Taschenlampen-Tests.de






         

24. Juli 2011

Spark SL5-220CW

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 04:35

Spark SL5-220CW 001
Die Spark SL5-220CW ist ein solide verarbeiteter „Hosentaschenfluter“ für alle Situationen im Nahbereich.


Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe wird in einem stabilen Pappkarton ausgeliefert. Als Zubehör finden sich im Karton noch eine Diffuser-Linse, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Holster und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache.

Spark SL5-220CW 002
Lieferumfang der Spark SL5-220CW.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 95 mm
Reflektoröffnung: 18 mm
Durchmesser Kopf: 25 mm
Durchmesser Tail: 21,5 mm
Gewicht: 50 g
Gewicht mit Akku: 77 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit montiertem Trageclip.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Die Lampe verfügt über einen seitlichen und einen Tailcapschalter, die identisch belegt sind.

Spark SL5-220CW 003
Der Trageclip ist abnehmbar und passt optisch gut zur Gesamterscheinung der Lampe.

 

Spark SL5-220CW 004
Die Gewinde laufen sauber und spielfrei.

 

Spark SL5-220CW 005
Lampenkopf mit Kontaktfeder.

 

Spark SL5-220CW 006
Die Feder in der Tailcap wurde sicher und sauber verlötet.

 

Spark SL5-220CW 007
Die im Lieferumfang enthaltene Diffuserlinse kann statt der Originallinse montiert werden.

 

Spark SL5-220CW 008
„Explosionsdarstellung“ der SL5-220CW.


Leuchteinheit:
Eine Cree XM-L-T6-LED sitzt in einem OP-Reflektor aus Aluminium. Die Frontlinse besteht aus Glas.

Spark SL5-220CW 009
Vorderansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe kann in einem Spannungsbereich von 0,9 bis 4,2 Volt betrieben werden. Als Stromversorger können somit sowohl NiMh-Akkus als auch LiIon-14500-Akkus verwendet werden. Vom Betrieb mit einer normalen Alkali-Batterie ist abzuraten, da diese in der Leistung zu schnell einbricht. Im Notfall funktioniert die Lampe auch damit, allerdings sollte sie dann über einen längeren Zeitraum nur in den niedrigen Helligkeitsstufen betrieben werden. Laut Herstellerangaben soll die Lampe in der hellsten Stufe 220 Lumen für 0,9 Stunden liefern. Zum Test trat die Lampe in ebendieser Stufe an. Zur Kühlung lief ein Ventilator mit.

Praxistest Laufzeitmessung LSD-Akku (Sanyo Eneloop, 2.000 mAh):
beim Einschalten: 1.200 Lux
nach 5 Minuten: 990 Lux
nach 10 Minuten: 950 Lux
nach 15 Minuten: 950 Lux
nach 20 Minuten: 950 Lux
nach 25 Minuten: 930 Lux
nach 30 Minuten: 890 Lux
nach 35 Minuten: 870 Lux
nach 40 Minuten: 840 Lux
nach 45 Minuten: 780 Lux
Nach 50 Minuten zeigte das Luxmeter noch einen Wert von 320 an. Die Leerlaufspannung des Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 1,03 Volt. Legt man den Wert zugrunde, den die Lampe nach Erreichen der LED-Betriebstemperatur hatte (990 Lux), liegt der Lichtverlust nach 30 Minuten bei etwa 10 Prozent, nach 45 Minuten bei 20 Prozent.

Praxistest Laufzeitmessung LiIon 14500:
beim Einschalten: 1.640 Lux
nach 5 Minuten: 1.580 Lux
nach 10 Minuten: 1.570 Lux
nach 15 Minuten: 1.570 Lux
nach 20 Minuten: 1.570 Lux
nach 25 Minuten: 1.570 Lux
nach 30 Minuten: 1.570 Lux
nach 35 Minuten: 1.590 Lux
Nach 37 Minuten ging die Lampe aus. Der Akku wurde unmittelbar nach Entnahme mit 3,21 Volt gemessen. Bei der Wiederholung des Versuchs wurde ein ungeschützter Akku verwendet. Ähnlich wie beim Versuch mit dem LSD-Akku zuvor wurde die Lampe zum Ende der Laufzeit rasch dunkler. Für die Abschaltung beim Test mit dem 14500-Akku war demzufolge nicht die Lampe sondern die Schutzschaltung des Akkus verantwortlich.

