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5. Oktober 2011

Lumapower D-Mini-EX2

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Lumapower D-Mini-EX2 001
„Lumapower 2011 Pocket Rocket“ betitelt der chinesische Hersteller das aktuellste Modell der D-Mini-Serie. Wird die D-Mini-EX2 diesen Vorschusslorbeeren gerecht?


Verpackung/Lieferumfang:
Neben der Lampe sind mehrere Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Schaltergummi in Schwarz sowie eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten. Optional erhältlich ist eine Verlängerung für den Betrieb mit einem 18650-Akku, die zum Test ebenfalls mitgeliefert wurde.

Lumapower D-Mini-EX2 002
Lieferumfang der D-Mini-EX2.

 

Lumapower D-Mini-EX2 003
Optional erhältlich ist die D-65V-Verlängerung zum Betrieb mit einem 18650-Akku. Zum Test wurde sie ebenfalls mitgeliefert. Zum Betrieb muss die Leuchteinheit umgeschraubt und die Feder eingesetzt werden.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 103,5 mm
Länge mit Verlängerung: 142 mm
Reflektoröffnung: 33 mm
Durchmesser Kopf: 42,5 mm
Durchmesser Tail: 28,5 mm
Gewicht: 106 g
Gewicht mit Akku: 124 g
Gewicht mit Verlängerung: 117 g
Gewicht mit Verlängerung und Akku: 165 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Löcher in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Lumapower D-Mini-EX2 004
Gegenüber der D-Mini-VX (links im Bild) hat die D-Mini-EX2 ein wenig zugelegt.

 

Lumapower D-Mini-EX2 005
Lampe mit Extender.

 

Lumapower D-Mini-EX2 006
Wie ihre Schwestermodelle, ist auch die Mini-EX2 solide gebaut.


Leuchteinheit:
Eine Cree XM-L-T6-LED sitzt in einem SMO-Reflektor aus Aluminium. Die Frontlinse besteht aus Glas und ist anti-reflexbeschichtet.

Lumapower D-Mini-EX2 007
Blick in die Frontlinse.

 

Lumapower D-Mini-EX2 008
Lampenkopf aufgeschraubt.

 

Lumapower D-Mini-EX2 009
Die Pill.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die D-Mini-EX2 in einem Spannungsbereich zwischen 2,4 und 4,2 Volt. Die volle Leistung, die herstellerseitig mit 600 Lumen angegeben ist, wird allerdings nur mit einem LiIon-16340-Akku erreicht. Beim Betrieb mit einer CR123-Batterie gibt Lumapower einen Maximalwert von 350 Lumen an. Mögliche Stromversorger sind folglich ein LiIon-16340-Akku, eine CR123-Batterie/ein RCR123-Akku sowie ein 18650-Akku beim Betrieb mit dem Verlängerungsadapter. Gemessen wurde das volle Programm. Zur Kühlung der Lampe diente ein Ventilator.

Laufzeitmessung CR123A-Batterie:
beim Einschalten: 5.200 Lux
nach 5 Minuten: 5.200 Lux
nach 10 Minuten: 5.200 Lux
nach 20 Minuten: 5.200 Lux
nach 30 Minuten: 5.100 Lux
nach 40 Minuten: 5.100 Lux
nach 50 Minuten: 5.100 Lux
nach 60 Minuten: 5.000 Lux
Nach 67 Minuten später wurde die Lampe rasch dunkler. Nach 70 Minuten lag der gemessene Wert bei 2.000 Lux. Nach 75 Minuten wurden noch 1.600 Lux angezeigt, nach 80 Minuten 1.200 Lux. Nach 90 Minuten und 800 Lux wurde der Test abgebrochen. Die Batterie hatte zu diesem Zeitpunkt eine Leerlaufspannung von 1,22 Volt.

