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10. Juli 2011

Spark SL5-190NW

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Spark SL5-190NW 001
In der Spark-Familie hat es erneut Nachwuchs gegeben. Die SL6-740NW hat mit der SL5-190NW eine kleine Schwester bekommen.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton sind die Lampe, eine Diffuser-Linse, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Holster und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

Spark SL5-190NW 002
Lieferumfang der SL5-Serie.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 95 mm
Reflektoröffnung: 18 mm
Durchmesser Kopf: 25 mm
Durchmesser Tail: 21,5 mm
Gewicht: 50 g
Gewicht mit Akku: 77 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit montiertem Trageclip.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Spark SL5-190NW 003
Beide Schalter sind identisch belegt. Dadurch kann die Lampe in verschiedenen Haltungen bedient werden.

 

Spark SL5-190NW 004
Spark-typische Kühlrippen.

 

Spark SL5-190NW 005
Ein Frosch beäugt kritisch den Trageclip. Sollte der etwa?…

Spark SL5-190NW 006
…genau, abnehmbar sein. So und nicht anders gehört sich das!

 

Spark SL5-190NW 007
Lampe im Holster.

 

Spark SL5-190NW 008
Solide Materialstärke des Lampenkörpers.


Leuchteinheit:
Hinter einer Glaslinse, deren Beschaffenheit nicht näher definiert ist, arbeitet eine Cree XM-L-T5-LED in einem OP-Reflektor.

Spark SL5-190NW 009
Vorderansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe kann in einem Spannungsbereich von 0,9 bis 4,2 Volt, also wahlweise mit einem NiMh-Akku/einer AA-Batterie oder einem LiIon 14500-Akku betrieben werden. Der Lichtstrom ist von Spark in der hellsten Stufe, dem „Super-Mode“, mit 190 Lumen für eine Dauer von 0,9 Stunden angegeben. Zum Test wurden mehrere Stromversorger eingelegt, die Lampe auf höchster Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.
Praxistest Laufzeitmessung LSD-Akku (Sanyo Eneloop, 2.000 mAh):
beim Einschalten: 970 Lux
nach 5 Minuten: 870 Lux
nach 10 Minuten: 870 Lux
nach 15 Minuten: 870 Lux
nach 20 Minuten: 870 Lux
nach 25 Minuten: 870 Lux
nach 30 Minuten: 830 Lux
nach 35 Minuten: 800 Lux
nach 40 Minuten: 760 Lux
nach 45 Minuten: 680 Lux
nach 50 Minuten: 390 Lux
nach 55 Minuten: 60 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit 0,89 Volt gemessen. Eine Abschaltung durch die Lampe erfolgte nicht. Ausgehend vom Wert, den die LED nach Erreichen der Betriebstemperatur hat (870 Lux) hat die Lampe nach 40 Minuten etwas mehr als 10 Prozent der Ausgangshelligkeit eingebüßt, nach 45 Minuten sind es knapp 20 Prozent. Mit einem Akku mit höherer Kapazität sind etwas längere Laufzeiten möglich.

Praxistest Laufzeitmessung LiIon 14500:
beim Einschalten: 1.490 Lux
nach 5 Minuten: 1.430 Lux
nach 10 Minuten: 1.430 Lux
nach 15 Minuten: 1.430 Lux
nach 20 Minuten: 1.430 Lux
nach 25 Minuten: 1.430 Lux
nach 30 Minuten: 1.430 Lux
nach 35 Minuten: 1.430 Lux
Nach 39 Minuten ging die Lampe aus. Der Akku wurde unmittelbar nach Entnahme mit 3,12 Volt gemessen. Wie sich in einem weiteren Testlauf mit einem ungeschützten Akku herausstellte, war fürs Abschalten nicht die Lampe verantwortlich, denn die wurde mit dem ungeschützten Akku nach etwas mehr als 30 Minuten schlagartig dunkler. Die gemessene Leerlaufspannung des Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 2,65 Volt, was ihm, vorsichtig ausgedrückt, nicht wirklich gut tut. Ergo sorgte beim ersten Testlauf die Schutzschaltung des Akkus fürs Abschalten. Die Lampe selbst hat keine Abschaltung.

