlaufspannung von 3,62 Volt gemessen.
Praxistest Laufzeitmessung 2x LiIon 16340-Akku:
beim Einschalten: 21.400 Lux
nach 5 Minuten: 21.200 Lux
nach 15 Minuten: 21.100 Lux
nach 30 Minuten: 21.000 Lux
nach 45 Minuten: 20.800 Lux
Nach 46 Minuten schaltete die Lampe ab. Die Akkus wurden nach Entnahme mit 3,15 Volt Leerlaufspannung gemessen.
Ein Test mit zwei CR123-Batterien konnte leider nicht durchgeführt werden, aus dem einfachen Grund, dass mir die Batterien ausgegangen waren. Alternativ habe ich einen Test mit zwei 3-Volt-Akkus durchgeführt. Ähnlich wie bei den 3,7-Volt-Akkus wurde die Helligkeit annähernd konstant gehalten, allerdings betrug die Laufzeit gerade mal 25 Minuten. Die zu erwartende Laufzeit mit zwei CR123-Batterien dürfte aufgrund der höheren Kapazität zwischen 50 Minuten und einer Stunde liegen.
Fazit: Der Treiber liefert im Bereich ab 6 Volt einen guten Job ab und hält die maximale Ausgangsleistung nahezu konstant. Beim Betrieb mit einem 18650-Akku ist die Maximalhelligkeit geringer. Der Lichtverlust liegt nach 30 Minuten bei zehn, nach 60 Minuten bei 20 Prozent. Wer’s nicht ganz so hell braucht und dafür lieber eine lange Laufzeit hat, kann auch zu dieser Alternative greifen. Für maximale Reichweite ist für die Tiablo A9 ein Kopf mit Kolimator-Linse erhältlich, den es allerdings nur in schwarz gibt. Mit dem Kollimator-Kopf schafft die Lampe laut Hersteller mehr als 60.000 Lux. Edit 18.7.2011: Beim Test am Luxmeter wurde ein Maximalwert von 55.000 Lux gemessen.

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Die A9 ist ein „Allesfresser“. Vom 18650-Akku über CR123-Batterien, RCR123-Akkus bis zu LiIon-16340-Akkus (von links) ist alles möglich. Die volle Helligkeit steht allerdings nur mit zwei Zellen zur Verfügung.


Leuchteinheit:
Hinter einer Glaslinse sitzt eine Cree XR-E-Q5-LED in einem Smooth-Reflektor.

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Die LED.

 

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Die Stärke der Lampe liegt in der Reichweite, wie der große und tiefe SMO-Reflektor zeigt.

 

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Alles Kopfsache. Links Fenix TK12, rechts Tiablo A9.


Bedienung:
Ein Reverse-Clicky mit weichem bis mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Beim ersten Druck auf den Schalter startet die Lampe im dunklen Modus, der mit 60 Lumen für acht Stunden angegeben ist, ein erneuter Druck aktiviert den hellen (angegeben mit 256 Lumen für 3,5 Stunden). Beim nächsten Drücken geht die Lampe aus. Morsen ist bei eingeschalteter Lampe im jeweiligen Modus durch Antippen des Clickys möglich. Die Tiablo A9 verfügt über einen abnehmbaren Griffring aus Gummi, der die Bedienung im Zigarrengriff erleichtert.

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Tailcap mit Clicky.

 

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Tailcap von innen.

 

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Der Griffring ist abnehmbar.


Beam:
Der Hotspot setzt sich deutlich, mit einigen Ringen, die für die Cree XR-E-Q5-LED typisch sind, vom Sidespill ab. Auf größere Entfernungen kann die Lampe ihre Thrower-Eigenschaften ausspielen und liefert dabei noch einigermaßen brauchbares Streulicht.

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„White-wall-beamshot“ der Tiablo A9.


Resümee:
Die Tiablo A9 ist das beste Beispiel dafür, dass die gute alte XR-E-LED fast unschlagbar ist, wenn es lediglich um Reichweite geht, und dafür ist die Lampe schließlich ausgelegt. Was Serienlampen dieser Abmessungen betrifft, können meines bescheidenen Wissens in Punkto Reichweite nur die Dereelight DBS V2 und die Eastward XGR2 mithalten. Die Verarbeitung der A9 bewegt sich auf hohem Niveau. Der Preis zwischen 80 und 95 Euro (Stand: Juni 2011) geht daher in Ordnung.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Als Vergleichslampen: einige Thrower, die von den Herstellern mit ähnlichen Lumenwerten angegeben werden sowie die TK11 aus dem Bereich der Allrounder und die Lumintop TD-15 als XP-G-Semi-Thrower mit angegebenen 420 Lumen.

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Tiablo A9 low

 

Tiablo A9 015
Tiablo A9 high

 

Tiablo A9 016
Fenix TK11

 

Tiablo A9 017
Edgetac Raidfire Spear (OP)

 

Tiablo A9 018
Eastward YJ XGR2

 

Tiablo A9 019
Solarforce Skyline1

 

Tiablo A9 020
Lumintop TD-15

 

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