Laufzeitmessung RCR123-3Volt-Akku:
beim Einschalten: 5.200 Lux
nach 5 Minuten: 5.200 Lux
nach 10 Minuten: 5.200 Lux
nach 20 Minuten: 5.100 Lux
Nach 25 Minuten und angezeigten 4.900 Lux begann die Lampe, schnell dunkler zu werden. Nach 27 Minuten wurden noch 100 Lux angezeigt. Der Akku wurde entnommen und mit 1,88 Volt gemessen.

Laufzeitmessung LiIon-16340-Akku (AW, 750mAh):
Unmittelbar nach dem Einschalten wurde ein Spitzenwert von 13.600 Lux angezeigt. Innerhalb der ersten Minute fiel er ab bis auf 11.000 Lux.
nach 5 Minuten: 10.400 Lux
nach 10 Minuten: 9.600 Lux
nach 20 Minuten: 7.200 Lux
Nach 25 Minuten und angezeigten 5.200 Lux schaltete die Lampe ab. Die gemessene Leerlaufspannung des Akkus betrug unmittelbar nach Entnahme 3,35 Volt.

Laufzeitmessung 18650-Akku (AW, 2.600mAh):
Auch hier wurden mehr als 13.000 Lux beim Einschalten gemessen. Nach einer Minute lag der Wert bei 12.100 Lux.
nach 5 Minuten: 11.300 Lux
nach 10 Minuten: 11.100 Lux
nach 20 Minuten: 10.600 Lux
nach 30 Minuten: 10.100 Lux
nach 40 Minuten: 9.800 Lux
nach 50 Minuten: 9.500 Lux
nach 60 Minuten: 9.200 Lux
nach 70 Minuten: 9.000 Lux
nach 80 Minuten: 8.600 Lux
nach 90 Minuten: 7.800 Lux
Nach 100 Minuten wurden noch 5.000 Lux angezeigt. Der Akku wurde entnommen und mit 3,29 Volt Leerlaufspannung gemessen. Testende.

Fazit: Beim Betrieb mit 3 Volt funktioniert die Regelung optimal. Bis kurz vor Ende der Laufzeit ist der Verlust an Leistung gegenüber dem Ausgangswert gerade mal eben zu messen und fürs Auge nicht sichtbar. Mit 4,2 Volt lässt die Leistung stetig nach.
Eine merkliche Erwärmung ist nur beim Betrieb mit 4,2-Volt-Akkus feststellbar. Einem Dauerbetrieb in der hellsten Stufe sollte jedoch im Praxisbetrieb bei Kühlung durch den Blutkreislauf und die Umgebungsluft nichts im Wege stehen.

Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit hartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Sie verfügt über vier Leuchtstufen. Angegeben sind die hellste und die dunkelste Leuchtstufe (600/15 Lumen). Bei ausgeschalteter Lampe werden durch mehrmaliges Antippen die Leuchtstufen in der Reihenfolge Low-Medium-High-Ultra angewählt. Durchdrücken des Schalters in der gewünschten Leuchtstufe aktiviert diese als Dauerlicht. Die Lampe verfügt über eine Memory-Funktion, startet also beim Einschalten immer in der Leuchtstufe, die vor dem letzten Ausschalten aktiviert war.
Auch bei der D-Mini-EX2 kann eine Leuchtstufe dauerhaft gespeichert werden, ohne dass bei mehrmaligem Antippen bzw. Ein- und Ausschalten innerhalb kürzester Zeit durch die Leuchtstufen gewechselt wird. Um diesen sogenannten „Tactical lock“ zu aktivieren, muss die Lampe in der gewünschten Leuchtstufe ein- und wieder ausgeschaltet werden und der Clicky viermal kurz hintereinander angetippt werden. Um die Lampe zu entsperren und wieder alle Leuchtstufen abrufen zu können, muss der Clicky ebenfalls viermal schnell angetippt werden. Auf Blinkgedöns wurde glücklicherweise auch beim neuesten Spross der D-Mini-Serie gänzlich verzichtet.

