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2. Juli 2010

Olight M30

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Mit der M30 Triton bietet Olight eine Lampe, die eine Menge Licht aus einem Multichip holt, dadurch allerdings auch ihrer noch handlichen Größe Tribut zollen muss.


Verpackung/Lieferumfang:

Ausgeliefert wird die Lampe in einem Hartplastikkoffer. Neben der M30 sind drei CR123-Batterien zum Betrieb, eine Röhre für den Batteriebetrieb, ein Verlängerungsadapter für den Betrieb mit zwei 18650-Akkus, ein Diffuser, ein Holster, ein Döschen mit Schmierfett und eine Bedienungsanleitung (Englisch) enthalten.

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Geliefert wird die M30 in einem Köfferchen.

 

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Lampe mit Verlängerung.

Beschreibung der Lampe:
Länge: 177 mm
Länge mit Verlängerung: 211 mm
Durchmesser Kopf: 44,5 mm
Durchmesser Tail breiteste Stelle: 33 mm
Gewicht: 162 g
Gewicht mit Batterien: 213 g
Gewicht mit Verlängerung: 179 g
Gewicht mit Verlängerung und 18650er-Akkus: 272 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Das mitgelieferte Holster ist von seiner Konstruktion ähnlich sinnvoll wie ein zweibeiniger Tisch. Es bietet weder einen vernüftigen Schutz, noch kann die Lampe schnell aus ihm herausgezogen werden.

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Mit dem seitlichen Schalter werden die Modi angewählt.

 

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Einfach nur Mist: das mitgelieferte Holster.


Stromversorgung/Laufzeittest:

In der kurzen Version kann die Lampe mit drei CR123-Batterien oder zwei 18500er-Akkus betrieben werden. Mit Verlängerungsadapter kommen vier CR123-Batterien bzw. zwei 18650-Akkus zum Einsatz. Die Laufzeiten im hellen Modus sowie im Strobe-Modus sind vom Hersteller beim Betrieb mit zwei 18650-Akkus mit 1,5 Stunden angegeben. Weitere Herstellerangaben bei Verwendung der 18650-Akkus: 120 Lumen für 7,5 Stunden, 8 Lumen für 90 Stunden. Die angegebenen 700 Lumen sind leicht übertrieben. Der Praxistest erfolgte mit zwei 18500-Akkus mit einer Kapazität von 1500mAh – was einen guten Kompromiss zwischen Größe und Laufzeit der Lampe darstellt.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Eischalten zeigte das Luxmeter 8.200 Lux an.
Weitere Messergebnisse:
nach 5 Minuten: 7.700 Lux
nach 10 Minuten: 7.500 Lux
nach 20 Minuten: 7.300 Lux
nach 30 Minuten: 7.000 Lux
nach 40 Minuten: 6.700 Lux
nach 50 Minuten: 6.600 Lux
nach 60 Minuten: 6.400 Lux
nach 70 Minuten: 5.800 Lux
Innerhalb der nächsten Minuten sank der Wert kontinuierlich – Testabbruch. Während des Tests wurde die Lampe bereits in den ersten Minuten nach dem Einschalten deutlich über Körpertemperatur warm, was eine Konstantkühlung durch ein aufgelegtes Kühlkissen und einen Modellbau-Ventilator notwendig machte.
Fazit: In der hellsten Stufe sollte die Lampe ohne Kühlung nicht über einen längeren Zeitraum betrieben werden, da die von der LED erzeugte Wärme nicht ausreichend abgeleitet wird. Die Regelung ist okay, allerdings nicht wirklich ausgezeichnet: Die M30 baut in der Helligkeit über den gesamten Laufzeitraum kontinuierlich ab. Legt man nicht den Maximalwert von 8.200 Lux, der lediglich kurz nach dem Einschalten verfügbar war, sondern den Wert von 7.700 Lux zugrunde, den die Lampe nach wenigen Minuten erreichte, liegt der Helligkeitsverlust nach 30 Minuten bei fünf, nach 60 Minuten bei knapp zehn Prozent. Allerdings liefert die Lampe bereits in der mittleren Stufe ein mehr als ausreichend helles Lauflicht, sodass die volle Helligkeit im Praxisbetrieb eher für kurzfristige Einsätze benötigt werden dürfte.

