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28. Juni 2012

PowerTac Warrior

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 19:09

 

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Ein ganzer Kerl: PowerTac Warrior.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Kunststoffkoffer sind die Lampe, Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, ein Reduzier-Röhrchen für den Betrieb mit zwei CR123-Batterien, ein Holster und ein Lanyard enthalten.

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Besitzern von Olight-Lampen dürfte dieser Koffer bekannt vorkommen. Auch manche Features der Lampe erinnern stark an Olight, was daran liegt, dass ein ehemals hohes Olight-Tier die Firma PowerTac gegründet hat bzw. in die Firma involviert ist.

 

 

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Der Inhalt des Koffers.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 154 mm
Reflektoröffnung: 29 mm
Durchmesser Kopf: 36,5 mm
Durchmesser Tail breiteste Stelle: 33 mm
Gewicht: 165 g
Gewicht mit Akku: 211 g
Anodisierung: gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Insgesamt wirkt die Lampe massiv und gut verarbeitet. Ein wenig überrascht, und zwar negativ, war ich von der Bechichtung. Obwohl vom Hersteller mit HA III beworben, ist die Anodisierung nicht so schnittfest wie bei manch anderer Lampe; beim Kontakt mit harten Gegenständen scheint schnell das blanke Alu durch.

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Das Gewinde zur Tailcap ist von Werk aus bereits reichlich geschmiert.

 

 

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Die Wandstärke ist mehr als ausreichend.

 

 

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Der Clip ist abnehmbar.

 

 

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Der Bezelring ist genau genommen eine Krone, da das Glas dadurch nicht gehalten wird.

 

 

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Die nackte Krone.


Leuchteinheit:
Eine Cree XM-L-LED sorgt für Licht. Der Reflektor ist ein SMO aus Aluminium, die Frontlinse besteht aus doppelseitig beschichtetem Glas.

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Frontansicht der PowerTac Warrior.

 

 

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Der Kopf mit Reflektor kann abgeschraubt werden und gibt den Blick auf die LED frei.

 

 

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Lampenkopf mit Reflektor.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe mit einem 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien. Während der 18650-Akku saugend ins Batterierohr passt, klappern die Batterien, wenn man sie einlegt. Aus diesem Grund ist der Verpackung ein Kunststoff-Röhrchen beigelegt, das das Klappern vermeidet.
Angegeben ist die Lampe in der hellsten Leuchtstufe, in der auch der Test erfolgte, mit 650 Lumen. Zur Kühlung lief ein Ventilator mit.

Laufzeitmessung 18650-Akku (AW, 2.600mAh):
beim Einschalten: 9.500 Lux
nach 5 Minuten: 9.400 Lux
nach 15 Minuten: 9.400 Lux
nach 30 Minuten: 9.400 Lux
nach 45 Minuten: 9.400 Lux
nach 60 Minuten: 9.600 Lux
nach 75 Minuten: 9.600 Lux
nach 90 Minuten: 9.400 Lux
nach 105 Minuten: 8.700 Lux
nach 120 Minuten: 6.300 Lux
Die Akku-Leerlaufspannung betrug zu diesem Zeitpunkt 3,48 Volt. Ende des Tests.

Laufzeitmessung 2x CR123A (Panasonic):
beim Einschalten: 10.200 Lux
nach 5 Minuten: 9.900 Lux
nach 15 Minuten: 9.900 Lux
nach 30 Minuten: 9.800 Lux
nach 45 Minuten: 9.700 Lux
nach 60 Minuten: 7.400 Lux
nach 75 Minuten: 3.800 Lux
nach 90 Minuten: 2.200 Lux
Tendenz: weiter fallend. Testende wegen Funzelei.

Fazit: Über eine Abschaltung verfügt die Lampe augenscheinlich nicht, was aber in diesem Fall nicht weiter schlimm ist, da sie dem Benutzer durch Dunklerwerden signalisiert, wann ein Akkuwechsel ansteht, ohne dass dabei der Akku in den kritischen Bereich getrieben wird.
Wer auf maximalen Output setzt, sollte die Lampe mit zwei Batterien befüllen. Die Laufzeit ist damit allerdings wesentlich geringer als beim Betrieb mit einem 18650-Akku.
Ich persönlich halte die Versorgung mit einem 18650-Akku für wesentlich sinnvoller und vor allem wirtschaftlicher, zumal der Helligkeits-Unterschied marginal, fürs Auge nicht wirklich sichtbar und die Laufzeit mit einem 18650-Akku deutlich länger ist.

