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2. Juli 2012

Uniquefire UF-V4

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Uniquefire UF-V4 001
Der Spruch „Wer billig kauft, kauft zweimal“, muss nicht zwangsläufig immer zutreffen. Bei der Uniquefire UF-V4 kann er das, aber nicht zwangsläufig immer. Denn alles ist eine Frage der Erwartungshaltung.

Diese Einleitung ist nicht nur völlig nichtssagend, sondern auch philosophisch äußerst wertvoll. Wer weiß, vielleicht wird Taschenlampen-Tests.de in 300 Jahren nicht als fabulöse Seite in Erinnerung geblieben sein, sondern als die Seite, deren Betreiber einer der größten Denker seiner Zeit war. Aber vermutlich eher nicht. Und ich würde das auch gar nicht wollen. Und der Bär würde mich vermutlich dafür sogar auslachen, wenn er aufwacht.

Uniquefire UF-V4 002


Verpackung/Lieferumfang:
Je nachdem, wo die Lampe erworben wird, bekommt der Kunde sie in einem kleinen grünen Karton oder in Knisterfolie geliefert.

Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 78 mm
Reflektoröffnung: 16,5 mm
Durchmesser Kopf: 24 mm
Durchmesser Tail: 20 mm
Gewicht: 51 g
Gewicht mit Akku: 77 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, Am Kopf und am Trageclip.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Die Verarbeitung macht keinen schlechten Eindruck. Die Lampe wirkt trotz ihres geringen Gewichts robust. Das Tailcap-Gewinde läuft sauber und spielfrei.

Uniquefire UF-V4 003
Äußerlich sind deutliche Anleihen bei Spark erkennbar.

 

Uniquefire UF-V4 004

Uniquefire UF-V4 005
Das Gewinde ist sauber geschnitten und mit anodisiert. Gegen ungewolltes Einschalten kann die Endkappe leicht gelöst werden.

 

Uniquefire UF-V4 006
Am Lötzinn wurde nicht gespart.

 

Uniquefire UF-V4 007
Der Trageclip ist abnehmbar.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree XP-G-LED in einem OP-Reflektor. Die Frontlinse besteht aus Glas.

Uniquefire UF-V4 008
Frontansicht.

 

Uniquefire UF-V4 009
Bezel, Linse, Dichtring, Reflektor, Bärenmumu.

 

Uniquefire UF-V4 010
Lässt man den Reflektor weg, hat man einen schönen Fluter für den Nahbereich.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Eine AA-Batterie/ein AA-Akku liefert den nötigen Strom. Der Betrieb mit einem 14500-LiIon-Akku ist – trotz teilweise anders lautender Produktbeschreibungen im Internetz – nicht möglich. Genau genommen ist er schon möglich, aber die Freude währt ähnlich lange wie bei einem Benziner, der mit Diesel betankt wird. Beim Test wurde die Lampe in der hellsten Stufe betrieben.

Laufzeitmessung AA-Alkaline-Batterie:
Beim Einschalten: 870 Lux
nach 5 Minuten: 630 Lux
nach 10 Minuten: 560 Lux
nach 20 Minuten: 460 Lux
nach 30 Minuten: 380 Lux
nach 40 Minuten: 300 Lux
nach 50 Minuten: 210 Lux
nach 60 Minuten: 130 Lux
nach 70 Minuten: 70 Lux
nach 80 Minuten: 30 Lux
nach 90 Minuten: 30 Lux
nach 100 Minuten: 30 Lux
nach 110 Minuten: 30 Lux
nach 120 Minuten: 20 Lux
Testabbruch, da es nicht wirklich interessant ist, herauszufinden, wie lange die Lampe noch vor sich hindümpelt, bis sie irgendwann bei 1 Lux angekommen ist und ausgeht.

Laufzeitmessung AA-NiMh-LSD-Akku (Sanyo Eneloop, 2.000mAh):
Beim Einschalten: 810 Lux
nach 5 Minuten: 670 Lux
nach 10 Minuten: 650 Lux
nach 20 Minuten: 640 Lux
nach 30 Minuten: 630 Lux
nach 40 Minuten: 620 Lux
nach 50 Minuten: 610 Lux
nach 60 Minuten: 590 Lux
nach 70 Minuten: 550 Lux
nach 80 Minuten: 370 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit 1,08 Volt gemessen. Ende des Tests.

Fazit:
Beim Akkubetrieb büßt die Lampe über die gesamte Laufzeit deutlich weniger an Helligkeit ein als beim Betrieb mit einer Alkali-Batterie. Letztere sollte daher nur als Notlösung verstanden werden, kann aber auch für Hobby- und Gelegenheitsnutzer von Vorteil sein, denen eine lange Laufzeit bei dunkler werdendem Licht wichtiger ist als eine möglichst hohe Lichtausbeute über einen kürzeren Zeitraum.

Bedienung:
Ein leichtgängiger Taster mit konkretem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Sie verfügt über drei Stufen, die in der Reihenfolge hell-dunkel-Strobe durchgeschaltet werden. Die Lampe startet dabei immer in der hellsten Stufe. Lumenangaben macht der Hersteller nicht.
Nach dem Einschalten schaltet jeder Druck auf den Taster eine Stufe weiter. Will man die Lampe ausschalten, muss der Taster gedrückt gehalten werden. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber sicherlich nicht die schlechteste Lösung.

Uniquefire UF-V4 011
Der Taster verfügt über einen weichen, aber konkreten Druckpunkt.


Beam:
Ein verhältnismäßig großer Hotspot setzt sich bereits auf kurze Entfernungen weich vom Sidespill ab. Im Praxisbetrieb ergibt sich ein ausgewogenes Lichtbild im Nah- und erweiterten Nahbereich.

Uniquefire UF-V4 012
„White-wall-beamshot“ Uniquefire UF-V4.


Resümee:
Insgesamt hinterlässt die Uniquefire UF-V4 einen gar nicht mal so schlechten Eindruck. Als Zweitlampe oder Zusatzlampe, die mit einem Clip an Hemd, Pulli oder T-Shirt befestigt werden kann, kann sie ein nützlicher Begleiter sein. Erhältlich ist die UF-V4 übers Internetz zu einem Preis von umgerechnet etwa 15 Euro, was in meinen Augen ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis ist.

Uniquefire UF-V4 013
Größenvergleich. Von links: Fenix P1D, Spark SL5, Uniquefire UF-V4, Zebralight SC600.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Uniquefire UF-V4 014
Uniquefire UF-V4

 

Uniquefire UF-V4 015
Inova X5 (angegeben mit 55 Lumen)

 

Uniquefire UF-V4 016
Maglite Mini AA Dittmann XR-E (angegeben mit 130 Lumen)

 

Uniquefire UF-V4 017
Fenix P1D Q5 (angegeben mit 180 Lumen)

 

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