Praxistest Laufzeitmessung AA-Batterie (Alkaline)
beim Einschalten: 1010 Lux
nach 5 Minuten: 650 Lux
nach 10 Minuten: 490 Lux
nach 15 Minuten: 380 Lux
Nach 20 Minuten konnte man die Lampe zum Testen des Pupillenreflexes verwenden – Testabbruch. Dieser „Pro-Forma-Test“ brachte das erwartete Ergebnis: Der Betrieb mit einer AA-Zelle ist allenfalls eine Notlösung, da die Batterie den hohen Strom, den die LED anfordert, nicht über einen längeren Zeitraum liefern kann und schnell einknickt. In den dunkleren Leuchtstufen sind längere Laufzeiten zwar möglich, aber einen Rennwagen fährt man schließlich auch nicht im ersten Gang mit Sprit von der Zapfsäule.

Fazit: Die Regelung ist beim LiIon-Betrieb exzellent und beim Betrieb mit einem NiMh-Akku gut. Bei letzterem liegt der Verlust gegenüber der Ausgangshelligkeit bis wenige Minuten vor Ende der sinnvoll nutzbaren Akkukapazität bei 20 Prozent. Kein Spitzenwert, aber eine derartige Regelung macht in der Praxis durchaus Sinn, da die Lampe dem Benutzer durch Dunklerwerden signalisiert, dass ein Akkuwechsel ansteht. Dies sollte man in dem Fall aber auch schleunigst tun und den Akku nicht so weit auslutschen wie hier im Test. Beim Betrieb mit einem 14500-Akku ist die Regelung schon fast zu gut. Ein geschützter Akku schaltet ohne Vorwarnung ab. Hier wäre zumindest ein Blinksignal, Dunklerwerden etc. hilfreich, damit man nicht von einer Sekunde auf die andere im Dunkeln steht. Vom Betrieb mit einem ungeschützten Akku kann nur abgeraten werden, da die Lampe ihn richtig ausnuckelt und schädigen kann.

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Innenansicht Lampenkopf.

 

Spark SL5-190NW 011
Tailcap von innen.

 

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Die Einzelteile der SL5. Das Röhrchen im Vordergrund stellt den Kontakt zum hinteren Schalter her.


Bedienung:
Ein kurzer Klick auf einen der beiden leichtgängigen Taster schaltet die Lampe ein und aus. Insgesamt verfügt die SL5 über fünf Leuchtstufen. Beim Einschalten startet die Lampe im Low-Modus, der mit 2 Lumen für 86 Stunden angegeben ist. Durch Halten des Tasters werden nacheinander die weiteren Leuchtstufen Medium 1 (10 Lumen für 30 Stunden), Medium 2 (36 Lumen für 8 Stunden) und Max (100 Lumen für 1,8 Stunden) angewählt. Durch einen kurzen Doppelklick kommt man aus jeder Stufe in den Super-Modus (laut Hersteller 190 Lumen für 0,9 Stunden). Beim Aus- und Wiedereinschalten aus dem Super-Modus heraus unterscheidet sich die Lampe von den Modellen der SL6-Serie. Während bei der SL6 nach dem Aus- und Wiedereinschalten aus dem Super-Modus heraus immer die zweithellste Leuchtstufe aktiviert wurde, startet die SL5 nach dem Wiedereinschalten erneut im Super-Modus. Durch einen Doppelklick bei ausgeschalteter Lampe startet selbige direkt im Super-Modus.
Das UI reagiert unterschiedlich auf die verschiedenen Stromversorger. Wird die Lampe mit einem 14500-Akku betrieben, wird die zuletzt eingestellte Stufe dauerhaft gespeichert und steht nach dem nächsten Einschalten wieder zur Verfügung. Beim Betrieb mit einem NiMh-Akku ist die Memory-Funktion auf fünf Minuten begrenzt. Schaltet man die Lampe aus und nach einem längeren Zeitraum als fünf Minuten wieder ein, startet sie in der dunkelsten Stufe, begleitet von einem unschönen Pre-Flash, ein Phänomen, das bereits bei der ST5-Stirnlampe zu beobachten war. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die Tailcap leicht gelöst werden.

