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14. März 2012

LiteXpress Workx SOS 6

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 01:35

LiteXpress Workx SOS 6 001
„Nee, ist die knubbelig“, war mein erster Gedanke beim Auspacken. Und schon hatte die LiteXpress Workx SOS 6 bei mir ihren Spitznamen weg: „Der Knubbel“.


Verpackung/Lieferumfang:
Im Blister finden sich die Lampe, eine CR123-Batterie zum Betrieb, ein Lanyard und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung.

LiteXpress Workx SOS 6 002
Lieferumfang der Workx SOS 6.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 99 mm
Reflektoröffnung: 22,5 mm
Durchmesser Kopf: 31 mm
Durchmesser Tail: 26,5 mm
Gewicht: 81 g
Gewicht mit Batterie: 97 g
Anodisierung: gut und gleichmäßig ausgeführt, kein HA III.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.

LiteXpress Workx SOS 6 003
Das Gewinde läuft spielfrei und wurde von Werk aus bereits gefettet.

 

LiteXpress Workx SOS 6 004
Im Body sitzt innen ein zweites Röhrchen, das die Batterie aufnimmt – allerdings nicht zentriert. Das sieht nicht schön aus, tut der Funktionalität jedoch keinen Abbruch.

 

LiteXpress Workx SOS 6 005
Größenvergleich. Von oben nach unten: Led Lenser M7, Solarforce L2P, Zebralight SC600, Fenix LD10, LiteXpress Workx SOS 6.


Leuchteinheit:
Als Leuchtmittel verwendet die Workx SOS 6 eine Cree-XP-E-Q4-LED. Der Reflektor ist ein stark texturierter OP, der, ebenso wie die Frontlinse, aus Kunststoff besteht.

LiteXpress Workx SOS 6 006
Frontansicht.

 

LiteXpress Workx SOS 6 007
Bezel, Dichtring, Linse, Reflektor, LED-Einheit. Frontlinse und Reflektor bestehen aus Kunststoff. Zumindest bei der Linse wäre Glas wünschenswert gewesen, da eine Kunststofflinse wesentlich schneller verkratzt.

 

LiteXpress Workx SOS 6 008
Frontansicht Knubbel nackig.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Angetrieben wird der Knubbel von einer CR123-Batterie. Damit soll die Lampe laut Hersteller maximal 125 Lumen für 2 Stunden und 20 Minuten liefern. Beim Test lief prophylaktisch und um möglichst optimale Bedingungen zu gewährleisten, ein Ventilator zur Kühlung mit.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 2.560 Lux
nach 5 Minuten: 1.960 Lux
nach 15 Minuten: 1.200 Lux
nach 30 Minuten: 1.140 Lux
nach 45 Minuten: 1.100 Lux
nach 60 Minuten: 1.070 Lux
nach 75 Minuten: 1.040 Lux
nach 90 Minuten: 1.020 Lux
nach 105 Minuten: 990 Lux
nach 120 Minuten: 1.100 Lux
nach 135 Minuten: 980 Lux
nach 150 Minuten: 890 Lux
Anschließend stand noch über einen langen Zeitraum dunkler werdendes Restlicht zur Verfügung.
Da die Lampe beim durchgängigen Betrieb nicht kontinuierlich dunkler wurde, sondern in Intervallen herunterregelte, wurde ein zweiter Test durchgeführt, bei dem sie alle fünf Minuten aus- und unmittelbar darauf wieder eingeschaltet wurde.

Laufzeitmessung 2:
Beim Einschalten: 2.580 Lux
nach 5 Minuten: 2.120 Lux
nach 15 Minuten: 2.120 Lux
nach 30 Minuten: 2.020 Lux
nach 45 Minuten: 1.820 Lux
nach 60 Minuten: 1.720 Lux
nach 75 Minuten: 1.560 Lux
nach 90 Minuten: 1.320 Lux
nach 105 Minuten: 900 Lux
nach 120 Minuten: 580 Lux
nach 135 Minuten: 440 Lux
nach 150 Minuten: 240 Lux

