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16. November 2011

LiteXpress X-Tactical 103

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LiteXpress X-Tactical 103 001
Mit der X-Tactical 103 bietet LiteXpress eine leichte und günstige RGB-Lampe für die Jackentasche.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Blisterverpackung sind die Lampe, zwei Batterien zum Betrieb und ein Lanyard enthalten.

Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 132 mm
Reflektoröffnung: 25,5 mm
Durchmesser Kopf: 32 mm
Durchmesser Tail: 26,5 mm
Gewicht: 89 g
Gewicht mit Batterien: 121 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit montiertem Lanyardring.
Löcher für Lanyard: Lanyardring.
wasserdicht: Angegeben ist die Lampe als „spritzwassergeschützt“ nach IPX-4. Den Unterwassertest im Waschbecken überstand sie allerdings ebenfalls ohne dass Wasser eindrang.
Besonderheiten: RGB-Modus durch drei farbige LEDs.

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Im Innern des Bodys ist ein „Verstärkungsrohr“ fest montiert.

 

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Der Ring zur Befestigung des Lanyards dient gleichzeitig als Rollschutz. Wen der Ring stört, kann ihn auch entfernen.


Leuchteinheit:
Eine Cree XR-E-Q4-LED sorgt für weißes Licht. Ferner leuchten in einem OP-Reflektor aus Kunststoff noch drei 5mm-LEDs in den Farben Blau, Grün und Rot. Die Frontlinse besteht aus Glas.

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Frontansicht der X-Tactical 103.

 

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Lampenkopf mit orangefarbenem O-Ring zur Abdichtung.

 

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Die LED-Einheit.

 

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Der Reflektor besteht aus Kunststoff.

 

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Reflektor von hinten.

 

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Hält man den Schalter zwei Sekunden gedrückt, wechselt die Lampe in den RGB-Modus, beginnend mit der blauen LED.

 

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Nach einem weiteren Druck auf den Schalter innerhalb von zwei Sekunden wechselt die Lampe auf Grün.

 

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Und weil’s so schön ist, auch noch die rote LED, die nach erneutem Drücken innerhalb von zwei Sekunden angesteuert wird. Drückt man den Schalter ein weiteres Mal, blinkt die rote LED SOS.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Zwei CR123-Batterien kommen ins Batterierohr der X-Tactical 103. Möglich ist auch der Betrieb mit einem 17670-Akku bei gleicher Helligkeit. Angegeben ist die Lampe mit 162 ANSI-Lumen für vier Stunden. Zum Test trat die Lampe mit zwei CR123-Batterien an.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 7.300 Lux
nach 5 Minuten: 6200 Lux
nach 15 Minuten: 6.000 Lux
nach 30 Minuten: 6.000 Lux
nach 45 Minuten: 6.000 Lux
nach 60 Minuten: 6.000 Lux
nach 75 Minuten: 6.000 Lux
nach 90 Minuten: 6.000 Lux
nach 105 Minuten: 6.000 Lux
nach 120 Minuten: 6.000 Lux
Zwei Minuten später begann die Lampe, zwischen Werten zwischen 6.200 und 3.800 Lux munter umherzuspringen. Im Laufe der nächsten zehn Minuten sank der Minimalwert bis auf 1.200 Lux, bei stetig „sprunghafter“ Lampe. Nach 2 Stunden und 13 Minuten schaltete die Lampe ab.
Fazit: Die Lampe ist über die gesamte Laufzeit gut geregelt. Erst kurz vor Schluss zeigt sie ihrem Benutzer auf eigenwillige Weise an, dass die Batterien gewechselt werden müssen. Die angegebene Laufzeit von vier Stunden wird im Dauerbetrieb nicht erreicht, was allerdings auch nicht zu erwarten war.

