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19. März 2010

Led Lenser H7R

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Die H7R von LED Lenser bietet, wie es sich für eine Lampe gehört, viel Licht, aber auch jede Menge Schatten.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem Pappkarton sind die Lampe, eine Tragetasche mit Möglichkeit zur Befestigung am Gürtel, drei Akkus zum Betrieb, ein Lader für die Akkus, eine Bedienungsanleitung (deutsch/englisch) und eine kleine Werbebroschüre enthalten.

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Lieferumfang der H7R.


Beschreibung der Lampe:
Gewicht mit Akkus: 126 g
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die Linse kann durch einen Schiebefokus verstellt werden, dadurch kann man zwischen Punktlicht und Streulicht wählen. Das „R“ im Namen der H7R steht für „Rechargeable“, also „wiederaufladbar“. Im Gegensatz zur H7 ist die Verwendung von Akkus somit auch vom Hersteller explizit erlaubt; dementsprechend erfolgt auch die Auslieferung mit Akkus statt der sonst üblichen Batterien. Die Akkus können mit dem Ladestecker geladen werden, ohne sie dem Batteriefach zu entnehmen. Durch einen Schieberegler am Batteriefach kann die Helligkeit stufenlos reguliert werden.

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Der Schieberegler zur Fokusverstellung sitzt unten am Lampenkopf.

 

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Mit dem Ladestecker können die Akkus geladen werden, ohne sie dem Batteriefach zu entnehmen.


Stromversorgung:
Drei AAA-Akkus (mitgeliefert, Kapazität: 900mAh) oder wahlweise Batterien sorgen für die nötige Power. Eine Gummiabdeckung schützt das Batteriefach vor Spritzwasser. Das Batteriefach selbst könnte hochwertiger verarbeitet sein, erfüllt aber seinen Zweck. Beim Test wurde die Lampe mit maximaler Leuchtkraft betrieben und prophylaktisch durch einen Modellbau-Ventilator gekühlt.
Praxistest Luxmessung:
Nach dem Einschalten zeigte das Luxmeter auf eine Entfernung von einem Meter 6.450 Lux an.
Weitere Messergebnisse:
nach 5 Minuten: 5.340 Lux
nach 10 Minuten: 5.040 Lux
nach 15 Minuten: 4.760 Lux
nach 20 Minuten: 4.490 Lux
nach 30 Minuten: 4.050 Lux
nach 40 Minuten: 3.510 Lux
nach 50 Minuten: 2.900 Lux
nach 60 Minuten: 2.340 Lux
nach 70 Minuten: 2.100 Lux
nach 80 Minuten: 1.690 Lux
nach 90 Minuten: 1.340 Lux
Ein alternativer Test mit Eneloop-Akkus (800mAh) lieferte ein gänzlich anderes Ergebnis. Nach dem Einschalten zeigte das Luxmeter 5.900 Lux an.
Weitere Messergebnisse:
nach 5 Minuten: 5.300 Lux
nach 10 Minuten: 5.100 Lux
nach 15 Minuten: 5.100 Lux
nach 20 Minuten: 5.100 Lux
nach 30 Minuten: 5.000 Lux
nach 40 Minuten: 4.800 Lux
nach 50 Minuten: 4.400 Lux
nach 60 Minuten: 3.700 Lux
nach 70 Minuten: 2.100 Lux
nach 80 Minuten: 800 Lux
Fazit: Auf die richtigen Akkus kommt es an. Da LED Lenser auch bei der H7R auf eine elektronische Regelung verzichtet hat, sorgt auch hier der Innenwiderstand der Batterien/Akkus dafür, dass die LED mit dem richtigen Strom versorgt wird. Der Innenwiderstand der Eneloops ist nicht nur geringer, sondern über einen Großteil der Laufzeit auch konstanter. Dadurch fließt ein höherer Strom als bei Verwendung der mitgeliefeten NiMh-Akkus, und die Helligkeit bleibt somit länger konstant.

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Eine Gummiabdeckung schützt das Batteriefach vor Spritzwasser.

 

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In der Produktwerbung spricht Led Lenser von „technologischem Vorsprung“. Das Batteriefach kann Zweibrüder damit definitiv nicht gemeint haben. Aber zumindest erfüllt es seinen Zweck.