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Der Verlängerungsadapter.


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Die Röhre für den Batteriebetrieb vermeidet, dass die Batterien im Gehäuse klappern.


Leuchteinheit:

Für den nötigen Dampf sorgt eine Cree-MC-E-LED. Die Lichtverteilung übernimmt ein OP-Reflektor aus Aluminium, der hinter einer Glaslinse sitzt.

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Mutichip-LED der M30.


Bedienung:

Ein Forward-Clicky schaltet die Lampe ein und aus. Der Schalter hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt und ist gut zu erreichen. Morsen ist mit der Lampe möglich. Ein zusätzlicher Schalter, der seitlich an der Tailcap sitzt, schaltet die vier verschiedenen Modi dunkel-mittel-hell-Strobe nacheinander durch. Der seitliche Knopf verfügt noch über eine zusätzliche Funktion. Wenn er im ausgeschalteten Zustand der Lampe gedrückt und gehalten wird, aktiviert er den Strobe-Modus. Die Lampe verfügt über eine Memory-Funktion und schaltet immer in dem Modus ein, der beim letzten Ausschalten aktiviert war. Da der seitliche Schalter leicht in der Tailcap versenkt ist, ist er im Dunkeln durch Ertasten nicht immer auf Anhieb zu finden. Der Trageclip stellt diesbezüglich eine gute Hilfe dar, da anhand seiner Position auch der seitliche Schalter gut zu ertasten ist.

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Bei montiertem Trageclip findet sich der kleine Schalter fast von alleine.


Beam:

Charakteristisch für die M30 ist der ausgeprägte Hotspot, der weich in einen großen Spill übergeht. Durch den mitgelieferten Diffuser ist die Lampe für die Ausleuchtung von Innenräumen oder als gleichmäßiges Lauflicht gut geeignet.

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Der Diffuser-Aufsatz.


Resümee:

Die M30 ist eine qualitativ hochwertig verarbeitete Lampe, die durch ihre verschiedenen Leuchtstufen eine große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten bietet. Der seitliche Schalter zum Durchschalten der Modi ist durch die Position des Trageclips gut ertastbar; ohne Trageclip gerät die Suche allerdings schnell zum Blindflug. Dass der Strobe-Modus, der im ausgeschalteten Zustand der Lampe durch Drücken und Halten des seitlichen Schalters angewählt wird, zusätzlich ins reguläre UI integriert wurde, macht in meinen Augen keinen rechten Sinn, da man beim Durchschalten der Modi immer über Strobe gehen muss. Die Regelung ist okay, aber längst nicht optimal. Zwar funktioniert die Wärmeableitung über die Heatsink ans Lampengehäuse, allerdings ist die Wärmeentwicklung enorm. Über einen längeren Zeitraum sollte die Lampe daher nicht in der hellsten Stufe betrieben werden. Als Lauflicht sollte bereits die mittlere Stufe in den meisten Fällen ausreichen. Erhältlich ist die M30 zu einem Preis zwischen 110 und 130 Euro (Stand: Juli 2010). Weitere Infos finden sich unter http://www.olightworld.com/. Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

 

Die Beamshots wurden mit 2 Sekunden Belichtungszeit und Blende 4 mit 800 ASA aufgenommen. Als Vergleich dienen die MTE SSC P7 und die Epsilon ED P71 als Vertreter der Multi-Emitter-Fraktion sowie die LED Lenser X21 mit sieben Einzel-LEDs.

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Olight M30 mit Diffuser

 

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Olight M30 ohne Diffuser

 

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MTE SSC P7

 

Olight M30 014
Epsilon ED P71

 

Olight M30 015
LED Lenser X21


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