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10. Juli 2012

Inova X1

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 13:52

Inova-X1 001
Wer auf der Suche nach einer „etwas anderen“ EDC-Lampe ist, sollte sich die Inova X1 einmal genauer anschauen.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Blisterverpackung sind die Lampe und eine AA-Batterie zum Betrieb enthalten. Alternativ ist die Lampe auch in einer Geschenkbox erhältlich.

Inova-X1 002
Lieferumfang im Blister.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 100,5 mm
Reflektoröffnung: 14 mm
Durchmesser Kopf: 18,5 mm
Durchmesser Tail: 18,5 mm
Gewicht: 35 g
Gewicht mit Akku: 59 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

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Feine Arbeit: Die Rändelung an der Tailcap.

 

Inova-X1 004
Auch die Schlitze für die Lanyardbefestigung wurden sauber herausgearbeitet.

 

Inova-X1 005
Gewinde und O-Ring sind von Werk aus bereits gefettet.

 

Inova-X1 006
Die Wandstärke ist zwar relativ dünn, aber der Größe der Lampe durchaus angemessen.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-C-LED sorgt fürs Licht. Der Reflektor ist ein OP aus Aluminium. Die Frontlinse besteht aus beschichtetem Glas.

Inova-X1 007
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Getestet wurde die Lampe in der hellen Leuchtstufe, die mit 55 ANSI-Lumen angegeben ist. Als Stromversorger kam beim ersten Testlauf eine Alkali-Batterie, beim zweiten ein LSD-Akku zum Einsatz.

Laufzeitmessung Alkali-Batterie:
Beim Einschalten: 2.450 Lux
nach 5 Minuten: 2.190 Lux
nach 15 Minuten: 2.000 Lux
nach 30 Minuten: 1.860 Lux
nach 45 Minuten: 1.740 Lux
nach 60 Minuten: 1.640 Lux
nach 75 Minuten: 1.530 Lux
nach 90 Minuten: 1.390 Lux
nach 105 Minuten: 890 Lux
Fünf Minuten darauf wurden noch 260 Lux angezeigt. Testende wegen Funzelei.

Laufzeitmessung LSD-Akku (Sanyo Eneloop, 2.000mAh):
Beim Einschalten: 2.250 Lux
nach 5 Minuten: 2.100 Lux
nach 15 Minuten: 2.000 Lux
nach 30 Minuten: 1.940 Lux
nach 45 Minuten: 1.930 Lux
nach 60 Minuten: 1.930 Lux
nach 75 Minuten: 2.160 Lux
nach 90 Minuten: 2.150 Lux
nach 105 Minuten: 2.150 Lux
nach 120 Minuten: 2.140 Lux
nach 135 Minuten: 2.110 Lux
nach 150 Minuten: 2.060 Lux
nach 165 Minuten: 1.900 Lux
Nach 170 Minuten und angezeigten 1.730 Lux habe ich den Akku entnommen und mit 1,18 Volt Leerlaufspannung gemessen. Testende.

Fazit: Obwohl Inova meist sehr gut geregelte Lampen abliefert, hat man bei der X1 auf eine Regelung verzichtet. Beim Betrieb mit einer Alkali-Batterie wird die Lampe vom Moment des Einschaltens an langsam, aber kontinuierlich dunkler – ein Kompromiss zugunsten der Laufzeit. Manche Nutzer werden das zu schätzen wissen, meine Wenigkeit ist davon generell weniger begeistert, allerdings fällt das bei einer EDC-Lampe, die ja meist immer nur kurzzeitig genutzt wird, weniger ins Gewicht.
Beim Betrieb mit einem NiMh-LSD-Akku sorgt der geringere Innenwiderstand das Akkus im Vergleich zur Alkali-Batterie für eine fast „geregelte“ Lampe. Warum die Lampe beim Akkubetrieb nach etwas mehr als einer Stunde nochmal kräftig „aufdreht“ und die Leistung anschließend hält – ich habe keine Ahnung. Das Phänomen, dass eine Lampe, kurz bevor die Entladekurve des/der Stromversorger(s) ins Nirvana abdriftet, ansteigende Werte liefert, ist bekannt. Allerdings habe ich den Akku während des Betriebs regelmäßig gemessen, und nach 3 Stunden betrug die Leerlaufspannung immer noch mehr als 1,2 Volt. Haken wir dieses Verhalten also unter der Rubrik „Doof sterben mit dem Lampentester“ ab.

Inova-X1 008
Im Gegensatz zu anderen Inova-Lampen wird die Batterie bei der X1 „richtig“ herum eingelegt.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die X1 mit einem taktischen Schalter. Drücken gibt Momentlicht, Festdrehen der Endkappe Dauerlicht. Beim ersten Druck/Festdrehen startet die Lampe im hellen Modus, beim zweiten wechselt sie in den dunklen Modus. Angegeben ist die X1 in der hellen Leuchtstufe mit 55 ANSI-Lumen für 1 Stunde und 45 Minuten und mit 6 Lumen für 40 Stunden in der dunklen Leuchtstufe. Löst man die Endkappe eine Umdrehung, wird durch Drücken kein Kontakt hergestellt.

Inova-X1 009
Der Clicky der X1 ist nahezu unverwüstlich.

 

Inova-X1 010
Innenansicht Tailcap.


Beam:
Der Hotspot setzt sich weich vom Sidespill ab. Auf nahe und mittlere Entfernungen ergibt sich ein ausgewogenes Lichtbild.

Inova-X1 011
„White-wall-beamshot“ der Inova X1.


Resümee:
Die Inova X1 ist eine robuste und zuverlässige Lampe ohne Schnickschnack. Durch den taktischen Schalter ist sie nahezu unkaputtbar. 55 ANSI-Lumen hören sich für den ein- oder anderen vielleicht wenig an, sind meiner Meinung nach für eine EDC-Lampe aber völlig ausreichend. Das Design ist zeitlos und hebt sich vom „Einheitsbrei“ ab. Einziger Minuspunkt ist die fehlende Regelung, die man aber beim Betrieb mit einem guten Akku (oder einer Lithium-Batterie) fast kompensieren kann. Bei einem Preis von knapp 30 Euro (Stand: Juli 2012) kann man eigentlich nicht anders, als sofort zuzuschlagen. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom deutschen Vertrieb, der Optamit-GmbH www.optamit.de Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

Inova-X1 012
Von oben nach unten: Zebralight SC600, Fenix LD10, Ledwave MC-1 Elite, Inova X5, Inova X1.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Inova-X1 013
Kontroll-Shot

 

Inova-X1 014
Inova X1 Low

 

Inova-X1 015
Inova X1 High

 

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LiteXpress Workx 207

 

Inova-X1 017
Fenix LD10

 

Inova-X1 018
Ledwave MC-1 Elite

 

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