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Gegen klappernde Batterien hilft ein Kunststoff-Röhrchen.

 

 

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Mit Röhrchen klappert nix mehr.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Warrior mit einem Forward-Clicky mit weichem Druckpunkt. Die Leuchtstufen werden mit einem Seitenschalter an der Tailcap angewählt. Die Schaltreihenfolge ist „Firefly“ (angegeben mit 20 Lumen für 60 Stunden); Low (angegeben mit 100 Lumen für 13 Stunden); Medium (angegeben mit 350 Lumen für 2,5 Stunden); High (angegeben mit 650 Lumen für 1,3 Stunden) und Strobe (angegeben mit 650 Lumen für 3 Stunden). Was definitiv nicht stimmt – und das ist auch gut so – ist die werksseitige Angabe für den Firefly-Modus. Denn in diesem Modus ist die Lampe deutlich dunkler als 20 Lumen. Der Wert liegt auf jeden Fall im niedrigen einstelligen Bereich, was die Einsatzmöglichkeiten in meinen Augen deutlich erhöht.
Die Lampe verfügt über Memory und startet immer in der Stufe, die vor dem Ausschalten aktiviert war. Ausnahme: Wenn die Tailcap ab- und wieder auf die Lampe geschraubt wird (zum Beispiel beim Akku- oder Batteriewechsel), startet die Lampe immer in der dunkelsten Stufe.
Möglich ist auch der Direktzugriff auf Strobe, indem bei ausgeschalteter Lampe der Seitenschalter gedrückt gehalten wird. Und an dieser Stelle krankt’s für mich im UI. Wenn eine Lampe über Strobe verfügt, sollte er direkt anwählbar sein, was hier der Fall ist. Warum also bitteschön, findet sich das Stobe-Geblinke zusätzlich im normalen UI? Jedes Mal, wenn man von einer helleren in eine dunklere Stufe wechseln möchte, muss man über das nervige Geblinke gehen. Die Intention, die dahinter steckt, mag vielleicht klar sein: Nicht erst die Lampe ausschalten zu müssen, um Zugriff auf Strobe zu haben. Aber wenn man die Lampe im dunkelsten Modus betreibt und dann Strobe benötigt, um einen potenziellen Angreifer zu irritieren, muss man ihn mitteilen, dass man mal eben den Seitenschalter noch dreimal drücken muss, um ihn blenden zu können und er vorher nicht angreifen darf, was einer gewissen Kulanz des Aggressors bedarf.

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Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky.

 

 

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Der Seitenschalter schaltet die Modi durch und wählt Strobe bei ausgeschalteter Lampe direkt an.

 

 

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Innenansicht Clicky.

 

 

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Ungewöhnliches Holster.

 

 

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Lampe im ungewöhnlichen Holster. Das Ding ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber durchaus zweckdienlich.


Beam:
Der Hotspot setzt sich weich vom Sidespill ab. Die Lampe erzielt eine gleichmäßige Ausleuchtung des Nahbereichs bei passabler Reichweite.

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„White-wall-beamshot“ der PowerTac Warrior.


Resümee:
Abgesehen von der Anodisierung, die zwar widerstandsfähig ist, aber nicht dem höchsten Standard genügt, und der Tatsache, dass Strobe ins reguläre UI integriert ist, finde ich die PowerTac Warrior ziemlich gelungen. Die Verarbeitung ist wirklich gut, die Regelung könnte besser kaum sein, und die Leuchtstufen sind gut aufeinander abgestimmt. Für den Preis von 119 Euro (Stand: Juni 2012) bekommt man eine Lampe, die vielseitig verwendbar ist und an der man lange Zeit Freude haben dürfte.
Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de, wo sie auch erhältlich ist. Weitere Infos finden sich unter www.powertacusa.com im Internetz.

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Größenvergleich. Von links: Solarforce L2P; Armytek Predator, PowerTac Warrior.

 

 

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: mehrere 18650-Einzeller mit XM-L-LED.

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PowerTac Warrior

 

 

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Ultrafire WF-503-B XM-L

 

 

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Surefire C2 Nailbender XM-L

 

 

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Zebralight SC600

 

 

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Spark SL6-740NW

 

 

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