Fazit: Die Regelung funktioniert über den gesamten Laufzeitraum gut. Mit einem LiIon-Akku funktioniert sie sogar so gut, dass man bei Verwendung eines geschützten Akkus von einer Sekunde auf die andere im Dunkeln steht. Das ist sicherlich nicht optimal, wünschenswert wäre zumindest eine Vorwarnung in Form von Blinken oder sichtbar nachlassender Helligkeit. Zwar geschieht dies bei der Verwendung eines ungeschützten Akkus durch nachlassende Helligkeit, allerdings saugt die Lampe den Akku dabei bedenklich leer. Von der Verwendung eines ungeschützten Akkus ist aus diesem Grund abzuraten. Wer die Lampe vorrangig mit einem LiIon-Akku betreiben möchte, sollte auf jeden Fall Ersatz dabei haben. Auch wenn das Wechseln bei völliger Dunkelheit in manchen Fällen nicht optimal ist, ist es dennoch problemlos möglich.

Spark SL5-220CW 010
Der Akku sitzt stramm in einem Röhrchen im Lampenkörper.

 

Spark SL5-220CW 011
Das Röhrchen stellt den Kontakt zum hinteren Schalter her. Lässt man es weg, funktioniert ergo nur der vordere Schalter.


Bedienung:
Sowohl der Tailcap-Schalter als auch der seitliche Schalter sind als Taster ausgelegt und identisch belegt. Durch einen kurzen Klick wird die Lampe ein- und ausgeschaltet. Sie bietet fünf Leuchtstufen. Die ersten vier davon werden durch Gedrückthalten des Schalters in der Reihenfolge Low (2 Lumen für 86 Stunden), Medium 1 (10 Lumen für 30 Stunden), Medium 2 (40 Lumen für 8 Stunden) und Max (120 Lumen für 1,8 Stunden) durch Halten des Tasters durchgeschaltet. Ein Doppelklick, egal aus welcher Stufe, aktiviert den „Super-Mode“ mit 220 Lumen für 0,9 Stunden (alle genannten Werte sind Herstellerangaben). Durch einen Doppelklick kann der Super-Mode kann auch bei ausgeschalteter Lampe direkt erreicht werden.
Bei Verwendung eines LiIon-Akkus hat die Lampe eine Memory-Funktion und startet immer in dem Modus, der vor dem letzten Ausschalten aktiviert war. Wird die Lampe mit einem NiMh-Akku betrieben, ist die Memory-Funktion nur temporär. Im Falle des Testmodells wurde die zuletzt eingestellte Stufe nur etwa bis 30 Sekunden nach dem letzten Ausschalten beim Einschalten wieder aktiviert. Verging nach dem Ausschalten mehr als eine halbe Minute, startete die Lampe immer in der dunkelsten Stufe, begeleitet von einem Pre-Flash. Bei den zuvor von mir getesteten Spark-Lampen, die eine Verwendung von NiMh- und 14500 LiIon-Akkus erlaubten, lag der Zeitraum, in dem die Lampe die zuletzt eingestellte Stufe speicherte, zwischen einer Minute und 5 Minuten. Hier gibt es also eine gewisse Serienstreuung. Fakt ist, dass die Memory-Funktion mit einem NiMh-Akku oder einer AA-Batterie zeitlich begrenzt ist, während sie mit einem LiIon-Akku dauerhaft ist.
Wird einer der Schalter während des Betriebs auf Med 1, Med 2, Max oder Super gedrückt gehalten, rampt die Lampe nicht hoch, sondern beginnt wieder in der dunkelsten Leuchtstufe. Zum Schutz gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die Tailcap leicht gelöst werden.

Spark SL5-220CW 012
Die Schalter sind als Taster ausgelegt und reagieren leicht und präzise.


Beam:
Die SL5-220CW liefert bereits auf kurze Distanzen ein homogenes Lichtbild mit einem definierten Punkt, der weich ins Streulicht übergeht. Auf kurze und mittlere Distanzen ergibt sich eine gleichmäßige Ausleuchtung.

Spark SL5-220CW 013
„White-wall-beamshot“ der SL5-220CW. Der Hotspot des Testmodells ist leicht dezentriert, da die LED nicht exakt mittig im Reflektor sitzt. Allerdings ist das nur auf kürzeste Entfernungen sichtbar und für praktische Anwendungen irrelevant. Nichtsdestotrotz wird es einige Leute trotzdem stören.

