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9. Dezember 2011

Maglite Mini AA

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Maglite Mini AA 001
Auch in Zeiten, in denen viele Leute mit einem mobilen Flutlichtmasten durch die Gegend laufen, erfreut sich die Mini-Maglite immer noch großer Beliebtheit und zählt nach wie vor zu den meist verkauften Lampen.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Plastikschatulle wird die Lampe zusammen mit einem Ersatzbirnchen, zwei Batterien zum Betrieb und einer Bedienungsanleitung ausgeliefert.

Maglite Mini AA 002
In dieser Plastikschatulle wird die Minimag ausgeliefert. Alternativ wird die Lampe auch in einer Papp/Plastikverpackung verkauft.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 146,5 mm
Reflektoröffnung: 18,5 mm
Durchmesser Kopf: 25,5 mm
Durchmesser Tail: 18 mm
Gewicht: 58 g
Gewicht mit Batterien: 106 g
Anodisierung: kratzfest, aber nicht schnittfest.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die Lampe kann durch Drehen des Lampenkopfs fokussiert werden. In der Endkappe kann ein Ersatzbirnchen aufbewahrt werden.
Bei einer Lampe, die schon gefühlte Tausend Jahre auf dem Markt ist, ist es schwierig, etwas über den „ersten Eindruck“ zu schreiben. Aber gut, versuchen wir’s mal. Also: Ich habe die Lampe noch nie gesehen oder benutzt. Der Hersteller Maglite ist mir ebenfalls nicht bekannt. Insgesamt macht die Lampe einen robusten Eindruck. Kein Schalter, der kaputt gehen kann – lediglich die Plastiklinse ist keine gute Lösung.

Maglite Mini AA 003
Trotz dünner Wandstärke ist die Lampe so leicht nicht kaputt zu kriegen.

 

Maglite Mini AA 004
An der Endkappe kann eine Trageschlaufe befestigt werden. Wie man sieht, ist die Lampe nicht mehr ladenneu und hat schon einiges mitgemacht, was sie nicht davon abhält, tapfer und jederzeit zu leuchten.

 

Maglite Mini AA 005
Hinter der Feder in der Endkappe…

Maglite Mini AA 006
…sitzt eine kleine Halterung, die ein Ersatzbirnchen aufnehmen kann.


Leuchteinheit:
Nix LED – ein einfaches, unschuldiges Krypton-Birnchen sorgt in der Mini-Mag für Licht. Frontscheibe und Reflektor bestehen aus Kunststoff.

Maglite Mini AA 007
Die Minimag von vorne.

 

Maglite Mini AA 008
Ein Birnchen trotzt dem LED-Zeitalter.

 

Maglite Mini AA 009
Bezel, Frontlinse mit Dichtring, Plastikreflektor, Lampenkopf.

 

Maglite Mini AA 010
Die Frontlinse besteht aus Plastik. Hier dürfte Maglite ruhig mal nachbessern.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Maglite Mini AA, wie sie offiziell heißt, mit zwei AA-Batterien. Sie kann auch mit Akkus betrieben werden, ist damit jedoch dunkler. Die Lampe hat eine Leuchtstufe, womit sich auch die Frage erübrigt, in welcher Leuchtstufe sie beim Test betrieben wurde. Die Messung erfolgte bei starker Fokussierung.
Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 690 Lux
nach 5 Minuten: 520 Lux
nach 10 Minuten: 450 Lux
nach 15 Minuten: 420 Lux
nach 30 Minuten: 340 Lux
nach 45 Minuten: 300 Lux
nach 60 Minuten: 270 Lux
nach 75 Minuten: 250 Lux
nach 90 Minuten: 210 Lux
nach 105 Minuten: 190 Lux
nach 120 Minuten: 170 Lux
nach 135 Minuten: 160 Lux
nach 150 Minuten: 150 Lux
nach 165 Minuten: 150 Lux
nach 180 Minuten: 150 Lux
Nach vier Stunden wurden noch 90 Lux angezeigt. Bei weiter sinkenden Werten ging die Lampe 20 Minuten später aus.
Fazit: Da die Lampe ohne Elektronik direkt betrieben wird, sinken die Messwerte vom Moment des Einschaltens an kontiniuierlich. Für den Flashaholic eine Katastrophe, die nur vom jüngsten Tag getoppt wird. Für den Normalnutzer kein Thema, Hauptsache die Batterien halten lange.

Bedienung:
Durch Drehen des Lampenkopfs gegen den Uhrzeigersinn wird die Lampe eingeschaltet. Je nachdem, wie weit der Kopf losgedreht wird, liefert die Lampe Streulicht oder punktuelles Licht.

Beam:
Schön geht anders. Verwaschen, unsauber, unrund. Aber ausreichend zur Wegausleuchtung.

Maglite Mini AA 011
„White-wall-beamshot“ Maglite Mini defokussiert.

 

Maglite Mini AA 012
„White-wall-beamshot“ Maglite Mini fokussiert.


Resümee:
Die Maglite Mini AA arbeitet jederzeit und zuverlässig. Abstriche muss man in Form des Lichtbilds und der, gegen Verkratzen anfälligen, Frontlinse machen. Trotz „Nostalgie-Bonus“ hätte der Hersteller der Lampe im Laufe der Zeit ruhig eine Glaslinse spendieren dürfen. Dass die Maglite-Mini vom Zeitpunkt des Einschaltens an langsam, aber stetig dunkler wird, ist ebenfalls nachteilig. Auf der anderen Seite interessiert das das Gros der Käufer weniger – eine Mini-Mag leuchtet halt lange – und fertig. Diesen Bonus gestehe ich der Lampe einfach mal zu. Eine Mini-Mag darf das. Eine Mini-Mag muss das sogar. Jeder – auch die Nicht-Lampenbekloppten – haben dieses Teil irgendwann schon mal in der Hand gehalten, und immer hat es funktioniert, auch mit alten Batterien.
Vielleicht macht ja gerade das die Lampe so erfolgreich. Für Normalnutzer ist es wichtig, die Lampe auch nach Monaten noch einschalten zu können, ohne je die Batterien gewechselt zu haben, weil für sie schon ein Batteriewechsel umständlich ist.
Aus der Sicht eines Flashys ist die Lampe vorne und hinten nicht mehr zeitgemäß. Es gibt keinen Grund, dafür Geld auszugeben – außer vielleicht einem: Das Teil ist Kult! Der Verkaufspreis liegt bei weniger als 20 Euro (Stand: Dezember 2010). Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Maglite Mini AA 013
Kontroll-Shot

 

Maglite Mini AA 014
Maglite Mini AA

 

Maglite Mini AA 015
Led Lenser K3

 

Maglite Mini AA 016
7-LED-Stirnlampe

 

Maglite Mini AA 017
LiteXpress Mini-Palm 101

 

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