Lumapower D-Mini-EX2 010
Tailcap.

 

Lumapower D-Mini-EX2 011
Innenansicht Tailcap.


Beam:
Auf kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot mit einigen Ringen vom Sidespill ab. Die Ringe sind zwar auch auf weitere Distanzen noch auszumachen. Für „Beam-Ästheten“ ist die Lampe sicherlich nichts, dafür wird man mit einer Lampe entschädigt, die für ihre Größe (und vor allem die des Reflektors) eine wirklich exzellente Reichweite erzielt, bei noch ausreichend Streulicht zur unmittelbaren Wegausleuchtung.

Lumapower D-Mini-EX2 012
„White-wall beamshot“ der D-Mini-EX2.

 

Resümee:
Eine Taschenrakete ist die Lumapower D-Mini-EX2 auf jeden Fall. Allerdings hat das Raketendasein auch seine Schattenseiten. In der kurzen Version baut die Lampe bei maximaler Helligkeit in der Leistung ab. Gerade beim Betrieb in der kurzen Version mit einem LiIon-16340-Akku ist das schade, wobei zur Ehrenrettung gesagt werden muss, dass diese Lösung einen Kompromiss zwischen Helligkeit und Laufzeit darstellt. Mit einem 3-Volt Stromversorger ist die Lampe, allerdings bei weniger Leistung, astrein geregelt, wobei der Batteriebetrieb aufgrund der längeren Laufzeit sinnvoller ist.
In der verlängerten Version, mit einem 18650-Akku bestückt, baut die Lampe ebenfalls in der Leistung ab. Der Verlust beträgt nach 30 Minuten 10, nach mehr als 60 Minuten 20 Prozent – was fürs Auge nicht wirklich ins Gewicht fällt, aber halt auch nicht optimal ist.
Die Verarbeitung stimmt, das Bedienkonzept ebenfalls. Auf Geblinke wurde komplett verzichtet, dafür hat die Lampe vier sinnvoll aufeinander abgestimmte Leuchtstufen. Erhältlich ist sie für knapp unter 70 Euro (Stand: Oktober 2011). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Lumapower www.lumapower.com Weitere Informationen finden sich ebenfalls unter dieser Internet-Adresse.

Lumapower D-Mini-EX2 013
Größenvergleich. Von links: 4Sevens Quark Mini123, Spark SL-5, Lumapower D-Mini-VX, Lumapower D-Mini-EX2, Surefire 6P, Led Lenser M7.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Da es bei den Aufnahmen diesig war, können die Bilder nur dem Vergleich der Lampen untereinander dienen. Bei klarer Sicht sind alle Lampen weniger „schneidend“.

Lumapower D-Mini-EX2 014
Kontroll-Shot

 

Lumapower D-Mini-EX2 015
Lumapower D-Mini-EX2 3 Volt low

 

Lumapower D-Mini-EX2 016
Lumapower D-Mini-EX2 3 Volt medium

 

Lumapower D-Mini-EX2 017
Lumapower D-Mini-EX2 3 Volt high

 

Lumapower D-Mini-EX2 018
Lumapower D-Mini-EX2 3 Volt ultra

 

Lumapower D-Mini-EX2 019
Lumapower D-Mini-EX2 4,2 Volt ultra

 

Lumapower D-Mini-EX2 020
Lumapower D-Mini-VX 4,2 Volt ultra

 

Lumapower D-Mini-EX2 021
Lumintop TD15

 

Lumapower D-Mini-EX2 022
Solarforce L2m mit Ultrafire XM-L-Drop-in

 

Lumapower D-Mini-EX2 023
Spark SL6-740 NW

 

Lumapower D-Mini-EX2 024
Und weil’s gerade so schön schneidend war, konnte ich mir den hier nicht verkneifen: Tiablo A9 mit Kollimator-Kopf

 

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