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9. November 2011

Spark SD6-460NW

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Spark SD6 460NW 001
Mit „Fluter“ ist die Spark SD6-460NW nur unzureichend beschrieben. „Kleines Flutlicht“ passt da schon besser.


Verpackung/Lieferumfang:
Im Spark-typischen Geschenkkarton wird die Lampe mit montiertem Clip ausgeliefert. Weiterhin enthalten sind ein Stirnband mit Überkopfband, Ersatz-O-Ringe, ein aufschraubbarer Magnet, ein aufschraubbarer Adapter zur Befestigung der Lampe an einem Stativ und eine englischsprachige Bedienungsanleitung.

Spark SD6 460NW 002
Lieferumfang der Spark SD6-460NW.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 88 mm
Durchmesser: 31,5 mm
Gewicht: 77 g
Gewicht mit Akku: 123 g
Gewicht mit Akku und Stirnband: 165 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die Verarbeitung wirkt solide und hochwertig, hier gibt es nichts zu bemängeln.

Spark SD6 460NW 003
Lampe mit Clip, den ich bei der Fotosession versehentlich „falsch“ herum montiert habe, da der Einschaltknopf in diesem Fall unten sitzt. Was gleichwohl zeigt, dass das ebenfalls möglich ist, wenn auch in den meisten Situationen unpraktikabel.

 

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Lampe mit Stirnband. Sehr löblich ist, dass das Überkopfband entfernt werden kann, ohne es zerschneiden zu müssen. Auch ohne Überkopfband verrutscht die Lampe nicht in der Neigung. Allerdings sorgt lediglich das gesamte Konstrukt mit Überkopfband dafür, dass die Lampe aufgrund ihres Eigengewichts bei schnellen Bewegungen nicht hin- und herschlackert.

 

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Spark-typische Kühlrippen.

 

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Das Tailcap-Gewinde läuft sauber und spielfrei.

 

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Wie man sieht, ist im Batterierohr noch viel Spielraum nach unten. Theoretisch hätte die Lampe auch kompakter gebaut werden können. Praktisch sitzt im optisch „nicht genutzten“ Raum die Elektronik, und etwas mehr Masse ist sicherlich auch einer besseren Wärmeableitung beim Betrieb in der hellsten Stufe nicht abträglich.

 

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Innenansicht Tailcap. Innenansicht Tailcap. Innenansicht Tailcap. Innenansicht Tailcap. Innenansicht Tailcap. Innenansicht Tailcap. Innenansicht Tailcap. Innenansicht Tailcap. Scheiße, die Platte hat einen Sprung.

 

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In die Tailcap wurde ein Gewinde zur Aufnahme praktischer Helferlein geschnitten.

 

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Helferlein 1 ist ein Magnet.

 

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Vorhang auf für die schwebende Lampe!

 

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Mit Helferlein 2 kann die Lampe an einem Stativ befestigt werden. In meinen Augen gerade für eine Lampe ohne Reflektor ein nützliches Utensil, da das flächige, gleichmäßige Licht zur Ausleuchtung bei Fotos ideal ist.


Leuchteinheit:
Hinter einer ultraklaren Glaslinse sitzt eine Cree XM-L-T5-LED mit neutralweißer Lichtfarbe. Ein Reflektor wurde nicht verbaut.

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Frontansicht.

 

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Die Frontlinse kann abgeschraubt werden.

 

