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29. Dezember 2011

Armytek Predator

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Armytek Predator 001
Ich habe nicht auf sie geschossen und sie nicht vom Balkon geworfen. Ich bin nicht mit dem Auto drübergefahren und habe sie auch nicht auf Steine und in einen Fluss gepfeffert – die Armytek Predator, die in einem Werbevideo all diese Prozeduren über sich ergehen lassen musste.

 

Selbst, wenn ich auf die Lampe geschossen hätte, hätte ich sie vermutlich nicht getroffen. Ich war nicht bei der Bundeswehr, und meine praktische Erfahrung mit Waffen beschränkt sich ausschließlich auf Ego-Shooter. Hier also der Testbericht für weniger militante Nutzer.
In der Geschichte dieser fabulösen Seite ist dies einer der längsten Berichte, was schlicht und einfach an der Komplexität der Armytek Predator liegt. Also: Stillgestanden und drei Tage Fronturlaub genommen!

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Neben der Version mit silbernen Kronen und silbernem Clip ist die Armytek Predator auch mit goldener sowie schwarzer Hardware erhältlich.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem Pappkarton sind die Lampe mit montiertem Trageclip, zwei CR123-Batterien zum Betrieb, Ersatz-O-Ringe, ein Ersatzgummi für den Schalter, ein Lanyard und ein Holster enthalten. Die englischsprachige Bedienungsanleitung kann auf der Armytek-Seite heruntergeladen werden.
Unbedingt zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass es von der Lampe die Versionen 1.0 und 1.2 gibt. Beide sind in der Programmierung unterschiedlich. Daher sollte man sich auf jeden Fall mit der richtigen Bedienungsanleitung ausrüsten. Andernfalls könnte es dazu kommen, dass man irgendwann tatsächlich auf die Lampe schießt…
In der bunten Welt des Internetzes findet sich auch eine deutsche Bedienungsanleitung – zum Zeitpunkt dieses Tests allerdings nur für die Version 1.0, von der allenfalls noch Restbestände lieferbar sein dürften. Die Firma Obramo, die das Testmodell zur Verfügung gestellt hat, ist meines Wissens die einzige Firma, die die Lampe mit einer ins Deutsche übersetzten Bedienungsanleitung für die Version 1.2 ausliefert.

Armytek Predator 003
So schlägt die Version 1.2 auf dem Truppenübungsplatz auf. Im Gegensatz zur Version 1.0 wurde das Holster mit den gelben Nähten durch eines mit schwarzen ersetzt. Auch die kleine Tube Nyogel, die Armytek der ersten Version spendiert hatte, ist nicht mehr im Lieferumfang enthalten – schade eigentlich.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 158 mm
Reflektoröffnung: 32 mm
Durchmesser Kopf: 37 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 141 g
Gewicht mit Batterien:173 g
Gewicht mit Akku: 187 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.*
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit montiertem Trageclip.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Das größte Manko der Lampe ist, dass sie einem den Kaffee morgens nicht ans Bett bringt. Ansonsten gibt es kaum etwas, was sie nicht kann. Das fängt bei programmierbaren Leuchtstufen an und geht über die Möglichkeit, festzulegen, ob die Lampe abschaltet, wenn eine bestimmte Spannung unterschritten wird, bis zur Wahl, ob die Lampe über Memory verfügt oder nicht. Darüber hinaus kann man sich aussuchen, ob die Lampe durchgängig geregelt betrieben wird oder abhängig von der Akkuspannung in der Leistung nachlässt.
Ebenfalls der Kategorie „Besonderheiten“ zuzuordnen ist eine widerstandsfähige Folie, die werksseitig auf die Frontlinse aufgebracht wurde. Mit bloßem Auge ist die Folie nicht erkennbar. Erst, wenn man mit einem Messer oder einem anderen spitzen Gegensatnd vorsichtig am Rand der Linse entlang geht, löst sie sich von der Linse. Großartig viel Licht wird durch die Folie nicht geschluckt, der Unterschied am Luxmeter mit und ohne Folie betrug sechs Prozent.

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Die Kommandozentrale der Predator. Darin steckt einiges an Potential, wie wir noch sehen werden.

 

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Doppelte O-Ringe zur besseren Wasserdichtigkeit.

