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1. Juni 2012

Spark SP6

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Es ist mittlerweile etwa ein Jahr her, dass Xyber in einer E-Mail zum ersten Mal von der Idee eines Throwers mit fünf XM-L-LEDs sprach. Damals gab es meines Wissens noch keine derartige Lampe auf dem Markt, und bei Spark stand auch noch lange nicht fest, ob diese Idee tatsächlich in die Tat umgesetzt würde, geschweige denn die Lampe in Serie gehen. Vor etwas mehr als zwei Monaten wurde publik, dass die Lampe tatsächlich kommt und die Bezeichnung „SP6“ tragen wird. Und genau ein solches Exemplar liegt nun vor mir.


Verpackung/Lieferumfang:
Im Spark-typischen schwarzern Karton, der etwas größer ausgefallen ist als gewohnt, sind die Lampe, ein Ladegerät, Ersatz-O-Ringe, ein Tragegurt und eine Bedienungsanleitung enthalten.

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Dat Köfferken sein Inhalt.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 272 mm
Reflektoröffnung: 73 mm
Durchmesser Kopf: 82 mm
Durchmesser Tail: 52 mm
Gewicht: 834 g
Gewicht mit Akkus: 1118 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die SP6 macht einen wertigen Eindruck. Alles wirkt robust verarbeitet. Interesse weckt die ungewöhnliche Anordnung der fünf LEDs.

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Angesichts des Gewichts der Lampe ist der Tragegurt ein nützliches Zubehörteil.

 

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Der Karabiner des Tragegurts kann vorne an einem Ring befestigt werden. Dieser Ring dient gleichzeitig als Rollschutz.

 

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Hinten kann der Karabiner an einem Metall-Dingens befestigt werden, das mit ziemlicher Sicherheit auch einen richtigen Namen hat, den ich aber nicht kenne.

 

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Das Metall-Dingens verfügt über einen Schraubverschluss. Nun ist mir auch der richtige Name für dieses Teil eingefallen: Schraubverschluss-Metall-Dingens.

 

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Leuchteinheit:
Vier Cree XM-L-T6-LEDs sind in einem SMO-Reflektor, der aus vier Segmenten besteht, verbaut. Jede LED stahlt seitlich in eines dieser Segmente ab. In der Mitte sitzt eine weitere LED des selben Typs in einer Art Zylinder. Während diese LED bei der Lampe den Job hat, die Ausleuchtung gleichmäßiger zu gestalten, sorgen die äußeren LEDs für Reichweite.
Alternativ ist die Lampe auch in einer LED-Version mit neutralweißer Lichtfarbe erhältlich.

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Praktisch: In den Frontring können 82mm-Farbfilter aus dem Fotozubehör eingeschraubt werden.

 

