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15. April 2012

PowerTac Cadet

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 12:10

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Die PowerTac Cadet ist eine EDC-Lampe, die ihren Besitzer durchaus überleben könnte.


Verpackung/Lieferumfang:
Im Blister sind die Lampe, Ersatz-O-Ringe, ein Holster, ein Lanyard und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

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Lieferumfang des Kadetten.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 90 mm
Reflektoröffnung: 19 mm
Durchmesser Kopf: 25,5 mm
Durchmesser Tail: 21 mm
Gewicht: 59 g
Gewicht mit Batterie: 75 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die Lampe wirkt robust verarbeitet. Die Gewinde laufen spielfrei und sauber. Auf den ersten Blick sind keine Schwächen erkennbar.

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Das Gewinde zur Tailcap wurde von Werk aus bereits ausreichend gefettet.

 

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Solide Wandstärke.

 

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Lampenkopf abgeschraubt.

 

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Auch zum Lampenkopf hin ist der Body äußerst solide.

 

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Der Trageclip ist fester Bestandteil der Lampe. Ich persönlich bin kein Freund von nicht abnehmbaren Clips, andere Nutzer mag das weniger stören.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED sitzt hinter einem SMO-Reflektor. Die Frontscheibe ist eine „High transparent optical lens“.

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Frontansicht der Cadet.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit einer CR123A-Batterie. Der Akkubetrieb ist ebenfalls möglich. Obwohl vom Hersteller nicht explizit erwähnt, können auch LiIon-16340-Akkus mit einer Nennspannung von 3,7 Volt verwendet werden.
Beim zweigeteilten Test kamen eine CR123A-Batterie und ein LiIon-16340-Akku von AW mit einer angegebenen Kapazität von 750mAh ins Batterierohr. Zur Kühlung diente bei beiden Testläufen ein Ventilator. Angegeben ist die Lampe beim Batteriebetrieb mit 300 Lumen bei einer Stunde Laufzeit.

Laufzeitmessung CR123A:
Beim Einschalten: 6.000 Lux
nach 5 Minuten: 5.200 Lux
nach 10 Minuten: 5.200 Lux
nach 20 Minuten: 5.000 Lux
nach 30 Minuten: 4.700 Lux
nach 40 Minuten: 4.300 Lux
nach 50 Minuten: 3.900 Lux
nach 60 Minuten: 2.900 Lux
nach 70 Minuten: 1.400 Lux
nach 80 Minuten: 200 Lux, Testende wegen Verdunklungsgefahr.

Laufzeitmessung LiIon 16340:
Beim Einschalten: 11.300 Lux
nach 5 Minuten: 8.100 Lux
nach 10 Minuten: 7.100 Lux
Nach 15 Minuten wurden noch 5.000 Lux gemessen. Nach 18 Minuten ging die Lampe aus. Die Leerlaufspannung des Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 3.62 Volt. Ob für die Abschaltung die Lampe oder der Akku verantwortlich waren, weiß ich nicht, da ich keine ungeschützten Akkus dieser Größe habe, um das herauszufinden.

Fazit:
Die Regelung beim Batteriebetrieb ist nicht das, was man herausholen könnte, stellt für eine EDC-Lampe in meinen Augen aber einen guten Kompromiss zwischen Leistung und Laufzeit dar. Beim Betrieb mit 4,2 Volt ist die Lampe zwar deutlich heller, allerdings geht die Leistung schnell in den Keller, und die Laufzeit ist extrem kurz. Diese Lösung ist eher etwas für Leuchtjunkies, die aus jeder Lampe alles herausholen wollen. In der Praxis stellt der vom Hersteller angedachte Betrieb mit einer 3-Volt-Batterie sicherlich die sinnvollere Lösung dar, zumal 300 Lumen für eine EDC-Lampe vollkommen ausreichen.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit weichem, konkreten Druckpunkt. Momentlicht und Morsen sind möglich. Durch Lösen und Festziehen des Lampenkopfs werden nacheinander die Leuchtstufen „Moonlight“ (angegeben mit 0,5 Lumen für 100 Stunden, (Low (angegeben mit 30 Lumen für 10 Stunden), Medium (angegeben mit 150 Lumen für 130 Minuten) und High (angegeben mit 300 Lumen für 60 Minuten). Die Lampe verfügt über Memory und startet somit immer in der Leuchtstufe, die vor dem letzten Ausschalten aktiviert war.
Bei gelöstem Lampenkopf gelangt man in den Strobe-Modus. Und zwar IMMER. Ich bin ein bekennender Feind davon, jeden Mist in Versalien zu schreiben, aber an dieser Stelle musste das einfach sein. Denn wann immer man zwischen den Leuchtstufen wechselt, strobt die Lampe mit 300 Lumen munter vor sich hin. Der Vorteil: Man hat immer den direkten Zugriff auf Strobe. Der Nachteil: Es nervt gewaltig. Zumindest mir als normaler Taschenlampen-Nutzer (auch wenn das manche Leute anzweifeln mögen) geht das ständige Geblinke beim Umschalten gehörig auf den Sack. Die in Relation zur Gesamtbevölkerung verhältnismäßig große Zahl an Dschungelkämpfern, Elitesoldaten und Geheimagenten wird es dagegen sehr zu schätzen wissen.
Um ein versehentliches Einschalten zu verhindern, verfügt die Lampe über einen Tailcap-Lockout.

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Der Druckpunkt des Clickys ist weich aber konkret. Momentlicht wird bereits durch leichtes Antippen erreicht, der Weg bis zum Einrasten ist relativ lang, sodass ein versehentliches Einschalten kaum möglich sein dürfte. Wer ganz sicher sein will, kann den Tailcap-Lockout nutzen, Hier reicht schon leichtes Aufdrehen.

 

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Innenansicht Tailcap.


Beam:
Der Hotspot setzt sich auf kurze Distanzen mit einigen Ringen vom Sidespill ab. Auf die Entfernung liefert die Lampe dennoch eine relativ homogene Ausleuchtung mit leichter Betonung des Spots.

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„White-wall-beamshot“ der PowerTac Cadet.


Resümee:
Was Verarbeitung und Robustheit angeht, spielt die PowerTac Cadet sicherlich weit vorne mit. Der Kompromiss aus maximaler Leistung und Laufzeit ist gelungen, die einzelnen Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt. Über die Tatsache, dass die Lampe bei jedem Wechsel der Leuchtstufen im Strobe-Modus landet, kann man geteilter Meinung sein. Der Preis von 69 Euro (Stand: April 2012) ist sicherlicht von Pappe, aber als Gegenwert bekommt man eine hochwertige und zuverlässige Lampe.
Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de, wo sie auch erhältlich ist.

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Größenvergleich. Von oben: Spark SL5, Ledwave MC-1 Elite, PowerTac Cadet.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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PowerTac Cadet CR123A

 

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PowerTac Cadet LiIon 16340

 

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Lumintop L1C LiIon 16340

 

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Lumapower D-Mini VX XP-G LiIon 16340

 

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Armytek Predator OP

 

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