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Die Tailcap-Feder stellt den Minus-Kontakt her. Sie ist lang genug und sorgt für entsprechend Druck, dass auch ein 17670-Akku verwendet werden kann. Durch leichtes Lösen der Tailcap kann die Lampe gegen versehentliches Einschalten gesichert werden.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Tailcap-Clicky mit weichem und konkretem Druckpunkt. Ausgelegt ist er als Forward-Clicky, allerdings ohne Momentlicht-Funktion. Beim ersten Druck auf den Schalter startet die Lampe im hellen Modus, der mit 162 ANSI-Lumen angegeben ist. Drückt man den Schalter innerhalb von zwei Sekunden erneut, wechselt die Lampe in den dunklen Modus (laut Hersteller 78 Lumen). Erneutes Drücken innerhalb von zwei Sekunden aktiviert den Strobe-Modus. Bleibt man länger als zwei Sekunden in einem Modus, schaltet der nächste Druck auf den Schalter die Lampe aus.
Hält man den Schalter zwei Sekunden gedrückt, gelangt man in die RGB-Modi. Zuerst wird die blaue LED aktiviert. Das Prozedere zum Durchschalten der anderen Farb-LEDs funktioniert nach dem selben Prinzip wie bei der weißen LED: Ein Druck innerhalb von zwei Sekunden aktiviert die grüne LED, ein weiterer innerhalb von zwei Sekunden die rote LED, der nächste den Rotlicht-SOS-Modus. Beim nächsten Druck geht die Lampe aus, ebenso, wenn man länger als zwei Sekunden in einem Modus bleibt. Um zurück in die Weißlicht-Modi zu gelangen, muss der Schalter wiederum zwei Sekunden gedrückt gehalten werden.
Die Lampe hat keine Memory-Funktion und startet nach jedem Einschalten im hellen Modus bzw. wenn man sich in den Farbmodi befindet, mit der blauen LED. Das Schaltkonzept in Worten zu beschreiben dauert übrigens erheblich länger, als es zu begreifen und zu verinnerlichen.

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Großer Schalter mit weichem, aber konkretem Druckpunkt.


Beam:
Der Hotspot setzt sich deutlich mit einer dunkleren Corona vom Sidespill ab. Auf kürzeste Entfernungen machen sich im Lichtbild auch die drei Farb-LEDs in sofern bemerkbar, als dass um den eigentlichen Spill ein „Kranz“ aus drei Dreiecken sichtbar ist. Auf die Entfernung liefert die Lampe ausreichend Streulicht im Nahbereich mit einem ausgeprägten Hotspot, der für eine passable Reichweite sorgt.

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„White-wall-beamshot“ der X-Tactical 103.

 

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Wenige Zentimeter von der Wand entfernt ergibt sich dieses Lichtbild.


Resümee:
Für verhältnismäßig kleines Geld bekommt man mit der LiteXpress X-Tactical 103 eine RGB-Lampe, die ihren Zweck gut erfüllt. Strobe und SOS sind nicht jedermanns Sache, liegen jedoch am Ende des UIs. Das ist einerseits vorteilhaft, da man sie kaum versehentlich aktivieren kann, andererseits auch von Nachteil, da der Direktzugriff nicht möglich ist. Das Durchschalten der Leuchtstufen scheint auf den ersten Blick komplex und auch etwas umständlich, vor allem dann, wenn man beispielsweise Blau als Dauerlicht gewählt hat und dann auf Rotlicht wechseln möchte. In diesem Fall muss die Lampe aus- und wieder eingeschaltet werden und anschließend der Schalter noch zweimal gedrückt werden – insgesamt also vier Klicks. Auf der anderen Seite stellt dieses Beispiel eine Situation dar, die in der Praxis nicht häufig Anwendung finden dürfte, und schließlich muss das Anwählen der insgesamt sieben Modi über nur einen Schalter ja auch irgendwie gelöst werden. Und das ist LiteXpress meiner Meinung nach gut gelungen, und die Bedienung hat man schnell heraus. Ebenfalls positiv ist die Tatsache, dass auf eine Memory-Funktion verzichtet wurde, da die Bedienung ansonsten unübersichtlich würde. Die Verarbeitung ist gut, obwohl ein Kunststoff-Reflektor nicht wirklich charmant wirkt, in der Praxis jedoch keine Nachteile mitbringt. Die X-Tactical 103 ist, wenn auch nur geringfügig, leichter als die meisten anderen Lampen ihrer Größe. Über Optik lässt sich bekanntlich streiten, aber zumindest mir persönlich gefällt die mattschwarze Anodisierung gut. Und auch, wenn es nur ein unwichtiges Detail ist – auch der orangefarbene Dichtring im Lampenkopf hat was.
Erhältlich ist die Lampe für 49 Euro (Stand: November 2011), und diesen Preis ist sie auch absolut wert. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von LiteXpress www.litexpress.de Weitere Informationen finden sich unter der gleichen Adresse auf der Herstellerseite. Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

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Größenvergleich zur Fenix TK11.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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LiteXpress X-Tactical 103 low

 

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LiteXpress X-Tactical-103 high

 

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Fenix LD10

 

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Fenix LD20

 

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Fenix TK11

 

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