 

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Der Clip passt, wie ich finde, optisch gut zur Lampe, die damit Bezel-up und Bezel-down getragen werden kann. Wer den Clip als störend empfindet, kann ihn auch entfernen. Da er eng auf dem Body sitzt, müssen vor der Demontage allerdings erst die beiden O-Ringe entfernt werden.

 

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Lanyard mit Karabiner und Schlüsselring.

 

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Das Holster ist umstellt. Qualitativ gibt es sicher besseres, aber es erfüllt seinen Zweck.

 

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*Der Soldat mit dem Zeigestock macht auf einen kleinen Kratzer aufmerksam, der dadurch entstanden ist, dass der sehr stramm sitzende Clip beim Aufschrauben des Batterierohrs verrutscht ist und am Batterierohr gescheuert hat. So etwas kann auch bei anderen Lampen passieren, dennoch habe ich den Eindruck, dass die Anodisierung, trotz HA III, etwas empfindlicher ist als andere HA-III-Beschichtungen.

 

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Ich habe gelogen. Ich habe nämlich doch auf die Lampe geschossen, was sie allerdings, wie die Lampe im Video, klaglos überstanden hat.


Leuchteinheit:
Beim Testmodell verteilt eine Cree XP-G-R5-LED das Licht in Kombination mit einem OP-Reflektor. Die Lampe ist, bei gleicher LED-Bestückung, wahlweise auch mit SMO-Reflektor erhältlich. Die Frontlinse besteht aus antireflexbeschichtetem Glas.

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Beim Testmodell wurde ein OP-Reflektor verbaut. Die Linse ist durch den Bezelring gut geschützt.

 

Armytek Predator 012
Während bei der OP-Variante der Abstrahlwinkel des Hotspots 10 Grad bei einem Gesamtabstrahlwinkel von 24 Grad beträgt, ist das Verhältnis bei der Lampe mit SMO-Reflektor 5/24 für eine höhere Reichweite.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Erlaubt ist, was reinpasst: Verwendet werden können ein 18650-Akku, zwei CR123-Batterien/RCR123-Akkus, zwei LiIon 16340-Akkus, ein LiFePO4-Akku oder auch ein 17670-Akku. Zum Test kam ein 18650-Akku von AW mit einer Kapazität von 2.600mAh zum Einsatz. Zur Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet. Da die Lampe über drei wählbare Möglichkeiten der Regelung verfügt, wurden militärisch knallhart auch alle Möglichkeiten durchexerziert. Die Spannungsanpassung war, wie es sich für einen gewissenhaften Lampengeneral ziemt, selbstverständlich auf „18650 LiIon“ (mit einer angegebenen Abschaltspannung von 2,8 Volt) eingestellt.
Die jeweiligen Werte finden sich in der Tabelle, die durch Anklicken vergrößert werden kann.

Armytek Predator 013

Zu den Messungen im Einzelnen:

Full Stabilization (durchgängig geregelt):
Nach 100 Minuten begann die Lampe, dreimal zu blinken. Bei gleichbleibender Helligkeit wiederholte sich das Blinken innerhalb der nächsten zwei Minuten noch zwei Mal. Nach der insgesamt dritten Blinkwarnung schaltete die Lampe in den dunkelsten Modus. Der Akku wurde entnommen und mit 3,20 Volt Leerlaufspannung gemessen.

Semi Stabilization (Helligkeit abhängig von der Akkuspannung):
Nach 120 Minuten begann die Lampe, dreimal zu blinken. Bei weiterhin nachlassender Leistung wiederholte sich die Blinkwarnung innerhalb der nächsten Minuten mehrere Male. Nach dem fünften Blinken, angezeigten 700 Lux und einer Laufzeit von 125 Minuten habe ich den Akku entnommen und mit 2,85 Volt Leerlaufspannung gemessen.

Step Stabilization (stufenweise Reduzierung der Leistung):
Nach 64 Minuten schaltete die Lampe auf 9.000 Lux herunter, nach 89 Minuten auf 7.900 Lux, nach 103 Minuten auf 6.700 Lux, nach 112 Minuten auf 5.400 Lux, nach 117 Minuten auf 4.000 Lux, nach 122 Minuten auf 2.500 Lux, nach 126 Minuten auf 1.300 Lux. Nach 128 Minuten begann die Lampe zu blinken, nach 129 Minuten blinkte sie erneut und schaltete auf 200 Lux herunter. Die Leerlaufspannung des Akkus betrug 2.97 Volt.