Fazit: Beim Langzeitbetrieb regelt die Lampe kontinuierlich herunter, um die Batterielaufzeit zu verlängern. Wird der Knubbel immer nur kurzzeitig betrieben, ist die maximale Helligkeit bei jedem Einschalten deutlich höher. Ideal ist das sicher nicht, denn sollte die maximal verfügbare Leistung über einen längeren Zeitraum benötigt werden, besteht die einzige Möglichkeit darin, die Lampe aus- und wieder einzuschalten. Die Regelung selbst ist zwar nicht erste Sahne; allerdings ist der Verlust, ausgehend vom Messwert, der nach fünf Minuten angezeigt wurde, bei dieser Art der Nutzung über einen langen Zeitraum fürs Auge kaum wahrnehmbar, was für die meisten praktischen Anwendungen mehr als ausreichend sein dürfte.

Bedienung:
Die Lampe verfügt über zwei Modi: eine dimmbare Leuchtstufe und SOS. Ein Forward-Clicky mit weichem Druckpunkt schaltet die Lampe mit leichter Verzögerung in der hellsten Stufe ein. Bei einem weiteren Druck auf den Schalter innerhalb von zwei Sekunden wechselt die Lampe in den Strobe-Modus, der bei ausgeschalteter Lampe auch direkt per Doppelklick erreicht werden kann. Betätigt man den Schalter, nachdem die Lampe länger als zwei Sekunden in der hellsten Stufe betrieben wurde oder aus dem Strobe-Modus heraus, schaltet sie aus.
Wenn man den Schalter gedrückt hält, rampt die Lampe von 100 bis auf 10 Prozent herunter. Bei 10 Prozent blinkt sie zweimal, um zu signalisieren, dass die dunkelste Einstellung erreicht ist. Anschließend beginnt sie wieder bei 100 Prozent und rampt erneut herunter. Ist die gewünschte Helligkeit erreicht, lässt man den Schalter los. Der Dimm-Modus kann jederzeit angewählt werden, egal, ob die Lampe aus- oder eingeschaltet ist.

LiteXpress Workx SOS 6 009
Der große Schalter kann auch mit Handschuhen gut bedient werden.

 

LiteXpress Workx SOS 6 010
Tailcap von innen betrachtet.


Beam:
Der Hotspot setzt sich auf kurze Entfernungen weich von Sidespill ab. Im erweiterten Nahbereich liefert die Workx SOS 6 eine gleichmäßige Ausleuchtung.

LiteXpress Workx SOS 6 011
„White-wall-beamshot“ der LiteXpress Workx SOS 6.


Resümee:
Die Verarbeitung des Knubbels geht insgesamt in Ordnung und macht einen guten Eindruck. Abstriche machen muss man bei Reflektor und Linse, die aus Kunststoff gefertigt sind. Während das beim Reflektor in der Praxis keine negativen Auswirkungen haben sollte, ist die Linse gegen Verkratzen deutlich anfälliger als eine Glaslinse. Die Regelung ist nicht optimal, was für die Zielgruppe, die sicherlich nicht im Bereich der Flashies, sondern dem der „Normalnutzer“ zu finden ist, allerdings keine gravierende Rolle spielen dürfte. Dafür bietet der Knubbel eine lange Laufzeit bei langsam dunkler werdender Lampe. Nachdem ich die Workx SOS 6 ein paar Wochen dabei hatte und immer nur kurzzeitig, aber häufig in Betrieb, war das Licht jederzeit für alle Anwendungen ausreichend. Die Bedienung gefällt mit persönlich gut. Maximale Leistung beim Einschalten, direkter Zugriff auf SOS und die Dimmfunktion, keine unnötigen Spielereien, das ist einfach zu begreifen und praxistauglich.
Die Lampe liegt gut und satt in der Hand – nicht nur für Leute mit größeren Pranken sehr angenehm. Der große Schalter ist auch mit Handschuhen gut zu bedienen. Wer diesen Knubbel sein Eigen nennen möchte, ist mit etwas weniger als 50 Euro dabei (Stand: März 2012). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von LiteXpress www.litexpress.de Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

LiteXpress Workx SOS 6 012
LiteXpress Workx SOS 6

 

LiteXpress Workx SOS 6 013
Fenix LD10

 

LiteXpress Workx SOS 6 014
HDS Systems EDC High CRI

 

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