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SD6 ohne Frontlinse. Nicht bloß eine Spielerei – in naher Zukunft ist eine Linse mit Reflektor geplant, die alternativ montiert werden kann.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die SD6 kann wahlweise mit einem 18650-Akku oder zwei CR123A-Batterien betrieben werden. Angegeben ist die Lampe in der hellsten Stufe mit 460 Lumen für 1,8 Stunden. Zum Test trat sie mit maximaler Leistung an und wurde durch einen Ventilator gekühlt. Der verwendete Akku war ein AW mit einer Kapazität von 2.600mAh.
Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 179 Lux
nach 5 Minuten: 178 Lux
nach 15 Minuten: 175 Lux
nach 30 Minuten: 172 Lux
nach 45 Minuten: 159 Lux
nach 60 Minuten: 154 Lux
nach 75 Minuten: 143 Lux
Nach 83 Minuten sanken die Werte deutlich. Nach 86 Minuten und angezeigten 96 Lux ging die Lampe aus. Der Akku wurde mit einer Leerlaufspannung von 3,39 Volt gemessen.
Fazit: Die Regelung ist nicht optimal, der Verlust fällt jedoch fürs Auge nicht auf und somit nicht wirklich ins Gewicht. Während des Betriebs wird die Lampe lecker warm, einem Dauerbetrieb in der hellsten Stufe steht dennoch nichts im Wege, sofern die Lampe bewegt wird. Allerdings sollten in der Praxis auch die dunkleren Leuchtstufen in den meisten Fällen ausreichen.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Taster, der seitlich angebracht ist. Er ist leichtgängig, allerdings nicht ganz so leichtgängig wie bei den bisherigen Spark-Lampen, sodass die Gefahr des versehentlichen Einschaltens gemindert wird. Dreht man die Tailcap ein wenig gegen den Uhrzeigersinn, ist die Lampe gegen versehentliches Einschalten gesichert.
Mit einem Druck auf den Taster wird die Lampe ein- und ausgeschaltet. Hält man den Taster gedrückt, rampt die Lampe in der Reihenfolge Min-Med1-Med2-Max durch die Leuchtstufen. Lässt man den Taster los, wenn die gewünschte Leuchtstufe erreicht ist, wird diese als Dauerlicht aktiviert und gespeichert. Beim nächsten Einschalten startet die Lampe demzufolge in dieser Leuchtstufe. Ein Doppelklick bei ein- oder ausgeschalteter Lampe aktiviert den Super-Modus. Nach einem Doppelklick im Super-Modus kehrt die Lampe in die davor aktivierte Leuchtstufe zurück.
Wenn man den Taster bei eingeschalteter Lampe drückt und gedrückt hält, beginnt die Lampe immer in der dunkelsten Leuchtstufe. Gleiches gilt, wenn man die Lampe nach dem Ausschalten wieder einschaltet. Allerdings geht sie dabei kurz über Memory, sprich: die zuletzt eingestellte Leuchtstufe, was ich persönlich ein wenig schade finde. Bei der ST-6-Serie wurde dies bereits besser gelöst.
Mittlerweile kenne ich ja schon einige Spark-Lampen, und ein wenig scheint es, als sei Spark immer noch auf der Suche nach dem idealen UI. Jede Serie hat mehr oder weniger ihre eigene Bedienung, wobei die Grundzüge jeweils ähnlich sind. Der Preflash, den manche Lampen beim Einschalten in der dunkelsten Stufe hatten, sollte mit der SD-6-Serie nun hoffentlich endgültig der Vergangenheit angehören. Sehr gelungen ist, dass Spark der Lampe eine wirklich dunkle Stufe gegönnt hat. Min ist mit 0,5 Lumen für 90 Tage angegeben und ideal, wenn explizit wirklich wenig Licht benötigt wird – eine Anwendung, die oft unterschätzt und von vielen Herstellern eher stiefmütterlich behandelt wird. Die weiteren Leuchtstufen sind vom Hersteller wie folgt angegeben: Medium1: 12 Lumen für 120 Stunden; Medium2: 70 Lumen für 12 Stunden; Max: 200 Lumen für 3,5 Stunden; Super: 460 Lumen für 1,8 Stunden.

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Der Taster ist etwas schwergängiger als bei anderen Spark-Lampen. Die Gefahr des versehentlichen Einschaltens im Rucksack oder der Jackentasche wird dadurch minimiert.


Beam:
Bedingt durch die Tatsache, dass die Lampe keinen Reflektor hat, ist die Ausleuchtung extrem breit und gleichmäßig. In der hellsten Stufe sitzt ordentlich Dampf dahinter; ein kleiner Garten z.B. kann problemlos homogen und hell ausgeleuchtet werden.

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„White-wall-beamshot“ der Spark SD6-460NW auf kürzeste Entfernung.


Resümee:
Auch die erste reflektorlose Lampe von Spark kann sich sehen lassen. Die Verarbeitung ist tadellos, die Regelung zwar nicht das Optimum, doch das, was die Lampe über die gesamte Laufzeit im Vergleich zur Maximallleistung nachlässt, wird niemand mit bloßem Auge wahrnehmen. Obwohl die Lampe primär als Stirnlampe gedacht ist, würde ich sie nicht als solche bezeichnen wollen. Dazu sind die Möglichkeiten, die sie bietet, einfach zu groß. Durch den mitgelieferten Magneten kann sie z.B. als Lampe beim Autoschrauben, durch den Stativadapter zum Ausleuchten von Fotos, etc. genutzt werden, oder durch den Trageclip an der Jacke fixiert werden. Die geplante Option einer aufschraubbaren Einheit mit Reflektor ist eine feine Idee, die die SD6 noch flexibler machen wird. Sowohl mit als auch ohne Überkopfband sitzt die Lampe sicher in der Halterung. Allerdings müssen diejenigen Nutzer, die lieber auf ein Überkopfband verzichten, damit leben, dass die Lampe bei schnellen oder ruckartigen Bewegungen aufgrund ihres Gewichts hin- und herschlackert. Erhältlich ist die Lampe für 95 Euro (Stand: November 2011). Das Testmodell wurde netterweise vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Auf der Seite www.spark001.com finden sich weitere Informationen.

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Größenvergleich Spark SD6 und ST6.

 

Spark SD6 460NW 019
Spark SD6, Spark SL6, Zebralight SC600.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Taclights T-Eye als lichtschwächere Lampe ohne Reflektor, Spark ST6-360CW, Lumapower D-Mini-EX2 als kleiner XM-L-Thrower.

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Kontroll-Shot

 

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Spark SD6-460NW Low

 

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Spark SD6-460NW Medium1

 

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Spark SD6-460NW Medium2

 

Spark SD6 460NW 024
Spark SD6-460NW Max

 

Spark SD6 460NW 025
Spark SD6-460NW Turbo

 

Spark SD6 460NW 026
Taclights T-Eye

 

Spark SD6 460NW 027
Spark ST6-360CW

 

Spark SD6 460NW 028
Lumapower D-Mini-EX2

 

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