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12. Dezember 2009

Sunree D1

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Sunree D1 001
Die Sunree D1 ist eine Kopflampe, die durch ihr gutes Preis-Leistungsverhältnis und eine lange Laufzeit überzeugen kann.


Verpackung/Lieferumfang:

In einer Blisterverpackung sind neben der Lampe noch drei AA-Batterien für den Betrieb enthalten sowie eine Bedienungsanleitung (englisch).

Beschreibung der Lampe:
Gewicht mit Kopfband: 127 g
Gewicht mit Kopfband und Batterien: 198 g
Die Lampe ist aus Kunststoff gefertigt und kann zur Ausleuchtung unterschiedlicher Bereiche an der Befestigung am Stirnband in kleinen Rasterschritten verstellt werden. Licht liefern eine 1-Watt-LED oder alternativ drei kleine Einzel-LEDs. Zwei zusätzliche LEDs informieren über den Batteriezustand. Liegt die Batterieladung zwischen 50 und 10 Prozent, blinkt links eine gelbe LED, liegt sie unter 10 Prozent, leuchtet rechts eine rote LED. Das Batteriefach befindet sich hinten am Stirnband. Ein Überkopfband garantiert einen festen Sitz der Lampe. Die Sunree D1 ist nach IPX 4 spritzwassergeschützt.

Stromversorgung:
Betrieben wird die Lampe mit drei AA-Batterien (oder Akkus). Mit der 1-Watt-LED betragen die Laufzeiten laut Hersteller 10 Stunden im High-Modus, 25 Stunden im mittleren Modus, 55 Stunden im dunkelsten Modus und 30 Stunden im Blink-Modus. Beim Betrieb mit den drei kleinen LEDs gibt Sunree folgende Laufzeiten an: 70 Stunden (High), 110 Stunden (Medium), 250 Stunden (Low) und 180 Stunden (Blinken). Obwohl sich die Herstellerangaben bezüglich der Leuchtdauer erfahrungsgemäß auf den Zustand direkt nach dem Einschalten bis zum letzten Glimmen beziehen, kann die Sunree D1 im Praxistest überzeugen. Beim Betrieb mit AA-Batterien in der hellsten Stufe mit der 1-Watt-LED ist der Verlust an Lichtleistung gaaaaaanz schleichend. Nach rund zwei Stunden Dauerbetrieb meldet sich die gelbe LED zu Wort und tut damit kund, dass die Kapazität der Batterien bei weniger als 50 Prozent liegt. Abendessen. Warten. Warten. Warten. Warten, warten, warten, warten. Wartenwartenwartenwartenwarten. Mittlerweile ist es halb drei Uhr morgens, ich habe um 10.45 Uhr einen Termin, und die verdammte Lampe leuchtet noch immer. Langsam muss ich ins Bett. Auch nach acht Stunden weigert sich die Lampe beharrlich, nur noch vor sich hinzudümpeln. Zwar ist das Licht längst nicht mehr so hell wie zu Anfang, aber immer noch ausreichend, um auf 20 Meter Entfernung noch genug zu sehen. Ob und wie die Lampe nach zehn Stunden leuchtet, ist mir mittlerweile egal, ich muss schlafen und gebe auf. Die Sunree D1 hat definitiv gewonnen. Ruhe gelassen hat mir diese Niederlage indes nicht. Am nächsten Tag musste die Sunree noch mal ran mit der verbleibenden Restkapazität der Batterien. Auch diesmal brachte sie mich fast an den Rand einer Niederlage. Noch sechs Stunden lang lieferte sie brauchbares Lauflicht, bis sich schließlich die rote LED meldete und der Lichtverlust drastisch spürbar wurde. Somit kam die Lampe insgesamt auf 14 Stunden Leuchtleistung, bevor sie richtig zu dümpeln begann.

Sunree D1 002
Drei AA-Batterien sorgen lange für Licht.


Leuchteinheit:

Hinter einer Plastiklinse sorgen drei kleine Einzel-LEDs sowie alternativ eine 1-Watt-Lumiled-LED mit Smooth-Reflektor für die Beleuchtung.

Sunree D1 003
Drei kleine Einzel-LEDs sowie eine 1-Watt-LED liefern Licht im Nahbereich.


Bedienung:

Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Reverse-Clicky unten am Gehäuse. Bei einmaligem Drücken werden die drei kleinen LEDs aktiviert, beim nächsten Drücken wird die Lampe wieder ausgeschaltet, ein erneuter Druck aktiviert die große LED. In beiden Modi stehen jeweils vier Leuchtstufen zur Verfügung. Diese werden im eingeschalteten Zustand der Lampe durch mehrmaliges Antippen des Clickys erreicht. Die Schaltreihenfolge ist in beiden Modi hell-mittel-dunkel-blinken.

Sunree D1 004
Ein Reverse-Clicky schaltet die Lampe ein.


Beam:

Die drei einzelnen LEDs sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung im unmittelbaren Nahbereich. Im Betrieb mit der 1-Watt-LED liefert die Lampe einen gleichmäßigen Beam mit wenig ausgeprägtem Hotspot. Im Bereich bis zirka 10 Meter ist der Hotspot noch zu erkennen und geht dann in den Sidespill über. Durch diese Charakteristik ergibt sich ein homogenes und angenehmes Licht zum Laufen.

Resümee:
Die Sunree D1 zählt mit den drei zum Betrieb benötigten AA-Batterien und dem damit verbundenen Gewicht von fast 200 Gramm sicher nicht zu den Leichtgewichten unter den Kopflampen. Dennoch ist sie bequem zu tragen. Die Verarbeitungsqualität ist ordentlich. Die Lampe liefert ein angenehmes, weiches Licht, das zwar nicht längst nicht an die Helligkeit vieler anderer aktueller Kopflampen heranreicht, was auch die lange Laufzeit erklärt, durch die verschiedenen LEDs und Leuchtstufen aber trotzdem an die unterschiedlichsten Situationen angepasst werden kann. Sich durch besagte Leuchtstufen zu klicken, ist allerdings sicherlich nicht jedermanns Sache. Der Lichtabbau über die gesamte Laufzeit macht sich nicht wirklich störend bemerkbar. Wer die Lampe nicht ständig auf höchster Stufe im Dauerbetrieb nutzt, sollte mit einer Batterieladung eine halbe Ewigkeit auskommen. Für weniger als 30 Euro (Stand: Dezember 2009) bietet die Sunree D1 ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis. Erhältlich ist die Lampe unter www.taschenlampen-papst.de. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.sunree.com.

 

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