Spark SL5-190NW 013
Der Taster reagiert präzise auf kurzes Antippen.


Beam:
Schon auf wenige Zentimeter Entfernung geht der Hotspot weich in den Sidespill über. Auf die Distanz ergibt sich ein homogenes Lichtbild.

Spark SL5-190NW 014
„White-wall-beamshot“ der SL5-190NW.


Resümee:
Die Spark SL5-190NW ist ein gelungener Fluter im Hosentaschenformat. Die Verarbeitung überzeugt, und die Regelung ist ausgezeichnet. Durch einen seitlichen und einen Tailcapschalter ist die Lampe in jeder Haltung bedienbar. Die einzelnen Stufen sind gut aufeinander abgestimmt, was die Lampe sehr vielseitig macht. Ein kleines Manko ist der Pre-Flash beim AA-Betrieb. Für eine EDC-Lampe reicht die Hellihkeit bereits mit einem NiMh-Akku in der Regel mehr als aus. Wer es gerne etwas heller mag, greift zu einem LiIon-Akku. In diesem Fall gibt es keinen Preflash, da die Memory-Funktion dauerhaft ist. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 79 Euro (Stand: Juli 2011), der aufgrund der sehr guten Gesamtverarbeitung in Ordnung geht. Das Testmodell wurde freundlicherweise von Spark zur Verfügung gestellt. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.spark001.com

Spark SL5-190NW 015
Größenvergleich zum großen Bruder SL6.

 

Spark SL5-190NW 016
Größenvergleich zur Solarforce L2.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Einige Lampen mit ebenfalls homogener Ausleuchtung.
Die Bilder sind durch die Bank unscharf, was daran liegt, dass ich zuvor die Weißwandbilder gemacht habe und anschließend nicht neu auf die Entfernung fokussiert habe. Gesehen habe ich dieses Malheur erst nach dem Überspielen auf den Rechner, nachdem draußen schon alles abgebaut war. Und da ich absolut keine Lust mehr hatte, noch mal von vorne anzufangen, müsst ihr mit diesem unscharfen Kladderadatsch leben.

Spark SL5-190NW 017
Kontroll-Shot

 

Spark SL5-190NW 018
Spark SL5-190NW NiMh-Akku low

 

Spark SL5-190NW 019
Spark SL5-190NW NiMh-Akku Medium 1

 

Spark SL5-190NW 020
Spark SL5-190NW NiMh-Akku Medium 2

 

Spark SL5-190NW 021
Spark SL5-190NW NiMh-Akku Max

 

Spark SL5-190NW 022
Spark SL5-190NW NiMh-Akku Super

 

Spark SL5-190NW 023
Spark SL5-190NW 14500 low

 

Spark SL5-190NW 024
Spark SL5-190NW 14500 Medium 1

 

Spark SL5-190NW 025
Spark SL5-190NW 14500 Medium 2

 

Spark SL5-190NW 026
Spark SL5-190NW 14500 Max

 

Spark SL5-190NW 027
Spark SL5-190NW 14500 Super

 

Spark SL5-190NW 028
Spark SL5-190NW 14500 Super mit Diffuserlinse

 

Spark SL5-190NW 029
Spark SL5-220CW 14500 Super

 

Spark SL5-190NW 030
Spark SL6-740NW Medium 2

 

Spark SL5-190NW 031
Sunwayman V10A

 

Spark SL5-190NW 032
Fenix TK45 High (nicht Turbo!)

 

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