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8. Juni 2012

Brontelight RA20

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Die RA20 von Bronte ist eine praktische, alltagstaugliche Lampe, die mit zwei AA-Batterien/Akkus betrieben wird.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung sind neben der Lampe zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, ein Holster, ein Lanyard und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

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Lieferumfang der Bronte RA20.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 153,5 mm
Reflektoröffnung: 18 mm
Durchmesser Kopf: 23,5 mm
Durchmesser Tail: 23,5 mm
Gewicht: 91 g
Gewicht mit Akku: 145 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur mit montiertem Trageclip.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die Lampe wirkt robust verarbeitet und erinnert mich persönlich ein wenig an eine etwas zu groß geratene Arztlampe, die Mediziner häufig in der Kitteltasche tragen. Apropos groß: Für eine 2xAA-Lampe ist der Außendurchmesser schon recht ordentlich und liegt über dem der meisten anderen Lampen mit gleicher Stromversorgung. Wem also Fenix LD20 und Konsorten zu dünn sind, findet hier eine massivere Alternative.

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Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED sitzt in einem leicht texturierten OP-Reflektor. Die Frontlinse besteht aus Glas, über dessen Vergütung und Beschaffenheit Bronte keine Angaben macht.

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Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit zwei AA-Akkus oder alternativ zwei AA-Batterien. In der hellsten Stufe ist die RA20 mit 220 Lumen für 1,2 Stunden angegeben. Zum Test wurde sie in der hellsten Stufe betrieben und mit beiden Stromversorgern ans Luxmeter gehängt.

Laufzeitmessung AA-Akkus (Sanyo Eneloop, 2.000mAh):
Beim Einschalten: 2.600 Lux
nach 5 Minuten: 2.500 Lux
nach 10 Minuten: 2.500 Lux
nach 20 Minuten: 2.500 Lux
nach 30 Minuten: 2.500 Lux
nach 40 Minuten: 2.500 Lux
nach 50 Minuten: 2.500 Lux
nach 60 Minuten: 2.600 Lux
nach 70 Minuten: 2.600 Lux
nach 80 Minuten: 2.600 Lux
In den nächsten Minuten wurde die Lampe merklich dunkler. Nach 85 Minuten wurden noch 1.000 Lux angezeigt. Die Akkus wurden entnommen und mit 0,96 Volt Leerlaufspannung gemessen. Ende des Tests.

Laufzeitmessung AA-Batterien (Alkaline):
Beim Einschalten: 2.600 Lux
nach 5 Minuten: 2.600 Lux
nach 10 Minuten: 2.600 Lux
nach 20 Minuten: 1.800 Lux
nach 30 Minuten: 300 Lux
nach 40 Minuten: 200 Lux
nach 50 Minuten: 100 Lux
Über den Rest decken wir das Mäntelchen des Schweigens.

Fazit: Die Regelung ist ausgezeichnet. Beim Akkubetrieb steht die maximale Leistung über den gesamten Laufzeitraum zur Verfügung. Wenn die Akkukapazität nachlässt, zeigt die Lampe dies durch deutliches Dunklerwerden an. Dann sollten die Akkus allerdings auch schleunigst gewechselt werden.
Beim Batteriebetrieb wird die Lampe erwartungsgemäß mit zunehmender Laufzeit dunkler. Ein Dauerbetrieb in der hellsten Stufe ist daher immer nur ein Notbetrieb. Wird die Lampe dagegen immer nur kurzzeitig in der hellsten Stufe betrieben, machen auch Alkali-Batterien durchaus Sinn.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die RA20 mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem und konkretem Druckpunkt. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken Dauerlicht. Die Modi werden durch Lösen und Festziehen des Lampenkopfs angewählt. Bei festgezogenem Lampenkopf startet die Lampe immer in der hellsten Stufe. Die Schaltreihenfolge ist: High (220 Lumen für 1 Stunde); Low (20 Lumen für 75 Stunden); Strobe (220 Lumen); Medium (110 Lumen für 3 Stunden). Alle Angaben sind Herstellerangeben. Doch halt: High-Low-Strobe-Medium? Hat sich da etwa wieder ein chinesischer Hilfsarbeiter am UI versucht? Mitnichten, denn wenn man die Lampe bei gelöstem Lampenkopf einschaltet, startet sie in Medium und wechselt dann über High auf Low und Strobe.
Die Bedienung ist insgesamt zwar ungewöhnlich, aber gar nicht mal so dumm. Allerdings ist das Prinzip etwas gewöhnungsbedürftig und nicht unbedingt das, was man „intuitiv“ oder „stressresistent“ nennt.

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Der Clicky ist erhaben, der Tailstand somit nicht möglich.

 

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Innensansicht Tailcap.


Beam:
Auf kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot deutlich mit einer kleinen Corona vom Sidespill ab. Auf mittlere Distanzen ergibt sich ein ausgewogenes Lichtbild.

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„White-wall-beamshot“ Bronte RA20.


Resümee:
In Anbetracht des Preises von 45 Euro (Stand: Juni 2012) bekommt man eine Menge Lampe fürs Geld. Die Verarbeitung stimmt, und durch eine ausgewogene Mischung aus Nahbereichsausleuchtung und Reichweite ist die Lampe vielseitig einsetzbar. Ob beim Geocaching, Angeln, Gassigehen oder als Haus- und Hoflampe – die Bronte RA20 macht überall eine gute Figur, und ihre maximal 220 Lumen dürften für alle praktischen Anwendungen voll und ganz ausreichen. Die Bedienung ist ein wenig ungewöhnlich. Hätte man auf Strobe verzichtet, wäre das sicher einfacher zu lösen gewesen, aber es soll ja Leute geben, die Strobe mögen. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de, wo sie auch erhältlich ist.

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Größenvergleich. Von oben: Brontelight RA20, Fenix LD20, Maglite Mini-AA, EagleTac P20A2 MKII.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Kontroll-Shot

 

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Brontelight RA20 low

 

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Brontelight RA20 medium

 

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Brontelight RA20 high

 

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Fenix LD20 XR-E-Q5

 

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EagleTac P20A2 MKII

 

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Armytek Predator OP

 

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