Fazit: Die Möglichkeit, die Art der „Stabilisierung“, wie Armytek es nennt, auszuwählen, ist nicht bloß ein Gimmick, sondern eine sinnvoll nutzbare Anwendung. Bei der durchgängigen Regelung bleibt die Leistung vom Moment des Einschaltens bis zum Herunterschalten absolut konstant – besser geht’s nicht. Auch in den anderen Stufen regelt die Lampe nicht bloß stumpf herunter, sondern hält die maximale Leistung über einen langen Zeitraum, um dem Benutzer dann durch kontinuierliches oder schrittweises Dunklerwerden anzuzeigen, dass die Akkukapazität sich langsam dem Ende zuneigt. Jede der drei Möglichkeiten ist praxisbezogen und hat somit ihre Berechtigung – klasse umgesetzt!

Armytek Predator 014
Leichte Verwirrung an der Front. Wer ist Freund, wer Feind, und was passt eigentlich ins Batterierohr? Die Antwort ist einfach: Alles, was hier rumliegt und -steht.

 

Armytek Predator 015
Um zu gewährleisten, dass auch wirklich alle Über- und Untergrößen, ein oder zwei Akkus mit und ohne erhöhten Pluspol passen, ist der Minuskontakt gefedert.


Bedienung:
Die Grundbedienung ist denkbar einfach. Ein Druck auf den Forward-Clicky schaltet die Lampe ein oder gibt beim Antasten Momentlicht (Morsen ist somit ebenfalls möglich). Gegen versehentliches Einschalten kann die Lampe durch leichtes Lösen der Tailcap gesichert werden. Die Armytek Predator verfügt über zwei übergeordnete Modi, von denen einer bei festgezogenem und der andere bei leicht gelöstem Lampenkopf aktiv ist.
Der Modus, der bei festgezogenem Kopf aktiv ist, wird von Armytek „First line“ genannt und verfügt werksseitig über die drei Leuchtstufen hell (500 Lumen), dunkel (7 Lumen) und mittel (100 Lumen). Durch Lösen und Festziehen des Lampenkopfs innerhalb einer Sekunde werden diese Stufen nacheinander angewählt. Die herstellerseitig angegebenen 500 Lumen sind sicherlich keine OTF-Lumen. Im CPF wurden bei einem Test 386 Lumen gemessen, was realistischer sein dürfte. Für Lumenmessungen fehlen mir leider die Möglichkeiten. Beim Bouncing, einer weder militärischen noch wissenschaftlichen Methode, zählte die Armytek jedenfalls zu den hellsten Lampen mit XP-G-LED in meinem Besitz.
Im Modus, der bei leicht gelöstem Kopf aktiv ist (von Armytek als „Second line“ bezeichnet) stehen werksseitig Strobe und „Firefly“ (konstantes Licht mit 1,5 Lumen) zur Verfügung, zwischen denen durch Festziehen und Lösen des Lampenkopfs innerhalb einer Sekunde gewechselt werden kann. Die Lampe verfügt werksseitig über eine Memory-Funktion, die Lampe startet folglich in dem Modus, der vor dem letzten Ausschalten eingestellt war.
Wenn man im „First Line-Modus“ den Kopf löst und länger als eine Sekunde wartet, schaltet die Lampe automatisch in den „Second-Line-Modus“ (und umgekehrt). Das ist ungewöhnlich, aber ein, wie ich finde, sehr praktisches Feature. Wenn die Lampe in „First line“ beispielsweise in einer dunklen Stufe startet, kann man auf „Second Line“ ein noch niedrigeres Low legen. Oder aber die Lampe in „First Line“ nur bis auf halbe Leistung programmieren und die hellste Stufe in „Second Line“ programmieren. Oder man legt den Modus, den man vorrangig benötigt, auf „Second Line“ und die Stufen, die man nicht so häufig nutzt, auf „First Line“, und hat so aus „First Line“ immer den direkten Zugriff auf die favorisierte Stufe. Oder umgekehrt. Oder, oder, oder… Die Möglichkeiten sind schon dann vielfältig, wenn man lediglich ein wenig mit den Grundfunktionen und Leuchtstufen herumexperimentiert.

Armytek Predator 016
Der Clicky hat einen mittelharten Druckpunkt und macht einen soliden Eindruck.


