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24. Mai 2012

LiteXpress Workx 207

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 14:13

LiteXpress Workx 207 001
Die Lite Xpress Workx 207 ist eine günstige Alltagslampe.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Blisterverpackung sind die Lampe, zwei Batterien zum Betrieb, ein Lanyard und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

LiteXpress Workx 207 002
Lieferumfang der Workx 207.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 143 mm
Reflektoröffnung: 15,5 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 19 mm
Gewicht: 50 g
Gewicht mit Batterien: 96 g
Anodisierung: gut und gleichmäßig ausgeführt, allerdings kein HA III.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: laut Hersteller lediglich nach IPX 4 spritzwassergeschützt; den Test im Waschbecken überstand die Lampe allerdings ebenfalls problemlos.

LiteXpress Workx 207 003
Der eckige Ring ist Bestandteil der Tailcap und sorgt dafür, dass die Lampe auf geraden Flächen nicht davonrollt.

 

LiteXpress Workx 207 004
Das Gewinde ist von Werk aus bereits gefettet und läuft sauber und spielfrei.

 

LiteXpress Workx 207 005
Materialstärke Batterierohr.


Leuchteinheit:
Als LED kommt eine Cree XP-C-Q4 zum Einsatz. Der Reflektor ist ein stark texturierter OP, die Frontlinse besteht aus Kunststoff.

LiteXpress Workx 207 006
Der stark texturierte Reflektor sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung. Die Frontlinse wurde aus Kunststoff gefertigt. Ein Minuspunkt, da sie schneller verkratzt als eine Glaslinse.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Möglich ist der Betrieb mit zwei AA-Batterien oder zwei AA-Akkus. Getestet wurde mit beiden Stromversorgern, wobei die Lampe in der hellsten Leuchtstufe betrieben wurde, die mit 65 Lumen angegeben ist.

Laufzeitmessung Batterien (AA Alkaline):
Beim Einschalten: 2.780 Lux
nach 5 Minuten: 2.090 Lux
nach 15 Minuten: 1.710 Lux
nach 30 Minuten: 1.510 Lux
nach 45 Minuten: 1.360 Lux
nach 60 Minuten: 1.220 Lux
nach 75 Minuten: 1.150 Lux
nach 90 Minuten: 1.120 Lux
nach 105 Minuten: 970 Lux
nach 120 Minuten: 910 Lux
nach 135 Minuten: 840 Lux
nach 150 Minuten: 790 Lux
nach 165 Minuten: 740 Lux
nach 180 Minuten: 700 Lux

Laufzeitmessung Akkus (Sanyo Eneloop, 2.000mAh):
Beim Einschalten: 2.560 Lux
nach 5 Minuten: 2.170 Lux
nach 15 Minuten: 1.930 Lux
nach 30 Minuten: 1.820 Lux
nach 45 Minuten: 1.750 Lux
nach 60 Minuten: 1.720 Lux
nach 75 Minuten: 1.710 Lux
nach 90 Minuten: 1.690 Lux
nach 105 Minuten: 1.660 Lux
nach 120 Minuten: 1.620 Lux
nach 135 Minuten: 1.580 Lux
nach 150 Minuten: 1.490 Lux
nach 165 Minuten: 1.350 Lux
nach 180 Minuten: 970 Lux
Die Akkus wurden entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 1,12 Volt gemessen.

Fazit: Eine Regelung ist nicht vorhanden. Beim Batteriebetrieb nimmt die Leistung aufgrund des höheren Innenwiderstands der Batterien schneller ab als beim Akkubetrieb. Beim Dauerbetrieb auf High müssen die Stromversorger somit schneller gewechselt werden, oder man nimmt in Kauf, dass die Lampe kontinuierlich dunkler wird. Wer die Lampe immer nur kurzzeitig in der hellsten Stufe betreibt, dürfte mit einem Satz Batterien/Akkus lange auskommen. Auf eine Abschaltung bei Unterspannung wurde verzichtet, was nicht schön, aber in diesem Fall auch nicht wirklich tragisch ist, da die Lampe zum Ende der sinnvoll nutzbaren Akkukapazität schnell dunkler wird und dadurch den notwendigen Akkuwechsel anzeigt.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit weichem Druckpunkt. Durch Antippen werden nacheinander die drei Modi High (angegeben mit 65 Lumen), Low (angegeben mit 20 Lumen) und SOS angewählt. Durchdrücken des Schalters aktiviert die gewünschte Stufe als Dauerlicht. Um bei eingeschalteter Lampe den Modus zu wechseln, gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste besteht darin, die Lampe über den Schalter aus- und wieder einzuschalten. Die zweite Möglichkeit ist eher ungewöhnlich, aber eine, wie ich finde, durchaus praktische Alternative: Wenn man die Endkappe kurz löst und wieder festzieht, schaltet die Workx 207 ebenfalls durch die Modi.
Unglücklich gelöst ist dagegen das UI. Die Lampe schaltet bei jedem Einschalten einen Modus weiter. Wird sie in der hellen Stufe ausgeschaltet, schaltet sie in der dunklen wieder ein, wird sie in der dunklen Stufe ausgeschaltet, schaltet sie mit SOS ein, wird sie mit SOS ausgeschaltet, schaltet sie in der hellsten Stufe ein, was die schlechteste aller möglichen Lösungen darstellt.

LiteXpress Workx 207 007
Der Clicky ist leichtgängig und hat einen weichen Druckpunkt. Ein versehentliches Einschalten im Rucksack oder in der Jackentasche kann dennoch so gut wie ausgeschlossen werden.

 

LiteXpress Workx 207 008
Innenansicht Tailcap.


Beam:
Bedingt durch die stark ausgeprägte „Orangenhaut“ des Reflektors geht der Hotspot auf kurze Distanzen weich in den Sidespill über. Auf mittlere Entfernungen liefert die Lampe ein ausgewogenes Lichtbild mit immer noch erkennbarem Hotspot.

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„White-wall-beamshot“ der Workx 207.


Resümee:
Die LiteXpress Workx 207 ist sicherlich keine Lampe für Flashaholics, da auf eine Regelung verzichtet wurde und die Plastiklinse sowie das Schaltkonzept wenig überzeugend sind. Der „Normalnutzer“, für den eine möglichst lange Laufzeit wichtiger ist als gleichbleibende Helligkeit, bekommt für kleines Geld eine insgesamt gut verarbeitete und gleichzeitig leichte Lampe, die mit AA-Akkus oder Batterien betrieben wird, die in jedem Supermarkt, an der Tankstelle oder im Baumarkt erhältlich sind. Der Kaufpreis liegt bei weniger als 30 Euro (Stand: Mai 2012). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von LiteXpress www.litexpress.com Unter dieser Adresse sind auch weitere Infos zur Lampe zu finden. Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

LiteXpress Workx 207 010
Größenvergleich zur Fenix LD20.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Inova X1 und Surefire G2 Nitrolon mit herstellerseitig ähnlichen Lumenangaben.

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LiteXpress Workx 207

 

LiteXpress Workx 207 012
Inova X1

 

LiteXpress Workx 207 013
Surefire G2 Nitrolon

 

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