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Nein, ihr seid nicht farbenblind! Dies ist kein Farbfilter, sondern ein 82mm-UV-Filter aus dem Fotozubehör, da ich keinen Farbfilter besitze. Aber da Taschenlampen-Tests eine misstrauische Seite ist, die den Angaben von Herstellern nicht traut, habe ich halt diesen eingeschraubt. Mit dem Ergebnis, dass man den Angaben des Herstellers trauen kann, denn er passt.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe mit sechs 18650-Akkus oder zwölf CR123A-Batterien. Zum Test trat die Lampe mit sechs Spark-Akkus mit einer Kapazität von 2.600 mAh an. Dabei wurde sie in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt. Gemessen wurde auf vier Meter und der Wert anschließend umgerechnet, da der tatsächliche Luxwert auf einen Meter nicht sinnvoll zu ermitteln ist.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 88.000 Lux
nach 5 Minuten: 86.400 Lux
nach 10 Minuten: 83.200 Lux
nach 20 Minuten: 78.400 Lux
nach 30 Minuten: 78.400 Lux
nach 40 Minuten: 78.400 Lux
nach 50 Minuten: 76.800 Lux
Nach 55 Minuten schaltete die Lampe auf 51.200 Lux herunter. Nach dem Wiedereinschalten stand die maximale Helligkeit wieder zur Verfügung, allerdings nur für etwa eine Minute. Dieses Prozedere ließ sich beliebig wiederholen, wobei die Intervalle, in denen die Lampe herunterschaltete, kürzer wurden. Aus diesem Grund wurde der Test in „Stufe 2“ fortgesetzt.
nach 60 Minuten: 51.200 Lux
nach 70 Minuten: 41.600 Lux
nach 75 Minuten: 16.000 Lux
Die Ladestandsanzeige mit fünf Balken gibt grob Aufschluss über die Restkapazität der Akkus. Der erste Balken ging nach 10 Minuten aus, der zweite nach 30 Minuten, der dritte nach 70 Minuten, der vierte nach 75 Minuten. Kurz darauf begann der letzte Balken zu blinken, und die Lampe ging aus. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen zwischen 3,11 und 3,49 Volt gemessen.
Fazit: Die Abschaltung erfolgt zu einem Zeitpunkt, der für die Akkus zwar noch nicht wirklich kritisch ist, aber dennoch nicht länger hinausgezögert werden hätte dürfen. Positiv zu sehen ist, dass die Lampe über eine Abschaltung verfügt, negativ, dass die Akkus beim Testlauf unterschiedlich stark entladen wurden.
Beim Laden mit dem mitgelieferten Ladegerät können die Akkus in der Lampe verbleiben, was in der Praxis bei sechs Akkus theoretisch eine sinnvolle Lösung darstellt. In der Praxis sollte aber nicht ausschließlich mit diesem Lader geladen werden, da kein Balancer verbaut wurde und die Akkus somit ungleichmäßig aufgeladen werden, was gerade bei der unterschiedlichen Entladung beim Betrieb zum Problem werden kann. Aus diesem Grund ist die Verwendung von geschützten Akkus empfehlenswert sowie das regelmäßige Aufladen in externen Ladegeräten auf die gleiche Spannung.
Während des Betriebs ohne Kühlung wird die Lampe, wie nicht anders zu erwarten, in der hellsten Stufe ziemlich warm. Die Abwärme der LEDs wird gut nach außen abgeleitet. Bei der Nutzung im Freien sollten Umgebungsluft und der Blutkreislauf ausreichen, die Lampe auch länger als ein paar Minuten auf Max betreiben zu können.
Edit 4.Juni, 1.22 Uhr: Nach einem neuerlichen Nachtspaziergang mit der SP6 kann ich Letzteres bestätigen, mehr aber auch nicht: Einige Minuten Dauerbetrieb in der hellsten Stufe steckt die Lampe locker weg; das Prädikat „Dauerbetriebsfest“ bekommt sie von mir allerdings nicht. Dafür ist die Wärmeentwicklung nach einiger Zeit einfach zu hoch. In der Praxis dürfte das nicht weiter ins Gewicht fallen, denn als „Flakscheinwerfer“ wird die SP6 wohl in den wenigsten Fällen länger als ein paar Minuten betrieben werden.

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Die Ladebuchse ist durch einen Schraubverschluss gegen äußere Einflüsse geschützt.

 

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Damit die Lampe auch nach dem Laden noch gegen äußere Einflüsse geschützt ist, sollte man darauf achten, diesen Verschluss nicht zu verlegen.

 

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Das Batteriemagazin ist robust gebaut. Stabile Alustreben halten die Akkus sicher in Position.

 

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Die Kontakte am Batteriemagazin.

 

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Die Kontaktfedern in der Tailcap.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Taster seitlich unterhalb des Lampenkopfs. Durch Halten des Tasters werden nacheinander die Leuchtstufen Low (angegeben mit 80 Lumen für 100 Stunden), Med1 (angegeben mit 500 Lumen für 14 Stunden), Med2 (angegeben mit 1800 Lumen für 2.6 Stunden) und Max (angegeben mit 3.500 Lumen für 1,3 Stunden) angewählt. Lässt man den Taster los, wird die gewünschte Leuchtstufe als Dauerlicht aktiviert. Die Lampe hat Memory und startet immer in dem Modus, der vor dem letzten Ausschalten aktiviert war. Durch Doppelklicken gelangt man in den Strobe-Modus, der ebenfalls gespeichert wird, falls die Lampe vor dem letzten Ausschalten in selbigem betrieben wurde. Hält man den Taster bei eingeschalteter Lampe in einer beliebigen Stufe (außer der dunkelsten) gedrückt, schaltet sie nicht weiter, sondern in die dunkelste Stufe zurück.

