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23. Juni 2012

Nützliches Werkzeug für den Taschenlampenfreund

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Waschen, Föhnen, Legen gibt es bei unseren Lampis zum Glück nicht. Und auch Schuhe kaufen ist unseren wahren Partnern fremd. Aber wer sich länger mit der Thematik beschäftigt, wird seine Lampe auch mal genauer untersuchen. Und es soll tatsächlich schon mal vorgekommen sein, dass sich irgendwo Schmutz und Dreck angesammelt hat oder ein Lampi den Dienst quittiert hat. In vielen Fällen ist mit dem richtigen Werkzeug schnell alles wieder ins Lot gebracht.

Etwas, das nur indirekt mit der Lampe als vielmehr mit den Akkus zu tun hat, aber in keinem vernünftigen Taschenlampen-Haushalt fehlen sollte, ist ein Multimeter, mit dem der Ladezustand der Akkus überprüft werden kann. Gerade bei mehrzelligen Lampen sollten nur Zellen mit annähernd gleichem Ladezustand/gleicher Kapazität verwendet werden, insbesondere bei Lampen, die mit mehreren LiIon-Akkus betrieben werden. Wenn man sich die kurze Zeit nimmt, Akkus nach dem Laden und vor Inbetriebnahme der Lampe kurz durchzumessen, ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

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Unentbehrliches Helferlein: Ein Multimeter.

 

Zur Reinigung von Kontakten oder Gewinden eignet sich Isopropylalkohol in Verbindung mit einem Wattestäbchen. Alternativ ist auch die Verwendung von Alkohol-Tupfern möglich. Drückt man diese mit einem Zahnstocher in die Gewindegänge (bitte keinen Schraubenzieher verwenden!!!) kommt auch der letzte Schmodder heraus.

Nuetzliches Werkzeug 002
Ispopropylalkohol (wer dieses Wort mit zwei Promille noch fehlerfrei aussprechen kann, bekommt von mir ein zusätzlches Bier spendiert) und ein Wattestäbchen dienen zum Reinigen der Gewinde.

 

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Mit einem Alkoholtupfer und einem Zahnstocher lassen sich Gewinde ebenfalls hervorragend säubern.

 

Zum Thema Fetten von O-Ringen und Gewinden gibt es unterschiedliche Philosophien und Mittelchen. Während die Meinungen, ob Gewinde tatsächlich gefettet werden müssen oder nicht, auseinander gehen, sollten O-Ringe auf jeden Fall ihr Fett weg bekommen, damit sie mit der Zeit nicht spröde werden. Günstige Lösungen finden sich in Form von handelsüblicher Vaseline, Silkon-Fett oder speziellen Fetten aus dem Zubehör. Auch wenn es noch zahlreiche andere Schmiermittel gibt, die von vielen Flashys als das Non-plus-ultra angepriesen werden: Richtig ist das, was funktioniert, wichtig ist, dass die O-Ringe vom Schmierstoff nicht angegriffen werden.

Nuetzliches Werkzeug 004
Zwei Möglichkeiten: Handelsübliche Vaseline und Schmierfett aus dem Zubehör.

 

Wenn unser Lampi plötzlich nicht mehr leuchtet, liegt die Ursache oft beim Clicky. In vielen Fällen hat sich nur der Ring, der innen den Clicky zusammenhält, gelöst, sodass kein Kontakt mehr hergestellt werden kann. In diesem Fall reicht es bereits, mit einer Sicherungsringzange oder einer Pinzette in die beiden Vertiefungen im Ring zu drücken, über die die meisten Lampen verfügen, und ihn festzuziehen. Im Falle eines Defekts und eines notwendigen Clicky-Tauschs kann der Ring mit der Zange auch komplett losgeschraubt werden.

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Mit einer Sicherungsringzange können Kontaktprobleme bei den meisten Clickys behoben werden.

 

In jedem Haushalt zu finden sind Schraubenzieher in unterschiedlichen Größen. Und immer mal wieder finden sich bei einer Lampe auch die entsprechenden Schrauben dazu.

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Schraubenzieher hat man ohnehin meistens parat.

 

Wer den Lampenkopf schon einmal geöffnet hat, sei es aus Neugierde oder um das Drop-In (die Leuchteinheit) zu wechseln, dürfte das Problem kennen, dass sich Staubkörnchen im Reflektor befinden. Hier schafft ein Blasebalg aus dem Fotozubehör Abhilfe. Vermeiden sollte man es auf jeden Fall, den Reflektor zu berühren, und sei es nur mit einem Wattestäbchen oder einem weichem Pinsel. Denn die Reflektoroberfläche ist nur hauchdünn bedampft und bekommt sofort Kratzer. Bei hartnäckigen Verschmutzungen hilft destilliertes Wasser und anschließendes Ausblasen. Wenn das alles nichts nützt, hilft der Gang zum Augenoptiker des Vertrauens und eine Reinigung im Ultraschallbad.

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Ein kleiner Blasebalg ist nützlich zum Ausblasen von Reflektoren.

 

Und wo wir gerade beim Öffnen von Lampenköpfen sind: Gelegentlich ist ein Kopf (oder ein Bezelring) schon mal richtig fest angeknallt. Hier kann ein Boa-Constrictor-Schlüssel (oder Baby-Boa-Schlüssel) oftmals gute Dienste leisten. Bei verklebten Köpfen allerdings hilft meist nur Kälte oder Wärme.

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Ein Boa-Constrictor-Schlüssel ist bei festsitzenden Gewinden hilfreich.

 

Wer tiefer in die Materie einsteigen will und sich ans Tauschen der LED/des Treibers machen möchte, kommt um einen Lötkolben oder eine Lötstation nicht herum. Wichtig: Keinesfalls auf den Kontaktstellen herumbraten und saubere Lötpunkte setzen. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an den Ausspruch eines Slot-Racing-Kollegen, als ich meinen ersten Motor eingelötet hatte: „Das ist nicht gelötet, das ist geklebt!“, den ich als mahnenden Tip gerne weiter gebe.

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Wer die LEDs tauschen möchte, kommt um eine Lötstation oder einen Lötkolben nicht herum.

 

Sicherlich gibt es noch andere Werkzeuge, die in speziellen Fällen zum Einsatz kommen können, aber mit den hier genannten sollte man schon eine große Bandbreite der Arbeiten am Lampi abgedeckt haben.

 

 

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