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10. August 2011

Sunwayman V10A

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 01:10

Sunwayman V10A 001
Einschalten, drehen, Spaß haben – so könnte man die Sunwayman V10A beschreiben.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung sind neben der Lampe ein Ersatzgummi für die Tailcap, Ersatz-O-Ringe, ein Gürtelclip, ein Lanyard, eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache, eine Garantiekarte und eine Sunwayman-Werbebroschüre enthalten.

Sunwayman V10A 002
Lieferumfang der Sunwayman V10A.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 110 mm
Reflektoröffnung: 17 mm
Durchmesser Kopf: 23 mm
Durchmesser Tail: 23 mm
Gewicht: 62 g
Gewicht mit LSD-Akku: 88 g
Gewicht mit 14500-Akku: 82 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit montiertem Trageclip.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap und im Trageclip.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Die Helligkeit kann über einen Drehring stufenlos* verstellt werden.

Sunwayman V10A 003
Der mitgelieferte Trageclip ist gleichzeitig der einzige Rollschutz. Durch die Hochglanzlackierung wirkt der Clip ein wenig „billig“ und passt optisch auch nicht so wirklich zur Lampe.

 

Sunwayman V10A 004
Der Lampenkopf.

 

Sunwayman V10A 005
Die Wandstärke ist für eine kleine Lampe recht ansehnlich.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED sorgt fürs Licht, das von einem stark texturierten Reflektor verteilt wird. Davor sitzt eine ultraklare Glaslinse.

Sunwayman V10A 006
Für eine gleichmäßige Ausleuchtung sorgt die ausgeprägte „Orangenhaut“.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe kann mit einer AA-Zelle (Batterie/Akku) oder einem LiIon-14500-Akku in einem Spannungsbereich von 0,9 bis 4,2 Volt betrieben werden. Vom Hersteller ist eine maximale Helligkeit von 140 Lumen bei einer Laufzeit von 1,5 Stunden angegeben. Bei Verwendung eines 14500-Akkus ist die maximale Leistung höher. Im direkten Vergleich mit dem Schwestermodell Sunwayman V10R, das mit 210 Lumen angegeben ist, war kein Unterschied bei der Maximalhelligkeit erkennbar. Zum Test wurde die Lampe mit einem LSD-Akku (Sanyo Eneloop, 1.900mAh), einer AA-Batterie sowie einem 14500-Akku mit einer Kapazität von 900mAh betrieben.
Praxistest Laufzeitmessung 1,2Volt-Akku:
beim Einschalten: 1.900 Lux
nach 5 Minuten:1.700 Lux
nach 10 Minuten: 1.700 Lux
nach 15 Minuten: 1.700 Lux
nach 20 Minuten: 1.700 Lux
nach 30 Minuten: 1.600 Lux
nach 40 Minuten: 1.500 Lux
nach 45 Minuten: 1.400 Lux
nach 50 Minuten: 1.000 Lux
Nach 54 Minuten und angezeigten 300 Lux begann die Lampe zu flackern. Der Akku wurde entnommen und mit 0,87 Volt gemessen.
Praxistest Laufzeitmessung AA-Batterie:
beim Einschalten: 1.900 Lux
nach 5 Minuten: 1.400 Lux
nach 10 Minuten: 1.200 Lux
nach 15 Minuten: 1.000 Lux
nach 20 Minuten: 200 Lux
nach 30 Minuten: 200 Lux
Wenig später begann die Lampe zu flackern. Die Lampe wurde ausgeschaltet, um der Batterie eine zweite Chance zu gewähren. Nach einer Stunde Erholung wurden beim Einschalten 1.500 Lux gemessen.
nach 5 Minuten: 1.100 Lux
nach 10 Minuten: 800 Lux
Ihr ahnt es schon: Wenig später ging das Geflackere bei angezeigten 200 Lux erneut los, Testabbruch.
Praxistest Laufzeitmessung LiIon-14500-Akku:
beim Einschalten: 5.000 Lux
nach 5 Minuten: 4.400 Lux
nach 10 Minuten: 4.200 Lux
nach 15 Minuten: 4.000 Lux
nach 20 Minuten: 3.800 Lux
nach 30 Minuten: 2.200 Lux
Nach 31 Minuten ging die Lampe urplötzlich aus. Der Akku wurde unmittelbar nach Entnahme mit 3,10 Volt gemessen.
Fazit: Wer kurzzeitig viel Licht benötigt, kann die Lampe mit einem 14500-Akku betreiben, der allerdings bei dunkler werdender Lampe rasch gewechselt werden sollte. Ansonsten steht man von einer Sekunde auf die andere im Dunkeln, und die gemessenen 3,10 Volt Leerlaufspannung bei Entnahme des Akkus tragen langfristig auch nicht gerade zur Schonung desselben bei. Optimiert wurde die V10A allerdings für den Betrieb mit einem 1,2-Volt-Akku. Bei geringerer Lichtausbeute sorgt der Treiber hier für eine nahezu konstante Helligkeit über einen Großteil des Laufzeitraums. Der Betrieb mit einer AA-Batterie zeigt, dass dieser Stromversorger bei ein- oder zweizelligen Lampen immer mehr vom Aussterben bedroht ist. Die hohen Ströme, die von aktuellen LEDs angefordert werden, können die Zellen nicht über einen längeren Zeitraum liefern. Für Einsätze, bei denen die Lampe nicht ständig mit maximaler Leistung betrieben wird, ist eine AA-Zelle jedoch okay.
Nur mal so nebenbei ohne wissenschaftlichen Beleg: Meine Wenigkeit nutzt die Lampe täglich als Nachttischlampe oder für kurzzeitige Einsätze draußen mit einem 14500-Akku. Besagter Akku befindet sich bereits seit mehr als zwei Monaten in der Lampe und wurde nur zum Test durch einen randvollen ersetzt. Die gemessene Spannung im Leerlauf betrug 3,82 Volt – bei gleicher Nutzungskadenz wäre mindestens noch ein weiterer Monat drin gewesen.

