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26. März 2012

Ultrafire L2 XM-L

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Mit der L2 mit XM-L-LED wurde unter dem Ultrafire-Label ein günstiges Päckchen aus einer handlichen Lampe und jeder Menge Licht geschnürt.


Verpackung/Lieferumfang:
Pappschachtel, Knisterfolie, Lampe, fettich.

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Nennen wir die Verpackung einfach mal „schlicht“ und den Lieferumfang „aufs Nötigste beschränkt.“


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 143,5 mm
Reflektoröffnung: 24,5 mm
Durchmesser Kopf: 32 mm
Durchmesser Tail: 25 mm
Gewicht: 109 g
Gewicht mit Akku: 155 g
Anodisierung: gleichmäßig ausgeführt, nicht schnittfest.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Die Modellbezeichnung „L2“ kommt nicht von ungefähr. „Wenn schon geklaut, dann auch richtig“ muss sich Ultrafire gesagt haben, denn die Lampe ist optisch eine 1:1-Kopie der Solarforce L2, die wiederum, nennen wir es mal „eng an die Surefire 6P angelehnt“ ist. Bei der Verarbeitung fällt auf, dass alles ein wenig „billiger“ wirkt als bei der Solarforce. Das beginnt bei der Anodisierung und hört beim kratzenden Gewinde des Bodys zur Tailcap auf. Die Tailcap ist übrigens Solarforce- (und Surefire-) kompatibel, der Lampenkopf hingegen nicht.

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Zugeschaut und mitgebaut! Oben: Solarforce L2, unten: Ultraforce …ähm …fire L2.

 

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Lampenkörper.

 

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Das Gewinde läuft ein wenig kratzig.


Leuchteinheit:
Beim verwendeten Drop-in sitzt eine Cree XM-L-T6-LED in einem SMO-Reflektor. Die Frontlinse der Lampe besteht aus Glas.

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Drop-in mit XM-L-LED.

 

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Der Beweis: In China herrscht definitiv kein Lötzinn-Mangel.

 

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Bezelring, Frontscheibe, Dichtring, Lampenkopf.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit einem 18650-Akku. Zum Test wurde sie in der hellsten Stufe eingeschaltet, mit einem AW-2.600mAh-Akku betrieben und dabei durch einen Ventilator gekühlt.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 4.070 Lux
nach 5 Minuten: 3.970 Lux
nach 15 Minuten: 3.970 Lux
nach 30 Minuten: 3.970 Lux
nach 45 Minuten: 3.970 Lux
nach 60 Minuten: 3.970 Lux
nach 75 Minuten: 3.970 Lux
nach 90 Minuten: 3.970 Lux
Unmittelbar darauf begann die Lampe zu blinken. Der Akku wurde entnommen und mit 3,73 Volt Leerlaufspannung gemessen.
Fazit: Das Drop-in ist ausgezeichnet geregelt. Die Warnung, dass der Akku gewechselt werden sollte, kommt an einem „akkuschonenden“ und somit sinnvollen Punkt.
Auch beim Dauerbetrieb in der hellsten Stufe wird die Lampe nicht mehr als handwarm. Meine (aufgrund billiger Messtrippen sicherlich nicht exakte) Messung ergab, dass die LED mit 1A bestromt wird. Dadurch ist die Lampe zwar dunkler als manch anderer Vertreter mit Single-XM-L-LED, aber auf jeden Fall dauerbetriebsfest.

Bedienung:
Ein Reverse-Clicky schaltet die Lampe ein und die Leuchtstufen Dunkel-Hell-Geblinke beim Antippen durch. Wirklich „dunkel“ ist der dunkle Modus übrigens nicht. Nach meiner vorsichtigen Schätzung nach Bouncing-Vergleich dürften es zwischen 150 und 200 Lumen sein. Das Drop-in verfügt über ein – ich nenne es mal – „Timer-Memory“. Wenn die Lampe länger als etwa eine Minute ausgeschaltet war, startet sie beim Einschalten wieder in der Leuchtstufe, die vor dem Ausschalten zuletzt aktiviert war. Wird sie allerdings nach dem Ausschalten innerhalb von etwa einer Minute wieder eingeschaltet, wechselt sie in die nächste Stufe. Praxisorientiert ist das sicherlich nicht; ob man es verschmerzen kann, muss jeder selbst entscheiden.

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Der Reverse-Clicky verfügt über einen mittelharten Druckpunkt und ist aich mit Handschuhen gut zu bedienen.

 

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Innenansicht Tailcap.


Beam:
Ein verhältnismäßig großer Hotspot setzt sich auf kurze Distanzen weich vom Sidespill ab. Auf mittlere und weitere Entfernungen liefert die Lampe ein ausgewogenes Lichtbild.

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„White-wall-beamshot“ der Ultrafire L2 XM-L.


Resümee:
Wunderdinge darf man von der Ultrafire L2 XM-L nicht erwarten, weder, was die Verarbeitung, noch die Leistung, noch das UI angeht. Dafür bekommt man die Lampe allerdings auch fast „hinterhergeschmissen“. In Deutschland kostet die Lampe gerade mal 29 Euro (Stand: März 2012), und für diesen Preis kann man nun wirklich nicht meckern. Das, was die Lampe an Licht „raushaut“ ist für die meisten Situationen mehr als genug, und auch, wenn das Gehäuse qualitativ nicht in der ersten Liga spielt, ist es doch robust und sollte auch den ein- oder anderen Sturz überleben. Die Regelung ist exzellent, die Warnung, dass der Akku gewechselt werden muss, kommt zu einem sinnvollen Zeitpunkt. Für Einsteiger in die LiIon-Technologie, die eine günstige, helle Lampe suchen, ist die Ultrafire L2 XM-L auf jeden Fall eine Empfehlung.
In verschiedenen Fachzeitschriften gibt es das Urteil „Preis-Leistungssieger“. Als seriöses Testlabor fängt Taschenlampen-Tests mit einem solchen Unfug gar nicht erst an. „Und wenn doch?“, mögen einige fragen. „Dann“, würde ich antworten, „wäre die Lampe Preis-Leistungssieger. Aber als seriöses Testlabor fängt Taschenlampen-Tests mit einem solchen Unfug gar nicht erst an.“ Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de, wo sie auch erhältlich ist.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Ultrafire L2 XM-L dunkler Modus

 

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Ultrafire L2 XM-L heller Modus

 

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Solarforce L2m XM-L

 

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Zebralight SC600

 

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Spark SL6-740NW

 

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