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30. August 2011

Led Lenser X21 – Laufzeit und Helligkeit

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Nachdem die Led Lenser X21 auf dieser Seite bereits zu einem früheren Zeitpunkt getestet wurde, folgt an dieser Stelle ein Laufzeittest mit bunten Bildern.

Hier noch mal die Eckdaten der X21:
Länge defokussiert: 395 mm
Länge fokussiert: 401 mm
Durchmesser Kopf: 95,5 mm
Durchmesser Tail: 39 mm
Gewicht: 799 g
Gewicht mit Batterien: 1379 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: Da die Hand, die die Lampe am Lanyard trägt, allenfalls Rübezahl gehören könnte, wird statt eines Lanyards ein Tragegurt mitgeliefert, der mittels zweier Gummiringe an der Lampe befestigt werden kann.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.

LedLenser X21 001
Lieferumfang der X21.

 

LedLenser X21 002
Ein Tragegurt macht bei einer Lampe dieser Größe wirklich Sinn.

 

LedLenser X21 003
Links die neue, rechts die ältere Version der X21.

 

LedLenser X21 004
Durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs wird der Lichtstrahl fokussiert.

 

LedLenser X21 005
Der Einschaltknopf. Bereits beim Antasten erzeugt die Lampe Licht. In diesem Fall kein Vorteil, da man sich leicht selbst blendet, was mit 1000 Lumen nicht sonderlich angenehm ist. Aber zumindest hält der Schalter, obwohl er wenig vertrauenerweckend wirkt, auch einem längeren Praxisgebrauch stand, womit ich mein Urteil aus dem ursprünglichen Test revidiere.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Angegeben ist die X21 mit 1000 Lumen. Betrieben wird sie mit vier D-Zellen. Im Gegensatz zu anderen Zweibrüder-Lampen ist hier tatsächlich nur der Batteriebetrieb möglich. Beim Versuch, die Lampe mit vier NiMh-Akkus zu betreiben, wurden Lampe und Akkus bereits nach wenigen Minuten extrem heiß. Die Batteriefeder war mit bloßen Händen nicht mehr anzufassen. Wenige Minuten später wären die LEDs vermutlich den Hitzetod gestorben.
Also liebe Kinder: Bitte nicht zuhause nachmachen, und die Lampe brav ausschließlich mit Batterien betreiben!
Dementsprechend kamen bei Test vier Monozellen ins Lampengehäuse. Die Lampe wurde maximal fokussiert und durch einen Ventilator gekühlt.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 79.000 Lux
nach 3 Minuten: 74.000 Lux
nach 5 Minuten: 64.000 Lux
nach 15 Minuten: 59.000 Lux
nach 30 Minuten: 54.400 Lux
nach 45 Minuten: 48.200 Lux
nach 60 Minuten: 41.600 Lux
nach 75 Minuten: 35.300 Lux
Nach 83 Minuten kam die Lampe bei 32.000 Lux an, was einen Verlust von 50 Prozent gegenüber der Ausgangshelligkeit nach dem Eingrooven der LEDs bedeutete (siehe weiter unten im Text) und den Testabbruch zur Folge hatte. Restlicht steht noch für einen langen Zeitraum zur Verfügung. Nach 150 Minuten zeigte das Luxmeter in komplett fokussierter Einstellung der Lampe noch 4.800 Lux an. Defokussiert lieferte die Lampe zu diesem Zeitpunkt noch 300 Lux. Nackte Zahlen, die wenig besagen. Da ich leider nicht über eine Ulbrichtkugel verfüge, um die Lumen zu messen, blieb nur der Vergleich per Bouncing. Der mag zwar wenig wissenschaftlich sein, gestattet aber zumindest einen plausiblen Vergleich für den geneigten Leser. Die abgegebene Lichtmenge ist in etwa vergleichbar mit der Fenix LD20 auf high, die in diesem Modus mit 94 Lumen angegeben ist. Vermutlich wird die Lampe noch etliche Stunden immer dunkler werdendes Restlicht liefern, das irgendwann nur noch zur Schlüssellochsuche ausreicht. Da dies jedoch nicht die Intention einer 300-Euro-Lampe sein kann, verbuchen wir diesen Test an dieser Stelle mal als beendet.
Legt man den Wert zugrunde, den die Lampe erreicht, nachdem die LEDs auf Betriebstemperatur sind und die ersten Akkuspitzen ebenfalls in die Rechenung einbezieht (64.000 Lux), hat die Lampe nach 20 Minuten zehn, nach 40 Minuten zwanzig Prozent ihrer ursprünglichen Leuchtkraft eingebüßt. Wenn man die Lampe nicht unter Testbedingungen durchgängig im hellen Modus betreibt, sondern immer nur kurzzeitig, hat man sogar über eine größere Zeitspanne viel Licht zur Verfügung.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Die Bilder wurden beim Einschalten, nach 3, 5 und 15 Minuten und anschließend im Abstand von 15 Minuten aufgenommen.

LedLenser X21 006
beim Einschalten

LedLenser X21 007
nach 3 Minuten

LedLenser X21 008
nach 5 Minuten

LedLenser X21 009
nach 15 Minuten

LedLenser X21 010
nach 30 Minuten

LedLenser X21 011
nach 45 Minuten

LedLenser X21 012
nach 60 Minuten

LedLenser X21 013
nach 75 Minuten

LedLenser X21 014
nach 90 Minuten

LedLenser X21 015
nach 105 Minuten

LedLenser X21 016
nach 120 Minuten

LedLenser X21 017
nach 135 Minuten

LedLenser X21 018
nach 150 Minuten


Resümee:
Für Einsätze, bei denen kurzfristig viel Licht benötigt wird, ist die Led Lenser X21 nicht die verkehrteste Lampe. Die Helligkeit ist enorm, und durch das Fokussiersystem ist sowohl eine breite Ausleuchtung des Nahbereichs als auch eine gezielte Ausleuchtung eines weit entfernten Punktes möglich. Allerdings ist bei einer Lampe dieser Preisklasse eine gut funktionierende Regelung kein Kann, sondern ein Muss. Selbst wenn sich dadurch die Gesamtlaufzeit verringern würde, wäre die Zeit, die man an nutzbarem Licht bei einer Lampe mit diesen Möglichkeiten zu Verfügung hätte, deutlich sinnvoller genutzt als bei einer immer dunkler werdenden Lampe. Hier wurde eindeutig Potenzial verschenkt.
Auch eine Plastiklinse wirkt bei einem offiziellen Verkaufspreis von 299 Euro nicht wirklich charmant. Gerade, wenn es auf Robustheit, Zuverlässigkeit und Langfristigkeit ankommt, ist eine Plastiklinse wensentlich anfälliger gegenüber Kratzern als das Pendant aus Glas. Positiv fällt auf, dass die Anodisierung der neueren Ausführung der X21 höherwertig ist als bei älteren Modellen. Wenn es Zweibrüder schafft, eine Lampe mit dem Potenzial der X21 mit einer guten Regelung zu versehen, darf man auf die X21R gespannt sein.
Die Lampe wurde freundlicherweise von Zweibrüder zur Verfügung gestellt. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite unter www.zweibrueder.com Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

 

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