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17. April 2012

Spark SK3

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 00:13

Spark SK3 001
Mit der SK3 hat Spark nun auch eine kleine EDC-Lampe ins Programm aufgenommen.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Geschenkverpackung aus Pappe sind die Lampe, ein Ersatz-O-Ring, ein Karabiner mit Schlüsselring und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

Spark SK3 002
Lieferumfang der SK3.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 59 mm
Reflektoröffnung: 16,5 mm
Durchmesser Kopf: 21 mm
Durchmesser Tail: 21 mm
Gewicht: 24 g
Gewicht mit Batterie: 38 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Auf den ersten Blick wird die Lampe solide verarbeitet. Das Gewinde ist bereits von Werk aus gefettet und läuft sauber und weich.

Spark SK3 003
An diesem Nippel können der mitgelieferte Karabiner oder alternativ ein Lanyard befestigt werden. Manche Leute mag es stören, dass die Lampe dadurch den Tailstand nicht beherrscht, andere wird es freuen, dass man die kleine Lampe auf diese Weise gegen Verlieren sichern kann.

 

Spark SK3 004
Das ungewöhnliche Äußere hebt die Lampe optisch von der Masse ab.

 

Spark SK3 005
Das Gewinde läuft sauber und weich. Die Bedienung mit einer Hand ist dadurch problemlos möglich.

 

Spark SK3 006
Die Materialstärke sollte für eine Lampe dieser Größe ausreichen.

 

Spark SK3 007
Innenansicht Lampenkopf.

 

Spark SK3 008
Nein, dies ist nicht die Hand von Rübezahl, und ja, die Lampe ist so klein.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree XP-E-R2-LED, die in einem SMO-Reflektor sitzt. Die Frontlinse besteht aus antireflex-beschichtetem Glas.

Spark SK3 009
Wir schreiben das Jahr 2012. Das Universum ist im Lumenwahn. Nahezu alles, was Rang und Namen hat, ist mit einer bis 43 Trillionen XM-L-LEDs ausgestattet. Spark geht einen anderen Weg. Die XP-E-LED liefert in Kombination mit dem SMO-Reflektor eine gute Reichweite für eine solch kleine Lampe. What the fuck is XM-L?


Stromversorgung/Laufzeittest:
Wahlweise kann eine CR123-Batterie oder ein LiIon 16340-Akku verwendet werden. In der hellsten Leuchtstufe gibt Spark die Lampe mit 200 Lumen an. Der Test wurde mit beiden Stromversorgern durchgeführt. Dabei wurde die Lampe in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung CR123A:
Beim Einschalten: 2.900 Lux
nach 5 Minuten: 2.700 Lux
nach 10 Minuten: 2.700 Lux
nach 20 Minuten: 2.600 Lux
nach 30 Minuten: 2.600 Lux
nach 40 Minuten: 2.400 Lux
Nach 46 Minuten schaltete die Lampe auf 1.500 Lux herunter. Innerhalb der nächsten drei Minuten wechselte sie mehrfach zwischen 2.100 Lux und 1.500 Lux hin und her und blieb schließlich nach 49 Minuten bei 1.500 Lux.
nach 50 Minuten: 1.500 Lux
nach 60 Minuten: 1.100 Lux
nach 70 Minuten: 900 Lux
nach 80 Minuten: 700 Lux
nach 90 Minuten: 600 Lux
nach 100 Minuten: 600 Lux
nach 110 Minuten: 500 Lux
nach 120 Minuten: 300 Lux
Testabbruch, da ich ins Bett musste. Bei zunehmender Lichtabnahme (scheiße, bin ich heute wieder kreativ in meinen Wortschöpfungen) wird die Lampe vermutlich noch ewig und drei Tage leuchten.

Laufzeitmessung LiIon 16340 (AW, 750mAh):
Beim Einschalten: 3.400 Lux
nach 5 Minuten: 3.200 Lux
nach 10 Minuten: 3.200 Lux
nach 15 Minuten: 3.200 Lux
nach 20 Minuten: 3.200 Lux
nach 30 Minuten: 3.200 Lux
Nach 36 Minuten ging die Lampe aus. Der Akku wurde mit einer Leerlaufspannung von 3,23 Volt gemessen. Die beiden dunkleren Stufen stehen auch nach dem Abschalten noch zur Verfügung, was man allerdings nicht ausreizen sollte, wenn man seine Akkus mag und ihnen ein möglichst langes Leben bescheren möchte.

