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29. Juli 2012

Tank007 TK703

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 21:45

 

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Die Zahl der AAA-Schlüsselbundlampen mit Clicky ist überschaubar. Die Tank007 TK703 hebt die Quote.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung sind die Lampe, Ersatz-O-Ringe und ein Lanyard enthalten.

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Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 80,5 mm
Reflektoröffnung: 11 mm
Durchmesser Kopf: 15 mm
Durchmesser Tail: 15 mm
Gewicht: 20 g
Gewicht mit Akku: 32 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: gemäß IPX-6 (gegen starkes Strahlwasser geschützt).

 

 

Ein paar Eindrücke:

 

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Die Löcher zur Lanyardbefestigung sind nicht wirklich rund.

 

 

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Leuchteinheit:
Eine Cree XR-E Q4-LED erledigt ihren Job in Verbindung mit einem SMO-Reflektor. Davor sitzt eine ultraklare, beschichtete Glaslinse.

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Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe kann mit einer AAA-Batterie(einem AAA-Akku oder einem LiIon 14500-Akku betrieben werden. Sie verfügt über eine Leuchtstufe, die mit 120 Lumen angegeben ist. Getestet wurde mit allem, was das Taschenlampen-Tests-Labor rumfliegen hat. Bei den Testläufen wurde das Lämpchen durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung AAA-Akku (Sanyo Eneloop, 800mAh):
Beim Einschalten: 1.430 Lux
nach 5 Minuten: 1.280 Lux
nach 10 Minuten: 1.240 Lux
nach 15 Minuten: 1.130 Lux
nach 20 Minuten: 1.000 Lux
nach 25 Minuten: 500 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 1,05 Volt gemessen. Testabbruch.

Laufzeitmessung AAA-Alkaline:
Beim Einschalten: 1.400 Lux
nach 5 Minuten: 1.030 Lux
nach 10 Minuten: 760 Lux
nach 15 Minuten: 60 Lux
nach 20 Minuten: 50 Lux
nach 25 Minuten: 40 Lux
nach 30 Minuten: 40 Lux
nach 35 Minuten: 30 Lux
nach 40 Minuten: 30 Lux
nach 45 Minuten: 20 Lux
Den Rest kennt man. Ein alternder Lampentester, dessen Restlebenszeit mit jeder Minute drastisch schwindet, sitzt vor einem Luxmeter und wartet auf sein Ende. Aber nicht mit mir! Arsch lecken! Ich habe auch diesen Test abgebrochen und den Rest des Abends stattdessen lieber mit schnellen Frauen und schönen Autos verbracht.

Laufzeitmessung LiIon 10440 (Ultrafire, angegeben mit 600mAh):
Beim Einschalten: 2.340 Lux
nach 5 Minuten: 1.890 Lux
nach 10 Minuten: 1.700 Lux
nach 15 Minuten: 1.510 Lux
nach 20 Minuten: 1.310 Lux
nach 25 Minuten: 1.350 Lux
Eine Minute später brach die Lichtleistung innerhalb von Sekunden drastisch auf 500 Lux ein. Der (ungeschützte) Akku wurde entnommen und mit 2,87 Volt gemessen. Testende.

Fazit: In der Kürze liegt die Würze. Zumindest bei der TK703. Mit allen Stromversorgern ist die Dauerbetriebslaufzeit, trotz fehlender Regelung, sehr gering, was der relativ hohen Lichtleistung geschuldet ist. Man kann mit einer Zelle dieser Größe mit geringer Kapazität halt nicht alles haben.
Beim Betrieb mit einem 1,2-Volt-Akku wird die Lampe ohne Kühlung mehr als handwarm; mit einem LiIon 10440-Akku bestückt, wird sie nach einigen Minuten knalleheiß. Von einem Dauerbetrieb mit einem LiIon-Akku ist eher abzuraten, sofern man nicht auf einem LED-Grillfest ist.
Über eine Abschaltung verfügt die TK703 nicht. Hier ist der Benutzer gefordert, bei dunkler werdender Lampe den Akku zu wechseln, ansonsten droht die Tiefentladung.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Reverse-Clicky. Der Clicky ist gut zu erreichen und hat einen weichen Druckpunkt, allerdings ist der Schaltweg relativ lang. In Verbindung mit dem kleinen Durchmesser der Lampe ist das Bedienen in einer taktischen Haltung für dicke Daumen nicht wirklich einfach. Zumindest ich hatte jedenfalls meine Schwierigkeiten. Wenn die Lampe im Zigarrengriff gehalten wird, ist das indes auch für dicke Daumen kein Problem.

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Der Clicky hat einen weiten Schaltweg und drückte sich beim Testmodell ein wenig kratzig.

 

 

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Innenansicht der Tailcap.

Beam:
Durch die Kombination aus XR-E-LED und SMO-Reflektor finden sich im Lichtbild einige Ringe. Dafür schafft die Lampe eine für ihre Größe durchaus beachtliche Reichweite mit noch ausreichend Sidespill.

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„White-wall-beamshot“ der TK703.

Resümee:
Als Lampe für die Hosentasche oder den Schlüsselbund ist die Tank007 TK703 eine gute Lösung für all diejenigen, die keinen Bock auf das Gedrehe mit einem Twisty haben. Die Verarbeitung geht in Ordnung, die Lichtleistung über das der meisten Lampen ähnlicher Größe hinaus. Ein zweiter, dunklerer Modus wäre eine Option, denn beim Lesen von Karten oder ähnlichem ist die Lampe schon hart an der Grenze zu „blendfrei“. Aber letztlich kann man es nicht jedem recht machen, und das kompromisslose „Ein-Aus“ hat schließlich auch was. Wünschenswert wäre ein kürzerer Schaltweg, der die Bedienung in jeder Haltung erleichtern würde. Nicht minder wünschenswert wäre eine Abschaltung bei Unterspannung, über die die Lampe leider nicht verfügt.
Über den Ladentisch geht die TK703 für 23 Euro (Stand: Juli 2012), was, selbst angesichts der angeführten Nachteile, immer noch ein fairer Preis ist.
Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de, wo sie auch erhältlich ist. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite.

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Von oben nach unten: Unilite UK145, Tank007 TK703, Led Lenser K3, Fenix E01, iTP A3 EOS, Keenwin HR01.

 

 

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Tank007 TK703 1,2 Volt

 

 

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Tank007 TK703 4,2 Volt

 

 

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iTP A3 EOS 1,2 Volt

 

 

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iTP A3 EOS 4,2 Volt

 

 

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Fenix LD10

 

 

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