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20. Juni 2011

Ledwave MC-1 Elite

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Ledwave MC-1 Elite 001
Die Ledwave MC-1 Elite ist eine EDC-Lampe, die auch härterer Beanspruchung standhalten dürfte.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung sind die Lampe, eine Batterie zum Betrieb, ein Inbusschlüssel zur Demontage des Trageclips, eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen und ein Zettel, was man mit einer Taschenlampe alles nicht machen sollte, enthalten.

Ledwave MC-1 Elite 002
Lieferumfang der MC-1 Elite.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 101,5 mm
Reflektoröffnung:21,5 mm
Durchmesser Kopf: 26 mm
Durchmesser Tail: 21 mm
Gewicht: 63 g
Gewicht mit Batterie: 79 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, Öse am Trageclip.
wasserdicht: spritzwassergeschützt. Beim Test im Waschbecken drang Wasser in den Lampenkörper ein. Die erste Vermutung war die richtige: Prinzipiell ist die Lampe sogar wasserdicht. Der Übeltäter, der ihr das verleidet, ist der Tragclip, respektive die Schraube, die zur Fixierung des Trageclips durchs Lampengehäuse gebohrt wurde. Nach einer Abdichtkur mit ein wenig Silikon konnte Abhilfe geschaffen werden.

Ledwave MC-1 Elite 003
Das Batterierohr dürfte selbst den dritten Weltkrieg überleben.

 

Ledwave MC-1 Elite 004
Der Schwachpunkt der Lampe ist die Befestigung des Trageclips. Die Inbusschraube geht durchs komplette Gehäuse, was zur Folge hat, dass die Lampe nicht komplett wasserdicht ist. Wer selbst Hand anlegen möchte, kann mit ein wenig Silkon nachhelfen.

 

Ledwave MC-1 Elite 005
Die Lampe ohne Clip (aber dafür mit Silikon unter der Schraube, was man auf dem Bild nicht sieht, weil ich ausnahmsweise mal nicht gepfuscht habe).


Leuchteinheit:
Die verwendete LED ist eine Cree-3,5-Watt, die in einem OP-Reflektor aus Aluminium sitzt. Die Frontlinse besteht aus gehärtetem Glas. Die gesamte Leuchteinheit ist als Drop-in ausgelegt und somit austauschbar.

Ledwave MC-1 Elite 006
Frontansicht des Lampenkopfs.

 

Ledwave MC-1 Elite 007
Wechselbare Leuchteinheit.

 

Ledwave MC-1 Elite 008
Kopf mit montiertem Drop-in von innen.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit einer CR123-Batterie. Alternativ ist auch der Betrieb mit einem 3-Volt-Akku möglich. Zum Test wurde die Lampe in der helleren der beiden Leuchtstufen mit einer CR123-Batterie betrieben.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 3.600 Lux
nach 5 Minuten: 3.200 Lux
nach 10 Minuten: 3.200 Lux
nach 20 Minuten: 3.200 Lux
nach 30 Minuten: 3.100 Lux
nach 40 Minuten: 3.100 Lux
nach 50 Minuten:3.000 Lux
nach 60 Minuten: 3.000 Lux
nach 70 Minuten: 2.900 Lux
nach 80 Minuten: 2.700 Lux
nach 90 Minuten: 2.600 Lux
nach 100 Minuten: 1.900 Lux
nach 105 Minuten: 1.500 Lux
Testabbruch, da der Luxwert bei unter 50 Prozent des Maximalwerts nach Erreichen der Betriebstemperatur der LED lag (3.200 Lux). Die gemessene Leerlaufspannung der Batterie betrug 1,91 Volt. Nach fünf Stunden Warten hatte sich die Batterie wieder auf 2,75 Volt bekrabbelt. Nach dem Einschalten wurden 2.800 Lux gemessen. Der Wert fiel innerhalb von 5 Minuten auf 1.600 Lux. Nach einer Dreiviertelstunde zeigte das Luxmeter noch 600 Lux.
Fazit: Die Regelung funktioniert gut. Nach 45 Minuten hat die Lampe fünf, nach 75 Minuten zehn Prozent der Ausgangsleistung verloren. Nach anderthalb Stunden wird der Lichtverlust auch fürs Auge sichtbar. Im Notfall steht noch für einen langen Zeitraum dunkler werdendes Restlicht zur Verfügung.

Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit weichem bis mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken Dauerlicht. Bei einmaligem Antippen startet die Lampe in der hellen Stufe, die mit 59 Lumen angegeben ist, bei zweimaligem Antippen wird die dunkle Stufe aktiviert, die mit 13 Lumen angegeben ist. Die Lampe hat keine Memory-Funktion und startet immer in der hellen Stufe.

Ledwave MC-1 Elite 009
Der Schalter macht einen soliden Eindruck.

 

Ledwave MC-1 Elite 010
Clicky von innen.


Beam:
Der Hotspot setzt sich auf alle Distanzen klar definiert vom Sidespill ab.

Ledwave MC-1 Elite 011
„White-wall-beamshot“ der Ledwave MC-1 Elite.


Resümee:
Die Ledwave MC-1 Elite ist eine zuverlässige und hochwertig verarbeitete EDC-Lampe, die ihren Besitzer vermutlich überleben wird. Die Lichtausbeute ist, gemessen am aktuellen Standard, sicherlich gering, aber für eine EDC-Lampe ausreichend, wobei die angegebenen 59 Lumen eher konservativ angegeben sind, denn die Lampe kann auch mit Lampen mithalten, bei denen die angegebene Lumenzahl höher ist. Das Bedienkonzept, bei dem auf jegliches Geblinke verzichtet wurde, wurde gut gelöst; die beiden Helligkeitsabstufungen gut gewählt. Unschön ist die Tatsache, dass die Lampe nicht wasserdicht ist. Ursache ist die Schraube zur Befestigung des Trageclips, die ins Lampengehäuse geschraubt wurde. Hier wäre eine andere Lösung sicherlich besser gewesen. Erhältlich ist die MC-1 Elite zu einem Preis von 79 Euro (Stand: Juni 2011). Zum Test wurde die Lampe freundlicherweise von der Outdoor Marketing International GmbH www.outdoor-mi.com zur Verfügung gestellt. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.led-and-xenon.com bzw. www.ledwave.eu

Ledwave MC-1 Elite 012
Größenvergleich. Von links: Lumapower D-Mini VX XP-G R5, HDS Systems EDC High CRI, Ledwave MC-1 Elite, Fenix LD10, 4Sevens Quark Mini123.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Einige Lampen mit herstellerseitig höher angegebenen Lumenwerten.

Ledwave MC-1 Elite 013
Ledwave MC-1 Elite (angegeben mit 59 Lumen)

 

Ledwave MC-1 Elite 014
Fenix LD10 (angegeben mit 120 Lumen)

 

Ledwave MC-1 Elite 015
Maglite Mini Dittmann XR-E (angegeben mit 130 Lumen)

 

Ledwave MC-1 Elite 016
HDS Systems EDC High CRI (angegeben mit 100 Lumen)

 

Ledwave MC-1 Elite 017
UK 3AA eLED CPO ES (angegeben mit 110 Lumen)

 

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