Reflektor/Linse:
Hinter einer Plastiklinse sitzt eine Cree-LED, die laut Herstellerangaben 140 Lumen liefert.

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Kopf mit LED.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die H7R durch einen Schalter oben am Lampenkopf. Unterhalb des Kopfs ist ein Schieberegler angebracht, mit dem der Fokus stufenlos verstellt werden kann. Sowohl Schalter als auch Regler sind leichtgängig und lassen sich gut bedienen. Hinten am Batteriefach sitzt ein weiterer Schieberegler, mit dem die Helligkeit stufenlos verstellt werden kann. Bei der Testlampe funktionierte dieser allerdings erst ab der Mittelstellung aufwärts. Die maximale Helligkeit der H7R ist zwar nicht ganz so hoch wie bei einigen anderen Kopflampen-Vertretern, aber in Situationen, in denen man mal wirklich viel Licht benötigt, mehr als ausreichend. Auch ohne Überkopfband sitzt die Lampe sicher und fest und ist angenehm zu tragen. Die Neigung des Kopfs kann in mehreren Rasterstufen eingestellt werden. Hier zeigt sich ein Schwachpunkt der Lampe: Das Gegenstück zur Rasterung am Lampenkopf besteht aus einer dünnen Plastikzunge, die lediglich aus der Grundplatte ausgefräst wurde. Die Frage einer möglichen Materialermüdung ist dadurch hinfällig; vielmehr stellt sich direkt die Frage: Wann ist es soweit? Beim Testkandaidaten hielt die Konstruktion fünf Monate.

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Der Knopf zum Einschalten sitzt oben am Lampenkopf.

 

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Der Schieberegler zur stufenlosen Einstellung der Helligkeit. Beim Testmodell funktionierte er allerdings erst ab der Mittelstellung.

 

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Hier hat Zweibrüder Kernschrott produziert. Lediglich eine dünne Plastikzunge mit Rasterung hält die Lampe in Position – allerdings nicht allzu lange.


Beam:
Die Möglichkeit der stufenlosen Fokussierung funktioniert gut, wird allerdings auch bei der H7R durch die Led Lenser-typischen Ringe im Lichtbild erkauft. Wie sehr diese Ringe im Praxisbetrieb stören, ist Ermessenssache des jeweiligen Nutzers.

 

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„White-wall-Beamshot“ der H7R.


Resümee:
Auch bei der H7R werden sich, wie wohl bei allen Led Lenser-Produkten, die Geister scheiden. De facto erhält man fürs Geld eine Kopflampe, die ihren Zweck erfüllt und durch die Fokussierbarkeit sowie die stufenlos verstellbare Helligkeit ein großes Einsatzgebiet mehr als nur zufriedenstellend abdeckt. Beim Betrieb kommt es auf die richtigen Akkus an. Während die Lampe mit den mitgelieferten Akkus kontinuierlich dunkler wird, bleibt die Helligkeit bei Verwendung von LSD-Akkus (hier: Eneloops) über einen wesentlich längeren Zeitraum konstant. Obwohl die Verwendung von AAA-Akkus oder -Batterien gemeinhin einen Nachteil darstellt, bietet sie bei der H7R gleichzeitig auch einen Vorteil: die Gewichtsersparnis von 40 Gramm gegenüber drei AA-Akkus. Dass bei der Testlampe der Helligkeitsregler nicht über den gesamten Bereich funktioniert, ist zu verschmerzen, da auch beim Testmodell die dunkelste Stufe bereits sehr dunkel ist. Was nicht zu verschmerzen ist, ist die dünne Plastikzunge mit Arretiermöglichkeit, die aus der am Stirnband befestigten Grundplatte lediglich ausgefräst wurde und über kurz oder lang das Gewicht der Lampe nicht halten kann. Hier ist definitiv Nachbesserung angesagt! Der Verkaufspreis liegt zwischen 50 und 75 Euro (Stand: März 2010). Weitere Infos sind auf der Herstellerseite www.zweibrueder.com zu finden. Die Testlampe wurde freundlicherweise von Zweibrüder zur Verfügung gestellt. Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

 

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Led Lenser H7R (halb fokussiert)

 

 

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Fenix LD 20

 

 

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Fenix TK 10

 

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