Fazit: Beim Batteriebetrieb läuft die Lampe für einige Zeit komplett geregelt, lässt dann in der Leuchtkraft nach, schaltet schließlich herunter, um dann langsam weiter an Leuchtkraft abzunehmen. Bei einer EDC-Lampe mit guter Leistung, aber einem Stromversorger mit relativ geringer Kapazität halte ich diese Kompromisslösung nicht für die schlechteste Idee – bietet sie doch über eine ganze Zeit fast die maximale Leistung und anschließend immer noch genug Licht für einen längeren dunkleren Betrieb.
Setzt man einen LiIon 16340-Akku ein, kann man noch etwas mehr an Maximalleistung aus der SK3 herauskitzeln, die dann sogar über die gesamte -allerdings deutlich kürzere – Laufzeit geregelt ist.
Ohne Kühlung wird die Lampe im Dauerbetrieb in der hellsten Stufe lecker warm, was aber in der Natur der Sache liegt. Als EDC wird man sie in der Regel ohnehin nicht über einen längeren Zeitraum mit voller Leistung laufen lassen, und wenn doch, sollte die Kühlung durch den Blutkreislauf ausreichen, ohne dass die LED überhitzt.

Spark SK3 010
Im Lampenkörper findet sich keine Feder. Sollte Spark die beim Testmodell etwa vergessen haben?

 

Spark SK3 011
Mitnichten. Der Stromversorger wird mit dem Pluspol zum Tail hin eingelegt. Setzt man Batterie oder Akku dennoch verkehrt herum ein, passiert nichts, da die Lampe über einen Verpolungsschutz verfügt.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mittels Twisty. Durch Festdrehen-Lösen-Festdrehen usw. des Lampenkopfs werden nacheinander die Leuchtstufen Low (angegeben mit 8 Lumen für 26 Stunden, Medium (angegeben mit 40 Lumen für 5,8 Stunden) und High (angegeben mit 200 Lumen für 1,2 Stunden) erreicht. Die Lampe hat keine Memory-Funktion und startet immer im dunkelsten Modus. Auf Geblinke wurde komplett verzichtet.

Beam:
Durch die Kombination aus glattem Reflektor und XP-E-LED ergibt sich eine, für eine solch kleine Lampe, recht passable Reichweite mit noch ausreichend Streulicht zur Wegausleuchtung.

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„White-wall-beamshot“ der SK3.


Resümee:
Das Gesamtkonzept der Spark SK3 überzeugt. Verarbeitung, Preis, Bedienung – all das ist stimmig und macht Appetit auf diese kleine Lampe. Auch die Verwendung einer LED mit kleiner Oberfläche in Verbindung mit einem SMO-Reflektor finde ich eine gute Idee, da die Lampe dadurch für ihre Größe eine ordentliche Reichweite erzielt. Gerade bei Lampen dieser Größe findet man fast ausschließlich Modelle, die vorrangig auf eine gleichmäßige Ausleuchtung ausgelegt sind. Hier wirkt Spark dem Trend entgegen, was der Lampe eine gewisse Eigenständigkeit beschert, die durch das ungewöhnliche Äußere noch unterstrichen wird. Bei einem Preis von 36 Euro (Stand: April 2012) kann man eigentlich nicht anders, als sofort zuzuschlagen. Das Testmodell wurde freundlicherweise von Spark zur Verfügung gestellt. Weitere Infos sind auf der Herstellerseite www.spark-light.com zu finden.

Spark SK3 013
Größenvergleich. Von links: Lummi Wee, Spark SK3, 4Sevens Quark Mini123, Fenix P1D, iTP A3 EOS, Fenix E01, Maglite Solitaire und die gigantische fette Mama Zebralight SC600.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. In den beiden dunkleren Leuchtstufen ist zwischen Batterie- und Akkubetrieb kein merklicher Unterschied feststellbar, lediglich in der hellsten Stufe hat die SK3 beim Betrieb mit 4,2 Volt etwas mehr Dampf.

Spark SK3 014
Kontroll-Shot

 

Spark SK3 015
Spark SK3 Low

 

Spark SK3 016
Spark SK3 Medium

 

Spark SK3 017
Spark SK3 High (CR123-Batterie)

 

Spark SK3 018
Spark SK3 High (LiIon 16340)

 

Spark SK3 019
4Sevens Quark Mini123 (LiIon 16340)

 

Spark SK3 020
Fenix P1D Q5

 

Spark SK3 021
Fenix LD20 (XR-E Q5)

 

Spark SK3 022
Spark SL5-220CW (LiIon 14500)

 

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