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14. November 2009

Led Lenser X21

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Die X21 von LED Lenser liefert einen wahnsinnigen Lichtstrom und macht dabei vieles richtig, aber auch so einiges falsch.


Verpackung/Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe in einem Hartplastikkoffer. Neben der Lampe sind vier Monozellen, ein Schultergurt, zwei Ringe zur Befestigung desselben, eine Bedienungsanleitung (deutsch, englisch) sowie eine kleine Werbebroschüre enthalten.

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Lieferumfang des Kloppers.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 395 mm
Länge komplett fokussiert: 401 mm
Durchmesser Kopf: 95,5 mm
Durchmesser Tail: 39 mm
Gewicht: 799 g
Gewicht mit Batterien: 1379 g
Anodisierung: HA II, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja, nur auf ebenen Flächen, aber wenig sinnvoll.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Der Kontakt zwischen Stromversorger und Leuchtmittel wird durch Cinch (male: Body, female: Kopf) hergestellt. Durch den mitgelieferten Schultergurt, der mittels zweier ebenfalls im Lieferumfang enthaltener Ringe an der Lampe befestigt wird, kann die Lampe bequem getragen und durch entsprechende Justierung des Gurts ausgerichtet werden.

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Der Kontakt zwischen Batterien und Leuchteinheit wird über eine Cinch-Verbindung hergestellt.


Stromversorgung:
Betrieben wird die X21 mit vier D-Zellen, mit denen die sieben Cree-LEDs einen Lichtstrom von 950 Lumen und eine Leuchtdauer von 300 Stunden (laut Hersteller) liefern sollen. Allerdings bezieht sich die Leuchtdauer auf den dunkleren Modus, und zwar vom Zeitpunkt des Einschaltens bis zu dem Moment, in dem die Lampe kein Fünkchen Licht mehr von sich gibt. Dieses stetig zunehmende Einbrechen der Leuchtleistung ist ein “Markenzeichen” von LED Lenser, da der Hersteller Zweibrüder im Gegensatz zu fast allen anderen Herstellern auf eine digitale Regelung für eine konstante Stromversorgung der Lampe verzichtet. Somit wird die Lampe ab dem Zeitpunkt des Einschaltens zwar langsam, aber kontinuierlich dunkler.

Reflektor:
Bei der X21 kommt anstelle eines Reflektors ein Linsensystem mit sieben Plastiklinsen zum Einsatz. Für das entsprechende Licht sorgen sieben Cree-LEDs.

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Die Optik der X21.

 

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Das Linsensystem ist aus Kunststoff.

 

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Sieben Cree-LEDs sorgen für reichlich Dampf.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Schalter/Taster, der am Body kurz vor dem Kopf der Lampe sitzt und fast “zu gut” erreichbar ist. Er reagiert auf jedes noch so kleinste und versehentliche Antippen mit einem Lichtimpuls, und zwar immer in der vollen Helligkeit – was beim Hantieren mit der Lampe nicht selten dazu führt, dass man sich mit voller Leuchtkraft selbst außer Gefecht setzt. Die Rechtfertigung dafür, dass der Schalter gleichzeitig auch ein Taster ist, liegt darin, dass laut Hersteller durch kurzes Antippen und Halten eine Helligkeit von 130 Prozent erreicht werden soll. Zu sehen ist davon indes nichts, zumindest beim Testmodell ist die “130-Prozent-Stufe” nicht existent. In der Praxis verfügt die getestete X21 somit über zwei Helligkeitsstufen, von denen die hellere vom Hersteller mit 950 Lumen angegeben wird. Im dunkleren der beiden Modi ist die Lampe von der Leuchtkraft vergleichbar mit der P7 oder T7 von LED Lenser im hellsten Modus, der bei P7 und T7 mit 170 Lumen angegeben wird. Die Schaltreihenfolge ist dunkel-hell-aus. Manche X21 werden auch mit dem Schaltzyklus hell-dunkel-aus ausgeliefert.

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Der Schalter ist nicht das Gelbe vom Ei.


Beam:
Fokussiert liefert die X21 einen grellen Hotspot mit kleinem, unsauberen Spill. Komplett defokussiert liefert sie einen gleichmäßigen Beam ohne ausgeprägten Hotspot. In den stufenlos verstellbaren Zwischeneinstellungen produziert die Lampe zahlreiche Donuts. Deutlich sichtbar sind die beschriebenen Leuchteigenschaften allerdings nur auf kurze Entfernungen. Im Praxisbetrieb liefert die X21 schon ab wenigen Metern ein einigermaßen gleichmäßiges Licht.

Resümee:
Bei der LED Lenser X21 trifft Bundesliga auf Kreisklasse. Sieben Cree-LEDs sorgen fokussiert für einen gebündelten Lichtstrahl, der einen fast erblinden lässt. Allerdings sollte bei einer Lampe dieser Preisklasse das Linsensystem nicht aus Plastik gefertigt sein. Auch die Anodisierung sollte höherwertig sein. Durch den Schiebemechanismus der Lampe kann binnen Sekundenschnelle auf Flutlicht gewechselt und ein breiter Nahbereich großzügig ausgeleuchtet werden. Was dieses Feature betrifft, gräbt die X 21 der Konkurrenz das Wasser ab. Der Schwachpunkt ist der Schalter/Taster und dessen Belegung. Nervig ist, dass man ihn häufig unabsichtlich antippt, gewöhnungsbedürftig, dass die Lampe beim Umschalten zwischen den beiden Leuchtstufen immer kurz auf “aus” geht sowie die Tatsache, dass man, um von der hellen auf die dunkle Stufe zu wechseln, die Lampe jedes Mal komplett durchschalten muss. Nachteilig sind auch die Betriebskosten, da die X 21 ausschließlich mit vier D-Zellen betrieben werden kann. Was das Preis/Leistungsverhältnis angeht, bekommt man gleichwertige oder stärkere Lampen fürs gleiche Geld oder günstiger, die darüber hinaus bedeutend kleiner sind. Aber die Einzigartigkeit der stufenlosen Fokussierung bietet nur die X21. Allerdings will diese Einzigartigkeit auch bezahlt werden: Der Preis für die X21 bewegt sich zwischen 200 und 280 Euro. (Stand: November 2009). Weitere Informationen sind auf der Herstellerseite www.zweibrueder.com zu finden. Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

 

Die Beamshots wurden mit Blende 4 bei zwei Sekunden Belichtungszeit und 800 ASA aufgenommen. Als Vergleich: Fenix TK11 R5 mit angegebenen 240 Lumen.

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Fenix TK11 R2

 

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X21 defokussiert

 

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X21 fokussiert

 

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