Resümee:
Das „Schlimmste“ zuerst: Die Spark SL5-220CW hat keine Abschaltung. Sowohl beim Betrieb mit einem NiMh-Akku als auch beim Betrieb mit einem ungeschützten LiIon-Akku wird die Lampe zum Ende der Laufzeit merklich dunkler. Während das mit einem NiMh-Akku nicht weiter tragisch ist, da der Akku nicht im „gefährdeten“ Bereich betrieben wird, sofern er denn zu diesem Zeitpunkt gewechselt wird, saugt die Lampe einen LiIon-Akku mehr aus als ihm lieb sein kann. Ein Betrieb mit einem ungeschützten LiIon-Akku ist daher nicht empfehlenswert. Bei einem geschützten Akku greift die Schutzschaltung des Akkus, und man steht mir nichts, dir nichts im Dunkeln. Zu bemängeln ist von meiner Seite auch der Pre-Flash bei Verwendung eines NiMh-Akkus. Beides ist sicherlich nicht optimal.
Nun das gute: Der ganze Rest. Die Verarbeitung ist hochwertig. Angefangen von den Lötarbeiten, die exzellent ausgeführt wurden, über die leichtgängig und präzise arbeitenden Taster bis zur Anodisierung geht es kaum besser. Durch zwei identisch belegte Schalter ist sowohl die Bedienung in einer taktischen als auch in der „normalen“ Haltung möglich. Die Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt und machen die Lampe vielseitig einsetzbar, zusätzlich durch die Option, NiMh-Akkus oder LiIon-Akkus zu verwenden. Bei Verwendung als EDC-Lampe sollte ein NiMh-Akku als Stromversorger in nahezu allen Situationen ausreichen. Noch mehr Dampf liefert ein LiIon 14500-Akku, mit dem die Lampe über die gesamte Laufzeit durchgehend geregelt ist. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 79 Euro (Stand: Juli 2011). Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise von Spark. Weitere Infos sind auf der Herstellerseite www.spark001.com zu finden.

Spark SL5-220CW 014
Größenvergleich. Von links: Spark SL5-220CW, Fenix LD10, Lumapower D-Mini VX, Led Lenser P5R.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Im direkten Vergleich bei der Verwendung eines NiMh-Akkus und eines LiIon-Akkus sind die jeweiligen Leuchtstufen beim Betrieb mit einem LiIon-Akku um einen Tick heller. In der hellsten Leuchtstufe ist der Unterschied am größten.

Spark SL5-220CW 015
Kontroll-Shot

 

Spark SL5-220CW 016
Spark SL5-220CW NiMh-Akku low

 

Spark SL5-220CW 017
Spark SL5-220CW NiMh-Akku Medium 1

 

Spark SL5-220CW 018
Spark SL5-220CW NiMh-Akku Medium 2

 

Spark SL5-220CW 019
Spark SL5-220CW NiMh-Akku Max

 

Spark SL5-220CW 020
Spark SL5-220CW NiMh-Akku Super

 

Spark SL5-220CW 021
Spark SL5-220CW LiIon-Akku Super

 

Spark SL5-220CW 022
Spark SL5-220CW LiIon-Akku Super mit Diffuserlinse.

 

Spark SL5-220CW 023
Spark SL5-220CW LiIon-Akku Super mit Diffuserlinse. Bei diesem Bild wurde die Diffuserlinse vor die Glaslinse gesetzt. Die Ausrichtung des Lichtkegels ist nicht hundertprozentig identisch mit dem Vorgängerbild, da das Stativ zwischendurch bewegt wurde. Dennoch zeigt das Bild sehr schön, dass fürs Auge nicht wirklich ein Unterschied in der Helligkeit feststellbar ist.

 

Spark SL5-220CW 024
Die linke Bildhälfte wird von der SL5-220CW ausgeleuchtet, die rechte von der SL5-190NW. Die 220CW wirkt von der Lichtfarbe her deutlich kühler und einen Tick heller.

 

Spark SL5-220CW 025
4Sevens Quark Mini 123 LiIon 16340 high

 

Spark SL5-220CW 026
EagleTac P20A2 MKII high

 

Spark SL5-220CW 027
Solarforce L2m mit Ultrafire XM-L-Drop-in mittlere Stufe

 

nach oben



Keine Kommentare

Noch keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Diese Kommentarfunktion ist zurzeit nicht zugelassen.

Powered by WordPress MU.