Erweiterte Bedienung:
Nun geht’s ans Eingemachte. Nahezu alle Einstellungen der Lampe können nach eigenem Gutdünken angepasst werden. In „First line“ können bis zu 10 Leuchtstufen, in „Second line“ bis zu 5 Leuchtstufen programmiert werden. Darüber hinaus kann statt des werksseitig programmierten Modus‘, der von Armytek „Military Mode“ genannt wird, der „Outdoor“-Mode“ mit zwei Leuchtstufen (350 Lumen, 65 Lumen) gewählt werden. Die Frequenz des Strobe‘ kann im Bereich von 1 bis 50 Hertz eingestellt werden.
Die Möglichkeit zu entscheiden, wie die Lampe mit der Akkuspannung umgeht, wurde ja bereits bei der Laufzeitmessung ausführlich erörtert. Und selbst die Wahl, ob die Lampe über eine Memory-Funktion verfügen soll, wird dem Benutzer überlassen.
Alle Möglichkeiten detailliert zu beschreiben, würde sicherlich den Rahmen dieses Tests sprengen, daher nur eine kurze „Wie funktioniert’s denn überhaupt“-Info: Um in den erweiterten Bedienmodus zu gelangen, muss der Lampenkopf gelöst sein (Second line). Nun wird die Lampe eingeschaltet und der Kopf angezogen. Sobald die Lampe in „First line“ wechselt, muss der Kopf wieder gelöst und die Lampe direkt im Anschluss aus- und wieder eingeschaltet werden. Die Lampe tut wiederholt durch 1x Blinken kund, dass der Programmiermodus nun erreicht ist. Die einzelnen Menüs werden wiederum durch Aus- und Einschalten angewählt. Aus-an: 2x Blinken, aus-an: 3x Blinken usw. Die jeweiligen Untermenüs werden durch Festziehen und Lösen des Kopfs angewählt und die gewünschte Funktion durch erneutes Festziehen und Lösen des Kopfs ausgewählt. Die einzige Ausnahme stellt der Punkt „Einstellungen und Wahl der Modi“ in „First Line“ dar: Hier muss genau umgekehrt vorgegangen werden: Lampe mit angezogenem Kopf einschalten, Kopf lösen bis die Lampe in „Second Line“ wechselt, Kopf anziehen, Lampe aus- und einschalten. Wenn man das Prinzip begriffen hat, ist die Programmierung der Lampe nicht wirklich kompliziert, aber alles andere als intuitiv. Das gründliche Studium der Bedienungsanleitung ist also Pflicht.
Da seitens des Herstellers zum Zeitpunkt dieses Tests keine deutsche Bedienungsanleitung vorlag, habe ich die Liste der Kurzbefehle für die Version 1.2 mal übersetzt.

1 x Blinken: Einstellungen und Wahl der Modi
für First Line und Second Line

2x Blinken: Werkseinstellungen und benutzerdefinierte Einstellungen
1 x Blinken: Military (Werkseinstellung)
2x Blinken: Outdoor
3x Blinken: Custom (benutzerdefiniert)

3x Blinken: Stromversorgung
1x Blinken: 2x CR123 (Minimalspannung 2 Volt)
2x Blinken: 1x 18650 (Minimalspannung 2,8 Volt)
3x Blinken: 2x LiIon 16340 (Minimalspannung 5,6 Volt)
4x Blinken: 1x LiFePO4 (Minimalspannung 2,5 Volt)

4x Blinken: Einstellungen First Line
1x Blinken: Anzahl der Modi
1x Blinken: 1 Modus
2x Blinken: 2 Modi usw.
2x Blinken: Memoryfunktion für letzten Modus
1x Blinken: Memory
2x Blinken: kein Memory
3x Blinken: Regelung
1x Blinken: durchgängig geregelt
2x Blinken: gleichmäßig abfallend
3x Blinken: schrittweise abfallend

5x Blinken: Einstellungen Second Line
1x Blinken:
Anzahl der Modi
1x Blinken: 1 Modus
2x Blinken: 2 Modi usw.
2x Blinken: Memoryfunktion für letzten Modus
1x Blinken: Memory
2x Blinken: kein Memory
3x Blinken: Regelung
1x Blinken: durchgängig geregelt
2x Blinken: gleichmäßig abfallend
3x Blinken: schrittweise abfallend