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Die Schaltzentrale der SP6.

 

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Ladestandsanzeige mit fünf Balken. Diese Balken leuchten grundsätzlich immer und ziehen Strom. Bei Nichtbenutzung sollte man die Tailcap leicht lösen, was man gerne auch mal vergessen kann. Keine gute Lösung.


Beam:
Auf kurze Distanzen ist deutlich zu sehen, wie die seitlichen LEDs in die vier Segmente des Reflektors abstrahlen. Auf größere Entfernungen liefert die SP6 ein ausgewogenes Lichtbild mit ordentlich Reichweite.

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„White-wall-beamshot“ der Spark SP6.


Resümee:
Der Mega-Thrower, als der die Lampe ursprünglich geplant war, ist die SP6 nicht. Was ich persönlich allerdings nicht schlimm finde – ganz im Gegenteil. Die Reichweite sollte für alle Anwendungen mehr als ausreichen, darüber hinaus liefert die Lampe ausreichend Streulicht. Und damit einen tollen Beam, der in der Praxis wesentlich mehr Sinn macht als eine reine Reichweiten-Lampe. Die Leuchtstufen sind zwar gut aufeinander abgestimmt, wobei mir persönlich allerdings eine Leuchtstufe mit 200 Lumen und ein dunkleres Low besser gefallen hätten, auch wenn die Sprünge zwischen den einzelnen Stufen dadurch größer wären. Die Regelung ist nicht perfekt, der Verlust an Output hält sich aber über die ersten 55 Minuten unter Vollast in Grenzen. Dann regelt die Lampe herunter und wird anschließend kontinuierlich dunkler. Die Ladestandsanzeige gibt einen groben Aufschluss darüber, wie es um die Akkukapazität bestellt ist. Bei Nichtbetrieb sollte die Tailcap leicht gelöst werden, da die Anzeige ansonsten immer Strom zieht. Aufgeladen werden sollten die Akkus nicht ausschließlich mit dem mitgelieferten Netzgerät, da kein Balancer verbaut wurde und unterschiedlich entladene Akkus beim Laden noch weiter auseinander driften können bzw. nicht gleichmäßig geladen werden.
Insgesamt gesehen ist die SP6 eine tolle Lampe, die meiner Meinung nach allerdings in einigen Details noch verbesserungswürdig ist, allen voran das Ladekonzept. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 330 Euro (Stand: Juni 2012), was sicherlich kein Pappenstiel ist, aber für eine Lampe dieser Qualität und Lichtausbeute im Rahmen liegt. Zu Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Spark. Weitere Infos finden sich auf der Seite www.spark-light.com Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

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Größenvergleich. Von links: Spark SP6, Microfire K3500R Warrior III, Maglite 3-D-Cell, Fenix TK70, Led Lenser X21R, Spark SL6.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Leider hat es die ganze Zeit gegossen wie aus Eimern. Die Bilder wurden in einer Regenpause aufgenommen. Allerdings war es ziemlich diesig, sodass die tatsächlichen Reichweiten auf den Bildern nicht wirklich rüberkommen. Alle Lampen waren auf die Astgabelung hinten im Bild ausgerichtet, die etwa 200 Meter entfernt ist. Die Baumspitzen im Garten sind zirka 20 Meter entfernt.

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Kontroll-Shot

 

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Spark SP6 Low

 

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Spark SP6 Med1

 

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Spark SP6 Med2

 

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Spark SP6 Max

 

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Fenix TK70

 

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Led Lenser X21R fokussiert

 

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Microfire K3500R Warrior III

 

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Tiablo A9 XR-E R2 Colli

 

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