Taschenlampen-Tests.de






         

14. Oktober 2011

Trustfire T6

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 18:43

Trustfire_T6_001
Die Trustfire T6 5-Mode kommt mit einem eigenwilligen Design und ordentlicher Reichweite daher.


Lieferumfang:
Je nach Händler, zumeist wird nur die Lampe ohne Zubehör geliefert.

Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 216 mm
Reflektoröffnung: 50 mm
Durchmesser Kopf: 57 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht: 258 g
Gewicht mit Akku: 352 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Trustfire_T6_002
Das Design mit den eckigen Kühlrippen ist recht eigenwillig, aber warum sollen die Dinger auch immer rund sein?

 

Trustfire_T6_003
Der abnehmbare Gummiring dient der besseren Haltung im Zigarrengriff. Der Spalt zwischen Tailcap und Gummiring ist dadurch bedingt, dass die Tailcap beim Foto nicht ganz festgedreht war, was ich allerdings erst später bemerkt habe.

 

Trustfire_T6_004
Wandstärke des Batterierohrs.


Leuchteinheit:
Hinter einer Glaslinse sitzt eine Cree XM-L-T6-LED in einem SMO-Reflektor aus Aluminium.

Trustfire_T6_005
Frontansicht.

 

Trustfire_T6_006
Bezel und Linse.

 

Trustfire_T6_007
SMO-Reflektor aus Aluminium.

 

Trustfire_T6_008
Gehäuse mit…

Trustfire_T6_009
…und ohne LED-Einheit.

 

Trustfire_T6_010
Das Herzstück der Lampe.

 

Trustfire_T6_011
Die Elektronik.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Zwei 18650-Akkus liefern den nötigen Strom. Angegeben ist die Lampe mit Werten, die von 800 Lumen bis zur doppelten Anzahl reichen, je nachdem, wo man im großen, bunten Internetz schaut, ganz unabhängig von der Größe der Lampe. Denn die T6 gibt es in verschiedenen Ausführungen, da „T6“ sowohl für die Modellbezeichnung als auch schlicht und einfach für das Binning der verwendeten LED steht. Das ist zwar wenig einfallsreich, aber immer noch besser, als die Lampe „Predator“, „Armageddon“ oder „Fiffi 2000“ zu nennen. Zum Test trat die Lampe mit zwei 18650-Akkus von AW mit einer Kapazität von 2.600mAh an und wurde durch einen Ventilator gekühlt.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten wurden im ersten Moment 40.000 Lux gemessen: Dieser Wert fiel allerdings innerhalb von Sekunden. Das erste Anzeichen von Messbarkeit ohne dass der Wert rapide fiel, lag bei rund 32.000 Lux.
nach 5 Minuten: 30.700 Lux
nach 10 Minuten: 30.400 Lux
nach 20 Minuten: 30.200 Lux
nach 30 Minuten: 30.000 Lux
nach 40 Minuten: 29.900 Lux
nach 50 Minuten: 29.700 Lux
nach 60 Minuten: 29.500 Lux
nach 70 Minuten: 29.200 Lux
Nach 75 Minuten begann die Lampe, ausgehend von einem Wert von 29.000 Lux, rasch dunkler zu werden Zwei Minuten später wurden noch 10.000 Lux angezeigt. Die Akkus wurden entnommen und mit 2,9 bzw. 3,0 Volt Leerlaufspannung gemessen.
Fazit: Die Regelung ist nicht allererste Sahne, der Verlust hält sich jedoch in Grenzen. Allerdings nuckelt die Lampe ordentlich an den Akkus. Beim ersten Anzeichen, dass die Lampe fürs Auge sichtbar dunkler wird, was im Test nach 75 Minuten überdeutlich der Fall war, sollte sie schleunigst ausgeschaltet und die Akkus gewechselt werden, ansonsten tut man ihnen keinen Gefallen. Ohne Kühlung wird die Lampe ordentlich warm, in der Praxis sollten allerdings die Umgebungsluft beim Laufen und der Blutkreislauf zur Kühlung ausreichen.
Auffällig war noch, dass man sich beim Auf- und Zuschrauben der Tailcap einen Wolf dreht, da der zuständige Konstrukteur das Wunder der vielen Gewindegänge entdeckt und an dieser Lampe als Musterbeispiel zelebriert hat.

Bedienung:
Ein Reverse-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Durch Antippen werden nacheinander die Modi hell-mittel-dunkel-Strobe-SOS angewählt. Beim Einschalten startet die Lampe in dem Modus, der dem zuletzt ausgewählten folgt, was unter allen schlechten Lösungen die dämlichste überhaupt darstellt.
Bei der Testlampe reagierte der Schalter beim Antippen nicht immer exakt.

Trustfire_T6_012
Tailcap mit Clicky.

 

Trustfire_T6_013
Innenansicht.


Beam:
Der Hotspot setzt sich deutlich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung spielt die Lampe ihre Thrower-Qualitäten aus und bietet dabei noch ausreichend Streulicht zur Wegausleuchtung.

Trustfire_T6_014
„White-wall-beamshot“ der Trustfire T6.


Resümee:
Die Trustfire T6 5-Mode ist ein brauchbarer XM-L-Thrower zum kleinen Preis. Die Verarbeitung ist solide, die Regelung nicht optimal, aber durchaus okay. Für das schwachsinnige UI allerdings, in das auch noch zwei Blinkmodi integriert wurden, die nicht übersprungen werden können, gehört der Entwickler mindestens für die Laufzeit eines Akkusatzes geblendet, und zwar mit dem Strobe-Modus ebendieser Lampe, so lange, bis die Akkus in die Schutzschaltung gehen. Womit wir bei einem weiteren Punkt wären: Die Lampe saugt die Akkus mehr aus, als ihnen lieb sein kann, und eine Warnung gibt es erst ganz zum Schluss, indem die Lampe schnell dunkler wird. Doch zu diesem Zeitpunkt hätten die Akkus eigentlich schon längst gewechselt werden müssen. Vom Betrieb mit ungeschützten Akkus ist abzuraten. Erhältlich ist die Lampe für weniger als 50 Dollar (Stand: Oktober 2011). Zur Verfügung gestellt wurde sie freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de

Trustfire_T6_015
Größenvergleich zur Fenix TK35.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Trustfire_T6_016
Trustfire T6 low

 

Trustfire_T6_017
Trustfire T6 medium

 

Trustfire_T6_018
Trustfire T6 high

 

Trustfire_T6_019
Fenix TK35

 

Trustfire_T6_020
Solarforce L2m mit Ultrafire XM-L-Drop-in

 

Trustfire_T6_021
Maglite 3-D-Cell SST90

 

Trustfire_T6_022
Szobm ZY-2400

 

nach oben



Keine Kommentare

Noch keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Diese Kommentarfunktion ist zurzeit nicht zugelassen.

Powered by WordPress MU.