Gedanken zum Bedienkonzept:
Da die Lampe bereits einige Monate auf dem Markt ist, gibt es dazu auch bereits einige Meinungen. Bemängelt wird vor allem die Programmierung, die nicht selbstklärend ist.
Auf der anderen Seite wird bei anderen Lampen häufig beklagt, dass Lampe Xyz dies oder jenes nicht kann oder hier und da und dort schwächelt.
Die Armytek Predator kann grundsätzlich nahezu alles, aber um ihre Möglichkeiten voll auszuschöpfen, muss man sich schon ein wenig mit ihr beschäftigen. Von daher kann ich diejenigen, die eine eierlegende Wollmilchsau fordern und sich dann, wenn sie sie in der Hand haben, darüber beschweren, dass es Zeit in Anspruch nimmt, alle Möglichkeiten auszuloten, nicht verstehen.
Und mal ganz davon ab: Man kann die Möglichkeiten, die die Armytek bietet, auch als zusätzliche Option sehen und die Lampe einfach „Out of the Verpackung“ nutzen, denn die Werkseinstellungen sind sinnvoll und praxistauglich.
Was ich allerdings schade finde: Die Lampe bietet drei Nutzerprofile; „Military“, „Outdoor“ und „Custom“ (frei belegbar). Während die beiden erstgenannten Profile jederzeit wiederhergestellt werden können, gehen die Einstellungen, die man in „Custom“ programmiert hat, verloren, sobald man die Lampe auf „Military“ oder „Outdoor“ zurücksetzt. Hier schlummert sicherlich noch ein wenig ungenutztes Potential.

Beam:
Auf kurze Distanzen setzt sich der Hotspot weich von Sidespill ab. Bereits ab einer Entfernung von wenigen Metern liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild. Von allen Lampen dieser Größe mit XP-G-LED, die ich bislang gesehen habe, ist die Armytek die Lampe mit der gleichmäßigsten Ausleuchtung, wobei die Gesamtgröße des Lichtkegels deutlich kleiner ist als bei den meisten anderen Vertretern dieser Klasse.
Wer auf eine höhere Reichweite bei weniger ausgewogenem Lichtbild Wert legt, kann zur Version mit SMO-Reflektor greifen, die zum Test nicht vorlag. Auf light-reviews.com, meiner Meinung nach eine der besten Testseiten überhaupt, wurde die SMO-Variante mit 18.200 Lux gemessen.

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„White-wall-beamshot“ der Armytek Predator mit OP-Reflektor.


Resümee:
Die Armytek Predator dürfte aktuell das Maß aller Dinge darstellen, wenn es um die Individualisierungsmöglichkeiten einer Taschenlampe geht. Nahezu alle Funktionen können den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden. Um durch die unzähligen Möglichkeiten durchzusteigen, bedarf es allerdings ein wenig an Zeit und Muße. Doch auch bereits die werksseitige Programmierung ist praxisorientiert, und wer lediglich einzelne Stufen in der Helligkeit verändern möchte, hat dies schnell heraus. Die Verarbeitung kann sich sehen lassen, und durch die mattschwarze Anodisierung wirkt die Lampe auch optisch sehr ansprechend und fühlt sich in der Hand gut und wertig an. Durch die verschiedenen Möglichkeiten der Regelung hat man die Wahl zwischen maximaler Laufzeit und einer konstant hellen Lampe. Die Regelung selbst könnte besser nicht sein. Den Preis von 89 Euro (Stand: Dezember 2011) ist die Armytek Predator mehr als wert. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Obramo-Taschenlampen http://obramo-taschenlampen.de, wo sie auch erhältlich ist. Auf der Herstellerseite www.armytek.com finden sich weitere Infos sowie die englischsprachige(n) Bedienungsanleitung(en) zum Herunterladen als PDF.

Armytek Predator 018
Größenvergleich. Von links: Surefire 6P, Tiablo A9, Armytek Predator, Fenix TK35, Olight M30 ohne Verlängerung.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Lampen ähnlicher Größe, bei denen ebenfalls eine Cree XP-G-LED als Leuchtmittel zum Einsatz kommt.

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Armytek Predator OP

 

Armytek Predator 020
EagleTac T20C2 MK II

 

Armytek Predator 021
4Sevens Quark123² Turbo

 

Armytek Predator 022
Lumintop TD-15

 

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