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16. Oktober 2011

Zebralight SC600

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 16:48

Zebralight SC600 001
Die Zebralight SC600.


Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe wird in einem schlichten Pappkarton ausgeliefert. Als Zubehör sind zwei Ersatz-O-Ringe und ein Trageclip enthalten, ferner eine englischsprachige Bedienungsanleitung.

Zebralight SC600 002
Lieferumfang der SC600. Ein Holster ist nicht dabei, was ich persönlich schade finde, zumal es, nicht nur bei hochpreisigen Lampen, schon fast zum „guten Ton“ gehört.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 108 mm
Reflektoröffnung: 22 mm
Durchmesser Kopf: 31,5 mm
Durchmesser Tail: 25 mm
Gewicht: 83 g
Gewicht mit Akku: 129 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit montiertem Trageclip.
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Zebralight SC600 003
Alle Gewinde sind sauber geschnitten und laufen butterweich.

 

Zebralight SC600 004
Die Tailcap. Bereits minimales Lösen sichert die Lampe gegen unbeabsichtigtes Einschalten.

 

Zebralight SC600 005
Der Trageclip ist zwar funktional, kann jedoch optisch nicht mit dem Rest der Lampe mithalten.

 

Zebralight SC600 006
Die Lampe kann Bezel-up…

Zebralight SC600 007
…oder Bezel-down getragen werden.

 

Zebralight SC600 008
Größenvergleich. Von oben nach unten: Lumintop TD-15, Spark SL6, Zebralight SC600.


Leuchteinheit:
Eine Cree XM-L-LED sitzt in einem OP-Reflektor aus Aluminium. Als Frontlinse kommt eine ultraklare, beidseitig antireflex-beschichtete Glaslinse zum Einsatz.

Zebralight SC600 009
Frontansicht.

 

Zebralight SC600 010
Bezel und Frontlinse.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein 18650-Akku liefert den nötigen Strom. Angegeben ist die SC600 mit 750 Lumen in der hellsten Stufe. Nach 5 Minuten schaltet die Lampe auf 500 Lumen herunter. Die Gesamtlaufzeit ist mit zwei Stunden angegeben. Zum Test wurde die Lampe durch einen Ventilator gekühlt. Ins Batterierohr kam ein AW-Akku mit einer Kapazität von 2.600mAh. Beim ersten Test wurde die Lampe eingeschaltet und die Gesamtlaufzeit mit maximaler Helligkeit zu Beginn und anschließendem Herunterschalten gemessen. Zur Kühlung diente ein Ventilator.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 6.200 Lux
nach 5 Minuten: 4.100 Lux
nach 10 Minuten: 4.100 Lux
nach 20 Minuten: 4.100 Lux
nach 30 Minuten: 4.100 Lux
nach 40 Minuten: 4.100 Lux
nach 50 Minuten: 4.100 Lux
nach 60 Minuten: 4.100 Lux
nach 70 Minuten: 4.100 Lux
nach 80 Minuten: 4.100 Lux
nach 90 Minuten: 4.100 Lux
nach 100 Minuten: 4.100 Lux
Eine Minute später ging die Lampe aus. Gemessene Leerlaufspannung des Akkus: 3,26 Volt.

Beim zweiten Testlauf wurde die Lampe unmittelbar nach jedem Herunterschalten erneut auf maximalen Output geschaltet.
Beim Einschalten: 6.200 Lux
nach 5 Minuten: 6.100 Lux
nach 10 Minuten: 6.100 Lux
nach 20 Minuten: 6.100 Lux
nach 30 Minuten: 5.700 Lux
nach 40 Minuten: 5.600 Lux
Nach 49 Minuten und angezeigten 4.900 Lux schaltete die Lampe ab. Gemessene Leerlaufspannung des Akkus: 3,53 Volt.

Fazit: Die Lampe ist ausgezeichnet geregelt. Im ersten Test hält sie die Leistung nach dem automatischen Herunterregeln konstant über die gesamte Laufzeit. Unter „Vollast“ im Dauerbetrieb bleibt die Maximallleistung über die Hälfte der Laufzeit erhalten. Anschließend baut die Lampe etwas ab, was fürs Auge jedoch nicht auffällig ist. Weniger schön ist die Tatsache, dass die Lampe unvermittelt abschaltet und man mir nichts, dir nichts im Dunkeln steht. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Lampe in einer dunkleren Stufe weiter zu betreiben. Dies sollte allerdings nicht übertrieben werden, da die sinnvolle nutzbare Akkukapazität dann bereits erschöpft ist. Zum Vorteil gereicht der SC600, dass die Akkus nicht extrem ausgelutscht werden, bevor die Abschaltung greift.
Auffällig war beim Dauerbetrieb mit maximaler Leistung, dass nach 20 Minuten die Kühlung des Ventilators auf höchster Stufe nicht mehr ausreichte. Der gemessene Luxwert sank auf 5.900; erst durch Auflegen eines Eiswürfels wurde der maximale Output wieder erreicht. Was zeigt, dass ein Dauerbetrieb auf höchster Stufe nicht sinnvoll ist. Das ist einerseits aufgrund der Größe der Lampe nicht verwunderlich, und nicht umsonst hat Zebralight der SC600 ja schließlich auch vorsorglich nach 5 Minuten Dauerbetrieb eine Drosselung auf 500 Lumen spendiert. Und mal ganz unter uns: Selbst mit diesen 500 Lumen macht man die unmittelbare Umgebung vor sich noch zum Tag.

Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit weichem, aber konkretem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Der Schalter ist etwas tiefer im Gehäuse versenkt als bei anderen Zebralights, was die Gefahr des unbeabsichtigten Einschaltens deutlich verringert. Die Lampe verfügt über drei Modi. Bei ausgeschalteter Lampe können der hellste und der dunkelste Modus direkt angewählt werden. Ein kurzer Druck schaltet die Lampe im hellsten Modus ein. Hält man den Schalter etwa eine halbe Sekunde gedrückt und lässt ihn dann los, startet die Lampe im dunkelsten Modus. Darüber hinaus kann die Lampe durch einen Doppelklick auch im mittleren Modus starten, wobei man beim ersten Klick kurz über hell geht. Ein Klick bei eingeschalteter Lampe schaltet sie wieder aus.
Hält man den Schalter, egal, ob bei ein- oder ausgeschalteter Lampe, gedrückt, durchläuft die Lampe wiederholt alle drei Modi in der Reihenfolge Low-Medium-High. Für jeden der drei Modi können zwei Helligkeitsstufen gewählt werden. Indem man im jeweiligen Modus doppelklickt, wechselt man zwischen den beiden Stufen. Die zuletzt gewählte Stufe bleibt beim Ausschalten gespeichert.
Im hellsten Modus kann die zweite Helligkeitsstufe mit drei Stufen (500/330/200) Lumen oder Strobe belegt werden. Dazu muss man sechs Doppelklicks ausführen, bei jedem weiteren Doppelklick durchläuft die Lampe die Stufen in der Reihenfolge 200 Lumen/330 Lumen/500 Lumen/Strobe. Durch Ausschalten der Lampe wird die zuletzt angewählte Stufe dauerhaft als zweite Stufe gespeichert.
Was sich hier kompliziert lesen mag, ist in der Praxis schnell erlernt und umgesetzt und in meinen Augen eines der besten UIs in der großen, bunten Lampenwelt.
Angegeben sind die Helligkeitsstufen vom Hersteller wie folgt: High: 750 Lumen (Turbo)/500/330/200/Strobe; Medium: 65 Lumen/21; Low: 2,8 Lumen/0,1. Vor allem das dunkle Low ist ein wahrer Segen. Was das betrifft, unterschätzen viele Hersteller gerne, dass es auch Situationen gibt, in denen man eine wirklich dunkle Lampe benötigt. Bravo, Zebralight! Erwähnenswert ist auch der Lock-out gegen versehentliches Einschalten. Bereits minimales Lösen der Tailcap reicht aus, die Stromzufuhr zu unterbrechen.

Zebralight SC600 011
Der Schalter sitzt tief im Gehäuse, damit die Gefahr des versehentlichen Einschaltens minimiert wird.

 

Zebralight SC600 012
Mit 0,1 Lumen hat die dunkle Low-Stufe ihren Namen redlich verdient.


Beam:
Der Hotspot setzt sich weich, mit einer dunkleren Corona, vom Sidespill ab. Bereits auf kurze Entfernungen liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild, ideal für die Ausleuchtung des Nahbereichs.

Zebralight SC600 013
„White-wall-beamshot“ der SC600.


Resümee:
Die Zebralight SC600 kann man eigentlich nicht beschreiben, man muss sie erleben. Angefangen von der Fertigungsqualität über die Regelung bis hin zum genialen UI mit Leuchtstufen, die alle erdenklichen Einsatzgebiete im Nahbereich abdecken, stimmt hier alles. Nicht zu vergessen die Leistung, die aus dieser kleinen Lampe herauskommt. Zu bemängeln ist lediglich, dass die Lampe ohne Vorwarnung abschaltet. Aber das ist Meckern auf höchstem Niveau, und irgendwas muss es ja schließlich auch noch zu verbessern geben.
Beim Design scheiden sich bekanntlich die Geister. Mir jedenfalls macht die Lampe auch dann Spaß, wenn sie nicht eingeschaltet ist. Den Preis von rund 114 Euro (Stand: Oktober 2011) halte ich für dieses Prachtstück durchaus für angemessen. Zum Test zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Zebralight. Weitere Infos sind auf der Herstellerseite www.Zebralight.com zu finden.

Zebralight SC600 014
Detail Lampenkopf. Einfach schön.

 

Zebralight SC600 015
Detail Lampenkörper und -popo. Wäre die SC600 eine Frau, würde ich mich Hals über Kopf verlieben.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Einige andere Lampen mit Single-XM-L-LED.

Zebralight SC600 016
Kontroll-Shot

 

Zebralight SC600 017
Zebralight SC600 Low 2. Bei der gewählten Kombination aus Blende und Verschlusszeit ist für die Kamera nichts zu erkennen. Eine längere Belichtung oder offenere Blende hätten allerdings das Überbelichten der Bilder in den hellen Leuchtstufen zur Folge gehabt.

 

Zebralight SC600 018
Zebralight SC600 Low 1

 

Zebralight SC600 019
Zebralight SC600 Medium 2

 

Zebralight SC600 020
Zebralight SC600 Medium 1

 

Zebralight SC600 021
Zebralight SC600 High 3

 

Zebralight SC600 022
Zebralight SC600 High 2

 

Zebralight SC600 023
Zebralight SC600 High 1

 

Zebralight SC600 024
Zebralight SC600 Turbo

 

Zebralight SC600 025
Solarforce L2m mit Ultrafire XM-L-Drop-in

 

Zebralight SC600 026
Spark SL6-740NW

 

Zebralight SC600 027
Lumapower D-Mini-EX2

 

Zebralight SC600 028
Fenix TK35

 

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