Taschenlampen-Tests.de






         

26. April 2012

4Sevens Quark 123² Turbo

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 14:01

4Sevens Quark 123 Turbo 001
Klein, handlich, hell und auch im Zuge der XM-L-LED noch längst nicht veraltet: die 4Sevens Quark 123² Turbo.


Verpackung/Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe in einem stabilen Pappkarton mit Plastikinnenleben, in dem sich weiterhin noch zwei Batterien zum Betrieb, Ersatz-O-Ringe, Holster, Lanyard, ein Gummiband, mit dem die Lampe an der Hand getragen werden kann und eine englischsprachige Bedienungsanleitung finden.
Da die Lampe aus einem größeren Fundus von „Nacktlampen“ ohne Verpackung und Zubehör stammt, gibt’s davon leider kein Bild.

Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 124,5 mm
Reflektoröffnung: 24,5 mm
Durchmesser Kopf: 30 mm
Durchmesser Tail: 24 mm
Gewicht: 76 g
Gewicht mit Batterien: 108 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur mit montiertem Clip.
Löcher für Lanyard: Das Lanyard kann in einem Schlitz im Clip befestigt werden.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die Lampe wirkt hochwertig verarbeitet. Alle Gewinde laufen weich, auch der Tailcapschalter macht einen soliden Eindruck.

4Sevens Quark 123 Turbo 002
Alle Gewinde laufen butterweich und spielfrei.

 

4Sevens Quark 123 Turbo 003
Die Wandstärke des Batterierohrs ist nicht übermäßig hoch, aber vollkommen ausreichend.

 

4Sevens Quark 123 Turbo 004
Tailcap-Innenansicht.

 

4Sevens Quark 123 Turbo 005
Innenansicht Lampenkopf.

 

 

4Sevens Quark 123 Turbo 006
Wer den Clip nicht mag, kann ihn entfernen. Allerdings geht dann der Rollschutz flöten.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree XP-G-R5-LED, die in einem SMO-Reflektor sitzt. Die Glaslinse ist doppelt beschichtet, mit einer Anti-Reflex-Beschichtung auf der Innenseite.

4Sevens Quark 123 Turbo 007
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe in einem Spannungsbereich von 3 bis 9 Volt. Als mögliche Stromspender kommen somit zwei CR123-Batterien sowie Akkus entsprechender Baugröße mit 3 und 4,2 Volt in Frage. Auch ein ungeschützter 17670-Akku passt saugend ins Batterierohr. In der hellsten Stufe, in der sie auch zum Test antrat, ist die Lampe mit 230 Lumen angegeben. Ein Ventilator sorgte für Kühlung, den Strom lieferten zwei CR123-Batterien.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 8.100 Lux
nach 5 Minuten: 8.000 Lux
nach 10 Minuten: 8.000 Lux
nach 20 Minuten: 8.000 Lux
nach 30 Minuten: 8.000 Lux
nach 40 Minuten: 8.000 Lux
nach 50 Minuten: 8.000 Lux
nach 60 Minuten: 8.000 Lux
nach 70 Minuten: 7.900 Lux
nach 80 Minuten: 7.800 Lux
nach 90 Minuten: 6.000 Lux
nach 100 Minuten: 4.200 Lux
Kurz darauf war der Test beendet, da die Einbuße mehr als 50 Prozent der Ausgangsleistung betrug, was im Klartext bedeutet: 100 Minuten effektive Laufzeit. Da die Lampe aber sowieso am Luxmeter hing und die Batterien anschließend ohnehin nicht mehr zu gebrauchen waren, habe ich die Messung weiterlaufen lassen.
Nach 110 Minuten: 3.200 Lux
nach 120 Minuten: 2.300 Lux
nach 130 Minuten: 1.800 Lux
nach 140 Minuten: 1.500 Lux
nach 150 Minuten: 1.200 Lux
nach 160 Minuten: 1.000 Lux
nach 170 Minuten: 900 Lux
nach 180 Minuten: 800 Lux
Da es mittlerweile 3 Uhr war und der Lampentester am Vormittag einen Termin hatte, wurde auch der inoffizielle Teil des Tests an dieser Stelle beendet.
Fazit: Die Regelung ist über den Großteil des Laufzeitraums exzellent. Dass die Lampe nach 80 Minuten relativ rasch in der Leistung nachlässt, halte ich nicht einmal für einen Nachteil, da sie auf diese Weise ein deutliches Indiz dafür liefert, dass ein Batteriewechsel ansteht. Gleichzeitig hat der Nutzer immer noch über einen längeren Zeitraum Licht zur Verfügung.
Ohne Kühlung wird die Quark 123² Turbo schon ordentlich warm, beim Dauerbetrieb auf höchster Stufe sollte sie, respektive ihr Nutzer, in Bewegung bleiben.

Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Morsen und Momentlicht sind möglich. Die beiden Leuchtstufen werden durch Festziehen und Lösen des Lampenkopfs angewählt. Beide Stufen sind programmierbar. Programmiert werden können 230 Lumen für 1,8 Stunden; 85 Lumen für 4,5 Stunden; 22 Lumen für 20 Stunden; 4 Lumen für 5 Tage, 0,2 Lumen für 30 Tage, Strobe, SOS, Beacon (Lumen- und Laufzeitangaben laut Hersteller).
Die Programmierung funktioniert wie folgt: Lampe einschalten und den Kopf drei Mal schnell hintereinender lösen und festziehen (bzw. festziehen und lösen für die Programmierung der zweiten Stufe). Die Lampe zeigt durch Blinken an, dass sie nun programmiert werden kann. Durch zweimaliges Betätigen des Schalters wechselt die Lampe in die nächste Leuchtstufe. Dies macht man so oft, bis die gewünschte Stufe erreicht ist. Nach 10 Sekunden blinkt die Lampe schnell und zeigt dadurch an, dass diese Stufe nun programmiert ist.
Die Lampe reagiert sowohl beim Durchschalten der Modi als auch bei der Programmierung präzise auf jeden Befehl. Unschön ist, dass das Einschalten in der dunkleren Leuchtstufe von einem Pre-Flash begleitet wird.
Gegen versehentliches Einschalten kann die Tailcap leicht gelöst werden.

4Sevens Quark 123 Turbo 008
Eieiei, genau dahin, wo’s wehtut! Sollte der blaue Kicker allerdings ähnlich robust sein wie der Clicky, dürfte er gleich wieder aufstehen, als wäre nichts gewesen.


Beam:
Bedingt durch den SMO-Reflektor erzielt die Lampe für ihre Größe eine gute Reichweite bei gleichzeitig ausreichend Streulicht für die Wegausleuchtung. Der Hotspot setzt sich auf kurze Entfernungen deutlich, auf größere Entfernungen weich vom Sidespill ab.

4Sevens Quark 123 Turbo 009
„White-wall-beamshot“ der Quark 123² Turbo.


Resümee:
Die 4Sevens Quark 123² Turbo ist klein und handlich, liefert dabei aber ebenso viel Licht wie größere und schwerere Vertreter ihrer Art. Die Verarbeitung ist in allen Punkten hochwertig, und die Regelung funktioniert ausgezeichnet. Die zwei Leuchtstufen können frei belegt werden, wobei man aus insgesamt fünf sinnvoll gewählten Helligkeitsabstufungen und drei Blinkmodi auswählen kann. Einziger Schwachpunkt ist der Pre-Flash, wenn die Lampe direkt in der dunkleren Stufe eingeschaltet wird. Der Preis von knapp 90 Euro (Stand: April 2012) ist meiner Meinung nach durchaus angemessen, auch, wenn ein Zehner weniger sicherlich auch gerechtfertigt wäre. Weitere Informationen finden sich auf der Herstellerseite www.4sevens.com

4Sevens Quark 123 Turbo 010
Größenvergleich Lampe und Kicker.

 

4Sevens Quark 123 Turbo 011
Von links: Fenix LD20, Lumintop TD-15, EagleTac T20C2 MKII, 4Sevens Quark 123² Turbo, 4Sevens Quark Mini 123².

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: einige weitere Lampen mit XP-G-LED.

4Sevens Quark 123 Turbo 012
4Sevens Quark 123² Turbo

 

4Sevens Quark 123 Turbo 013
EagleTac T20C2 MKII

 

4Sevens Quark 123 Turbo 014
Lumintop TD-15

 

4Sevens Quark 123 Turbo 015
TaLaPa Modell 1

 

nach oben



Keine Kommentare

Noch keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Diese Kommentarfunktion ist zurzeit nicht zugelassen.

Powered by WordPress MU.