Sunwayman V10A 007
Schluckspecht V10A: Es können sowohl AA- als auch LiIon-14500-Akkus verwendet werden. Zur Not tut’s auch eine AA-Batterie.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt, mit dem Momentlicht und Morsen möglich sind. Die Helligkeit wird mittels eines Drehrings am Lampenkopf verstellt. Die Lampe verfügt über zahlreiche Leuchtstufen, die so fein aufeinander abgestimmt sind, dass das Auge das Rauf- und Runterdimmen als stufenlos* wahrnimmt. Sehr schön ist das wirklich „lowe“ Low, das mit 1 Lumen angegeben ist, aber in der Praxis deutlich darunter liegt. Wenn man die Lampe in der dunkelsten Stufe einschaltet, muss man schon direkt in den Reflektor schauen, um zu merken, dass sie überhaupt an ist. Bei dieser minimalen Lichtausbeute bleibt die Nachtsicht in der Dunkelheit erhalten. Ebenfalls gut gelöst: Die dunkelste Stufe ist mit einem 1,2-Volt-Akku gleich dunkel wie mit einem LiIon-14500-Akku.

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Durch den versenkten Einschaltknopf ist die Lampe Tailstand-fähig.

 

Sunwayman V10A 009
Der Selektorring.

 

Sunwayman V10A 010
Das Verstellen geht mühelos, und die Leuchtstufen sind so gut aufeinander abgestimmt, dass das Auge sie nicht einzeln wahrnimmt, sondern als stufenloses Herauf- und Herunterdimmen.

 

Sunwayman V10A 011
Ja, die Lampe ist tatsächlich eingeschaltet. Endlich mal ein „Low“, das seinen Namen auch verdient.


Beam:
Das Lichtbild wirkt durch bereits auf kurze Entfernung sehr ausgewogen. Der Hotspot setzt sich dabei weich vom Sidespill ab. Der unmittelbare und erweiterte Nahbereich wird gleichmäßig ausgeleuchtet.

Sunwayman V10A 012
„White-wall-beamshot“ der V10A.


Resümee:
Mit der V10A hat Sunwayman eine starke kleine Lampe abgeliefert. Die Verarbeitung überzeugt, und durch die Möglichkeit verschiedene Stromversorger zu nutzen, kann der Nutzer entscheiden, ob er kurzzeitig möglichst viel Licht oder etwas weniger über einen längeren Zeitraum bevorzugt. Durch die stufenlose Regelung der Helligkeit mit einem extrem niedrigen Low ergeben sich Einsatzzwecke, die vom Einsatz als EDC-Lampe über die Kontrolle des Pupillenreflexes oder dem Lesen im Zelt bis zur Wegausleuchtung bei Nachttouren reichen. Erhältlich ist die Lampe für 79 Euro (Stand: August 2011). Weitere Informationen sind auf der Herstellerseite www.sunwayman.com zu finden. Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier

Sunwayman V10A 013
Größenvergleich mit der Fenix LD10.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Als Vergleich: Einige Lampen, die ebenfalls eine Cree XP-G-R5-LED als Leuchtmittel nutzen.

Sunwayman V10A 014
Sunwayman V10A 1,2-Volt-Akku

 

Sunwayman V10A 015
Sunwayman V10A 14500-Akku

 

Sunwayman V10A 016
EagleTac P20A2 MKII

 

Sunwayman V10A 017
4Sevens Quark 123² Turbo

 

Sunwayman V10A 018
Lumintop TD-15

 

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